Magisterarbeit, 1992
74 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit zielt darauf ab, einen Einblick in das Lebensmuster islamischer Frauen im sudanesischen Niltal zu geben. Sie untersucht die Auswirkungen der Islamisierung auf die Lebensbedingungen von Frauen, insbesondere im Hinblick auf ihre soziale Rolle, ihre familiäre Stellung und ihre religiösen Praktiken. Der Fokus liegt dabei auf der Darstellung von traditionellen kulturellen Elementen und deren Interaktion mit islamischen Normen und Wertvorstellungen.
Die Einleitung stellt den Ausgangspunkt der Arbeit dar und beschreibt das persönliche Interesse der Autorin am Thema. Außerdem wird ein kurzer Überblick über die Region des sudanesischen Niltals gegeben. Das erste Kapitel beleuchtet die Auswirkungen des Islams auf die gesellschaftliche Rolle der Frau im Sudan. Dabei werden Themen wie der legale Status der Frau, die Bedeutung von Tugenden wie Ird, Karama und Scharaf, die Mädchenbeschneidung und der soziale Wandel in den Städten behandelt. Das zweite Kapitel konzentriert sich auf die Familie und die Ehe als Lebensräume der Frau. Es werden verschiedene Aspekte des familiären Lebens, die Rolle der Frau in der Ehe und die Position der Frau nach der Menopause beleuchtet.
Das dritte Kapitel widmet sich den volksreligiösen Vorstellungen und Praktiken als Ausdruck einer weiblichen Gegenkultur. Hierbei wird die Bedeutung von Zar-Kulten und Geisterglauben für Frauen im Niltal dargestellt. Es wird insbesondere auf die Rolle von Frauen in religiösen Zeremonien und Riten eingegangen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die folgenden Schlüsselbegriffe: Islamisierung, Frauen, Sudan, Niltal, Gesellschaft, Familie, Ehe, Volksreligion, Zar-Kult, Gegenkultur, soziale Rolle, Lebensmuster, Tradition, Wandel.
Die Islamisierung verstärkt patriarchalische Machtverhältnisse, führt aber im Niltal auch zu einer fast völlig getrennten Frauenkultur mit eigenen sozialen Räumen.
Dies sind zentrale Tugenden in der nordsudanesischen Gesellschaft: Ird steht für Anstand, Karama für Würde und Scharaf für die Familienehre.
Der Zar-Kult ist eine volksreligiöse Praxis zur Heilung von Besessenheit, die eine wichtige Rolle in der weiblichen Gegenkultur spielt und Frauen einen Raum außerhalb männlicher Kontrolle bietet.
Die Arbeit beleuchtet die Zirkumzision sowohl aus medizinischer Sicht als auch als rituellen Übergang, durch den ein Mädchen in der Gesellschaft zur „Braut“ legitimiert wird.
Frauen in dieser Lebensphase agieren oft als Mittlerinnen zwischen der privaten häuslichen Sphäre und der öffentlichen Sphäre, da für sie die strengen Regeln der Geschlechtertrennung gelockert werden.
Dies ist ein Begriff aus dem Volksglauben, der eine spezifische übermenschliche Gefahr für Frauen beschreibt und durch rituelle Schutzmaßnahmen abgewehrt werden soll.
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