Diplomarbeit, 2009
147 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Inhaltliche Einführung
1.2 Historische Entwicklung des Campingtourismus in Deutschland
1.3 Zielsetzung und Methodik
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen zum Campingtourismus
2.1 Begriffsdiskussion Camping
2.2 Abgrenzung des Campingbegriffs
2.2.1 Dauercamping vs. touristisches Camping
2.2.2 Camping und Caravaning
2.3 Camping als Segment der Tourismuswirtschaft
2.3.1 Einordnung in den touristischen Straßenverkehr
2.3.2 Einordnung in das Beherbergungswesen
2.3.3 Eigenschaften und Besonderheiten des Campingtourismus
2.4 Einführung in den Campingtourismusmarkt
2.4.1 Das Marktmodell
2.4.2 Marktbeeinflussende Faktoren
3 Analyse der Nachfragestruktur
3.1 Quantitative Betrachtung der Campingnachfrage
3.1.1 Campingübernachtungen
3.1.2 Regionale Verteilung der Übernachtungen
3.1.3 Ausländische Campingnachfrage
3.1.4 Saisonale Verteilung der Campingnachfrage
3.2 Betrachtung soziodemographischer Merkmale
3.2.1 Alter
3.2.2 Reisegruppengröße
3.2.3 Bildung, Beruf und Einkommen
3.3 Verhaltenspsychologische Betrachtung
3.3.1 Motive
3.3.2 Image und Einstellungen
3.3.3 Verhaltensmerkmale der Camper
3.3.3.1 Umweltverhalten der Camper
3.3.3.2 Dauer- vs. Touristikcamper
3.3.3.3 Reisemobilisten vs. Caravaner
3.4 Anforderungen an das Campingplatzangebot
4 Analyse der Angebotsstruktur
4.1 Analyse des Campingplatzangebotes
4.1.1 Kapazitätsverteilung in Deutschland
4.1.2 Die Campingplatzinfrastruktur
4.1.2.1 Das touristische Produkt Campingplatz
4.1.2.2 Best-Practice-Beispiele
4.1.2.3 Kritische Würdigung
4.2 Qualitätsauszeichnungen im Campingtourismus
4.2.1 BVCD-DTV-Klassifizierung
4.2.2 ADAC-Klassifizierung und Auszeichnungen
4.2.3 Bundeswettbewerb „Vorbildliche Campingplätze in Deutschland“
4.2.4 ECOCAMPING
4.3 Analyse der Campingfahrzeugindustrie
4.3.1 Campingfahrzeuge und -ausrüstung
4.3.2 Produkte der Campingfahrzeugindustrie
4.3.2.1 Wohnwagentypologisierung
4.3.2.2 Reisemobiltypologisierung
4.3.2.3 Kritische Würdigung
5 Vermarktung des Campingtourismus in Deutschland
5.1 Anwendung der Marketing-Instrumente im Campingtourismus
5.1.1 Preispolitik
5.1.2 Vertriebspolitik
5.1.3 Kommunikationspolitik
5.2 Handlungsempfehlungen
6 Schlussbetrachtung
6.1 Trends und Tendenzen
6.2 SWOT-Analyse
6.3 Fazit
Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, die ökonomische Bedeutung und die Marktstrukturen des Campingtourismus in Deutschland zu analysieren sowie kritisch zu evaluieren. Im Zentrum steht die Untersuchung der Angebots- und Nachfragestrukturen, um Wirkungszusammenhänge aufzudecken, aktuelle Trends und Tendenzen abzuleiten und Handlungsempfehlungen für die Branche zu formulieren.
1.2 Historische Entwicklung des Campingtourismus in Deutschland
Der Tourismussektor Camping entwickelte sich ähnlich anderer Reiseformen in Abhängigkeit von verschiedenen wirtschaftlichen, sozialen und technischen Gegebenheiten und unterliegt daher einem Wandel. Die Darstellung erfolgt anhand eines Zeitstrahls (vgl. Abb. 1), der die geschichtlichen Etappen des Campingtourismus in Deutschland anschaulich skizziert. Wichtige Daten und Zusammenhänge sind in einer Tabelle zusammengefasst (vgl. Anhang 1).
In Deutschland nimmt das Camping im Vergleich zu anderen Tourismusformen schon lange einen Platz ein und etablierte sich stetig ab 1920. Die Kanufahrer und Wanderer waren wichtige Impulsgeber für die Entstehung erster Zeltplätze vor allem an Flussläufen. Die Entwicklung der ersten Wohnwagen in Deutschland geht auf die 1930er Jahre zurück, wobei Hans Berger und Arist Dethleffs als Campingpioniere fungieren. Der Wohnwagenbau begann. Jedoch konnten sich anfangs nur Wohlhabende diese Art von Luxus leisten. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde das gerade aufblühende Campingwesen allerdings unterbrochen.
