Diplomarbeit, 2009
57 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Innovationen
2 Open Innovation
2.1 Praxisbeispiel Tchibo
2.2 Informationstransfer
2.2.1 Bedürfnisinformation
2.2.2 Lösungsinformation
2.3 Motivationen
2.3.1 Intrinsische Motivation
2.3.2 Extrinsische Motivation
3 Produktdifferenzierungsmodell
3.1 Monopolsituation
3.2 Duopolsituation
4 Fazit
Die Arbeit untersucht die Effekte von Open Innovation als interaktive Integration von Konsumenten in den Wertschöpfungsprozess, wobei ein besonderer Fokus auf dem dualen Informationstransfer aus Bedürfnis- und Lösungsinformationen liegt. Ziel ist es zu analysieren, wie Unternehmen durch diese Methode ihre Innovationsleistungen verbessern, Marktunsicherheiten reduzieren und durch eine gezielte Produktdifferenzierungsstrategie Wettbewerbsvorteile erzielen können.
2 Open Innovation
Das Innovationsgeschehen eines Unternehmens ist in traditioneller Weise für externe Informationsquellen geschlossen (“Close Innovation“); womit die Mitarbeiteranzahl, die gleichzeitig die Wissensträger und eventuellen Innovatoren darstellt, auf eine bestimmte Abteilung oder ein Unternehmen begrenzt ist. Ideen bzw. mögliche Innovationen sind daher durch die Unternehmensgrenzen als intern begrenzt zu betrachten. Die Menge an intern vorhandenem Wissen ist demzufolge limitiert; „bzw. neu aufzubauende Lösungsinformationen werden erst durch Einkauf von Technologien am Markt oder die Abwerbung von Entwicklern von der Konkurrenz erhalten“ (PILLER, 2006B, S. 87); wodurch ebenso der Lösungsraum als begrenzt anzusehen ist.
Die passenden Produkt- oder Dienstleistungen für einen Markt zu entwickeln und bereitzustellen ist „in klassischerweise der Domäne des Herstellers zugeordnet“ (PILLER, 2006B, S. 87). Bei einer Öffnung des Innovationsprozesses weitet sich diese Domäne auf die Konsumenten aus. Fortschrittliche Konsumenten werden in den Entwicklungsprozess einer Unternehmung integriert und treten als Teil-Produzenten in Erscheinung. Durch ihr aktives Mitwirken können sie den „Lösungsraum eines Unternehmens erweitern und modifizieren“ (REICHWALD/PILLER, 2006, S. 50).
Engelhardt wies bereits vor ca. 40 Jahren auf die Bedeutsamkeit des Mitwirkens des Kunden zur Leistungserstellung hin (ENGELHARDT, 1966, S. 176). Und auch die Begriffe “Integravität“ (MEFFERT/BRUHN, 2000, S. 25; ENGELHARDT ET AL., 1993, S. 416FF.), “Prosumer“ (TOFFLER, 1970, 1980, S. 272FF.), sowie “Customer Integration“ wurden schon früh von Autoren aufgegriffen. Der Begriff “Open Innovation“ wurde allerdings zum ersten Mal 2003 vom Berkley Professor Henry Chesbrough publik gemacht.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik kürzerer Produktlebenszyklen ein und definiert Open Innovation als Methode, um durch Kundenintegration Marktinformationen für erfolgreiche Innovationen zu gewinnen.
2 Open Innovation: Dieses Kapitel erläutert das Konzept von Open Innovation, den dualen Informationstransfer und die Rolle der Konsumenten als Teil-Produzenten sowie deren Motivation.
3 Produktdifferenzierungsmodell: Hier wird mittels des Hotelling-Modells theoretisch untersucht, wie Open Innovation in Monopol- und Duopolsituationen den Gewinn und die Konsumentenrente beeinflusst.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Open Innovation in geeigneten Branchen ein wertvolles Instrument zur Risikominimierung und Effizienzsteigerung darstellt.
Open Innovation, Informationstransfer, Bedürfnisinformation, Lösungsinformation, Kundenintegration, Lead User, Innovationsprozess, Produktdifferenzierung, Marktakzeptanz, Motivationsstruktur, Hotelling-Modell, Wettbewerbsvorteil, Konsumentenrente, Wertschöpfung, Tchibo Ideas.
Die Arbeit untersucht das Konzept "Open Innovation" als Strategie zur Öffnung von Innovationsprozessen für externe Akteure, insbesondere Kunden, um die Innovationsleistung von Unternehmen zu steigern.
Die zentralen Felder umfassen den theoretischen Rahmen von Open Innovation, den Austausch von Informationen zwischen Unternehmen und Kunden sowie die ökonomische Modellierung dieser Prozesse.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen durch die interaktive Integration von Konsumenten und den dualen Transfer von Informationen Wettbewerbsvorteile und eine höhere Marktakzeptanz erzielen können.
Die Arbeit kombiniert eine qualitative Analyse bestehender Literatur und Praxisbeispiele (Tchibo) mit einer quantitativen, formalen Modellierung auf Basis des Hotelling-Modells für den horizontalen Wettbewerb.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen und Anreizstrukturen für Konsumenten erläutert, gefolgt von einer detaillierten mathematischen Modellierung der Auswirkungen von Open Innovation auf Gewinn und Marktstruktur.
Die wichtigsten Begriffe sind Open Innovation, Informationstransfer, Kundenintegration, Produktdifferenzierung und der "fit-to-market"-Ansatz.
Es dient als empirischer Beleg für die praktische Umsetzung der Kundenintegration, die im Modell als Quelle für den dualen Informationstransfer und den daraus resultierenden Nutzenmehrwert dient.
Sie repräsentiert die Fähigkeit einer Industrie oder eines Unternehmens, die von Konsumenten gelieferten Informationen effizient zu nutzen und in Innovationen zu übersetzen; sie beeinflusst die Kostenstruktur des Innovationsprozesses.
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