Masterarbeit, 2010
59 Seiten, Note: 1,0
These 1: „Aufgrund von Flexibilitäts- und Koordinationsdefiziten des Systems der dualen Berufsausbildung in Deutschland wird das Implacement von Auszubildenden in kleinen und mittelständischen Unternehmen erschwert.“
1. Ausgangssituation im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
1.1. Wirtschaftliche Situation
1.2. Demographische Situation
2. Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland
2.1. Grundkonzeption
2.2. Die Bildungsträger
2.3. Die Chancen des dualen Systems
2.4. Die Hemmnisse des dualen Systems
Erläuterungen zu These 1
2. These: „Durch die effektive Gestaltung des Prozesses der Personaleinführung, kann die Bindung der Auszubildenden verstärkt und demzufolge die Profitabilität der Betriebe gesteigert werden, was die langfristig gravierenden Folgen des demographischen Wandels auf die Wirtschaft im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt abmildert.“
3. Personaleinführung
3.1. Begriffsdefiniton
3.2. Die Ziele der Personaleinführung
3.2.1. Steigerung der Profitabilität
3.2.2. Commitment – Der Grad der Bindung an einen Betrieb
3.2.2.1. Die kalkulative Bindung
3.2.2.1. Die affektive Bindung
3.2.2.1. Die normative Bindung
3.3. Die Phasen der Sozialisation von Auszubildenden
3.3.1. Antizipationsphase
3.3.2. Konfrontationsphase
3.3.3. Integrationsphase
Erläuterungen zu These 2
These 3: „Spezifische Methoden des Training-on-the-Job, des Training-near-the-Job und des Training-off-the-Job tragen zu einer erfolgreichen Einführung der Auszubildenden in das betriebliche Umfeld bei.“
4. Personalpolitische Methoden des Implacements
4.1. Methoden des Training-on-the-Job von Auszubildenden
4.1.1. Realistic-Job-Preview
4.1.2. Storytelling
4.1.3. Einarbeitungspläne und Checklisten
4.1.4. Patensystem
4.2. Training-off-the-Job und Training-near-the-Job von Auszubildenden
4.2.1. Lernstatt
4.2.2. Seminare und Workshops
5. Fazit
Maßnahmekonzept:
1. Ausgangs- und Situationsanalyse
2. Der Anwendungsbereich des Maßnahmenkonzepts
3. Die Zielstellung des Maßnahmenkonzepts
4. Die Grundlagen der Konzeptionierung
5. Die Bewertung der Chancen und Risiken des Konzepts für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
5.1. Die Konzept-Chancen
5.2. Die Konzept-Risiken
6. Erfolgsfaktoren im Betriebsumfeld für eine erfolgreiche Umsetzung des Konzepts
6.1. Auszubildende - Motivation und Aufnahmebereitschaft
6.2. Geschäftsführung - Rückhalt und Förderung
6.3. Mitarbeiter - Akzeptanz und Engagement
7. Konzeptionalisierung und Konkretisierung des betrieblichen Einführungsprozesses von Auszubildenden in KMU´s im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
7.1. Übersicht des Einführungsprozesses in KMU´s
7.1.1. Die Antizipationsphase
7.1.2. Die Konfrontationsphase
7.1.3. Die Integrationsphase
7.2. Maßnahmenentwicklung anhand der Sozialisationsphasen von Auszubildenden
7.2.1. Entwicklung phasenspezifischer Maßnahmen - Die Antizipationsphase
7.2.1.1. Gestaltung der Vor-Bewerbungsphase
7.2.1.2. Gestaltung des Bewerbungsgesprächs
7.2.2. Entwicklung phasenspezifischer Maßnahmen - Die Konfrontationsphase
7.2.2.1. Gestaltung der Einarbeitung in die Arbeitsaufgabe
7.2.2.2. Gestaltung der Einführung und Gewöhnung an das betriebliche Umfeld
7.2.3. Entwicklung phasenspezifischer Maßnahmen - Die Integrationsphase
7.2.3.1. Gestaltung der weiterführenden Qualifizierung
7.2.3.2. Eröffnen langfristiger Zukunftsperspektive
8. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein praxisnahes Training-in-the-Job-Konzept zur effizienten Personaleinführung von Auszubildenden in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zu entwickeln, um dem drohenden Fachkräftemangel durch verbesserte Mitarbeiterbindung entgegenzuwirken.
1. Ausgangssituation im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
Strukturell wird die Wirtschaft des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt vorrangig von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt. Diese Betriebe, mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 5 und 250, bilden den Kern der regionalen Wirtschaft. Größere Unternehmen sind am Standort grundsätzlich kaum vertreten, was auf die strukturellen Umbrüche im Rahmen der politischen Wende zurückzuführen ist, wodurch ein Großteil der Industriearbeitsplätze abgebaut wurde. Der überwiegende Teil der KMU´s im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sind in den eher traditionellen Branchen des Handwerks und produzierenden Gewerbes sowie des Handels, Gastgewerbes und Verkehrs tätig. Im Jahr 2004 machte der Anteil der Erwerbstätigen dieser Branchen an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen 55% aus. Der Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungssektor war mit knapp 10% relativ gering.