Unmittelbar nach dem 2.Weltkrieg kam die Produktion der Wohnwagen aufgrund der Zerstörung im Land zunächst zum Erliegen. Allerdings erfuhr das Zelten wieder einen Aufschwung, da es für den Großteil der Bevölkerung die einzige Möglichkeit von Tourismus bildete. Die Währungsreform 1948 kurbelte schließlich die Wohnwagenproduktion wieder an und die Massenproduktion des VW Käfers, der als Zugfahrzeug in Frage kam, ermöglichte auch dem kleinen Bürger, in den Genuss eines Wohnwagens zu kommen. Die Entwicklung des Campingtourismus stand auch in der Folgezeit in engem Zusammenhang mit der Entwicklung im Verkehrsbereich. Im Jahr 1948 wurde außerdem der DEUTSCHE CAMPING-CLUB E.V. (DCC) gegründet, der sich für die Campingbewegung und die Förderung des Autotourismus einsetzte. So beteiligten sich bereits ab 1952 breite Bevölkerungsschichten am Camping in der Bundesrepublik.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Campingtourismus als Urlaubssegment ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen zum Campingtourismus: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe rund um Camping, Caravaning und das touristische Beherbergungswesen definiert und abgegrenzt.
3 Analyse der Nachfragestruktur: Dieser Abschnitt untersucht das Nachfrageverhalten quantitativ und qualitativ, inklusive soziodemographischer Aspekte sowie der verhaltenspsychologischen Hintergründe der Camper.
4 Analyse der Angebotsstruktur: Hier werden die Kapazitäten und die Infrastruktur der Campingplätze sowie der Markt für Campingfahrzeuge detailliert analysiert und bewertet.
5 Vermarktung des Campingtourismus in Deutschland: Dieses Kapitel widmet sich den Marketing-Instrumenten (Preis-, Vertriebs- und Kommunikationspolitik) und gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Campingunternehmen.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Analyse aktueller Trends, einer SWOT-Betrachtung und einem Fazit zur Zukunftsfähigkeit des Campingtourismus ab.
Campingtourismus, Campingplatz, Caravaning, Nachfragestruktur, Angebotsstruktur, Touristikcamping, Dauercamping, Wohnmobil, Marketing-Mix, Tourismuswirtschaft, Campingfahrzeugindustrie, Qualitätssicherung, Marktanalyse, Trendforschung, Zielgruppen.
Die Arbeit analysiert die ökonomische Bedeutung und die Marktstrukturen des Campingtourismus in Deutschland, um ein fundiertes Verständnis der aktuellen Dynamiken zwischen Angebot und Nachfrage zu vermitteln.
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung, die theoretische Einordnung des Campingbegriffs, die Analyse der Nachfragestrukturen, die Infrastrukturbewertung sowie die Vermarktungsstrategien in der Branche.
Das Hauptziel ist es, die Bedeutung des Campingtourismus zu verdeutlichen, kritisch zu evaluieren und durch die Analyse von Nachfrage- und Angebotsfaktoren fundierte Trends sowie Handlungsempfehlungen für Campingbetriebe abzuleiten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus einer fundierten Sekundäranalyse amtlicher Beherbergungsstatistiken und Branchenstudien sowie einer Primärforschung in Form von Experteninterviews, die auf dem CARAVAN SALON DÜSSELDORF 2008 durchgeführt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Nachfrageanalyse (quantitativ, soziodemographisch, verhaltenspsychologisch) und eine Angebotsanalyse (Campingplatzkapazitäten, Infrastruktur, Fahrzeugindustrie), gefolgt von einer Untersuchung der Marketinginstrumente.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Campingtourismus, Marktstrukturanalyse, Nachfrageverhalten, Campinginfrastruktur, Zielgruppenorientierung und Marketing-Mix beschreiben.
Diese Differenzierung ist essenziell, da beide Segmente völlig unterschiedliche Reiseverhalten, Motivationen und Anforderungen an das Campingangebot aufweisen, was für eine zielgruppengerechte Marktbearbeitung unbedingt beachtet werden muss.
Historische Imagedefizite ("Arme-Leute-Urlaub") prägen teilweise noch die Wahrnehmung, weshalb die Arbeit untersucht, wie Qualitätsauszeichnungen und moderne Infrastruktur dazu beitragen, den Campingtourismus als attraktives, zeitgemäßes Urlaubssegment zu positionieren.
Kooperationen, ob horizontal zwischen Campingplätzen oder vertikal mit Freizeiteinrichtungen und Verbänden, werden als entscheidendes Instrument identifiziert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und die Auslastungsproblematik durch gemeinsame Vermarktung zu mildern.
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