Hierbei fällt besonders auf, dass die Zahl der Erwerbstätigen kontinuierlich abgesunken ist. Im Zeitraum von 1994 bis 2004 sank diese um rund 6000 Personen. Als Hauptursachen hierfür können der demographische Wandel und die geringe wirtschaftliche Attraktivität der Region angeführt werden. Letzteres impliziert, dass verstärkt Personen im erwerbsfähigen Alter in die alten Bundesländer bzw. in die größeren Städte des Umkreises abgewandert sind, um ihre berufliche Perspektive zu verbessern. Die Bevölkerungsentwicklung ist im Durchschnitt in etwa um 3,5% rückläufig. Ein besonders hoher Rückgang ist in der Gruppe der jungen und besser ausgebildeten Erwerbstätigen zu beobachten. Die Arbeitslosenquote ist mit rund 11 % die höchste Regionenquote der verantwortlichen Arbeitsagentur Jena. Dieser Wert ist seit mehreren Jahren verhältnismäßig konstant geblieben. Auffällig ist auch der hohe Anteil junger Arbeitsloser.
1. Ausgangssituation im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: Dieses Kapitel beschreibt die durch KMU geprägte Wirtschaftsstruktur und den demographischen Rückgang in der Region, welcher den Bedarf für eine bessere Ausbildungskonzeption begründet.
2. Das duale System der Berufsausbildung in Deutschland: Es werden die Grundlagen, Bildungsträger sowie Chancen und Schwächen des dualen Ausbildungssystems analysiert, insbesondere im Hinblick auf Koordinationsprobleme zwischen Betrieb und Berufsschule.
3. Personaleinführung: Hier werden Definitionen und Ziele des Implacements erläutert sowie das Commitment und die drei Phasen der Sozialisation (Antizipation, Konfrontation, Integration) detailliert dargestellt.
4. Personalpolitische Methoden des Implacements: Dieses Kapitel stellt konkrete Maßnahmen für die Ausbildung vor, darunter Training-on-the-Job (wie Patensystem und Storytelling) sowie Training-off-the-Job (Lernstatt, Seminare).
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass ein effizientes Einführungskonzept zur Steigerung der Produktivität und zur Bindung junger Menschen in der Region beitragen kann.
Personaleinführung, Implacement, duales Ausbildungssystem, KMU, Saalfeld-Rudolstadt, Auszubildende, Mitarbeitermotivation, Sozialisation, Patensystem, demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Ausbildungskonzept, Lernstatt, Betriebskultur, Arbeitsleistung.
Die Arbeit entwickelt ein konkretes Maßnahmenkonzept zur effektiven Personaleinführung (Implacement) von Auszubildenden, um den spezifischen Herausforderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zu begegnen.
Die zentralen Themenfelder umfassen das duale Ausbildungssystem, die Phasen der beruflichen Sozialisation, Instrumente zur Steigerung des Commitments von Auszubildenden und Methoden des betrieblichen Wissenstransfers.
Das Ziel ist die Optimierung des Einführungsprozesses, um die Produktivität der Auszubildenden zu steigern, Ausbildungsabbrüche zu reduzieren und junge Fachkräfte langfristig an regionale Betriebe zu binden.
Es wurde eine theoretische Analyse der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur in Kombination mit einer standortspezifischen Analyse der regionalen Gegebenheiten im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt durchgeführt.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Hintergründe zur Mitarbeiterbindung als auch ein konkretes Maßnahmenpaket präsentiert, das Instrumente wie Patensysteme, Storytelling und Lernstätten zur Unterstützung der Ausbildung umfasst.
Wichtige Begriffe sind Personaleinführung, Implacement, KMU, Ausbildungskonzept, Fachkräftemangel, Bindungsmanagement und Sozialisationsphasen.
Das Patensystem entlastet die Unternehmensführung, indem es eine strukturierte, persönliche Einarbeitung durch erfahrene Mitarbeiter ermöglicht und so den Wissenstransfer in den betrieblichen Alltag integriert.
Der Wandel führt zu einem Fachkräftemangel und einer Abwanderung junger, qualifizierter Arbeitskräfte, was kleine Unternehmen dazu zwingt, durch bessere Ausbildung und Mitarbeiterbindung proaktiv gegenzusteuern.
Die Lernstatt bietet einen geschützten Raum außerhalb des Alltagsgeschäfts, in dem Auszubildende Probleme reflektieren, Qualifikationsdefizite beheben und die soziale Integration im Betrieb stärken können.
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