Bachelorarbeit, 2009
63 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. WOHNUNGSLOSIGKEIT
2.1 Wohnungslosigkeit – Was ist das?
2.1.1 Begriffsbestimmungen und Zielgruppe
2.1.2 Zahlen und Fakten
2.2 Geschlechtsspezifische Ursachen von Wohnungslosigkeit
2.3 Unterschiedliche Problemlagen von Wohnungslosen
2.4 Gesetzliche Rahmenbedingungen
2.5 Struktur und Angebote der Wohnungslosenhilfe
3. PSYCHISCH KRANK – FORMEN PSYCHISCHER STÖRUNGEN UND DAS PSYCHIATRISCHE VERSORGUNGSSYSTEM
3.1 Die Beschaffenheit psychischer Störungen
3.2 Klassifikationssysteme
3.3 Formen psychischer Störungen
3.3.1 Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen
3.3.2 Konsum- und substanzunabhängige psychische Störungen
3.4 Das psychiatrische Versorgungssystem in Deutschland
4. WOHNUNGSLOS UND PSYCHISCH KRANK – MENSCHEN ZWISCHEN ZWEI HILFESYSTEMEN
4.1 Wer sind die psychisch kranken Wohnungslosen?
4.2 Schwierigkeiten bei der Inanspruchnahme und Kooperation beider Systeme
4.2.1 Schwierigkeiten auf rechtlicher Ebene
4.2.2 Schwierigkeiten auf versorgungsstruktureller Ebene
4.2.3 Schwierigkeiten auf fachlicher Ebene
4.2.4 Schnittstellenprobleme
4.3 Handlungsansätze und Forderungen
5. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik von Menschen, die gleichzeitig von Wohnungslosigkeit und psychischer Erkrankung betroffen sind, und analysiert, warum diese Personengruppe häufig zwischen den Hilfesystemen der Wohnungslosenhilfe und der psychiatrischen Versorgung herausfällt. Ziel ist es, die Schwierigkeiten in der Zuständigkeit und Zusammenarbeit dieser beiden Systeme zu identifizieren sowie Handlungsansätze für eine verbesserte, integrierte Versorgung zu entwickeln.
4.2.2 Schwierigkeiten auf versorgungsstruktureller Ebene
Wie auf der rechtlichen Ebene, sind auch auf struktureller Ebene zwei Hilfesysteme für psychisch kranke wohnungslose Menschen zuständig: auf der einen Seite die Wohnungslosenhilfe mit ihren Unterbringungs- und Beratungsangeboten, um die sozialen und materiellen Bedürfnisse der Betroffenen zu befriedigen, auf der anderen Seite das psychiatrische Versorgungssystem, welches für die Behandlung der psychischen Erkrankung verantwortlich ist. Auch wenn es in der Theorie somit den Anschein hat, als wären diese doppelt bedürftigen Menschen besonders gut versorgt, kann in der Praxis leider nur das Gegenteil beobachtet werden. Die fehlende Meldeadresse sowie die häufig ungeklärte Kostenträgerschaft führen dazu, dass gerade Institutionen ohne Versorgungsauftrag die Aufnahmen von Wohnungslosen meist ablehnen. Keiner fühlt sich wirklich zuständig für diesen Personenkreis, weshalb die Betroffenen meist hin- und hergeschoben werden. Begründet liegt dies in den Schwierigkeiten, mit denen beide Hilfesysteme bei der Betreuung psychisch kranker Wohnungsloser zu kämpfen haben.
Mit welchen Problemen das jeweilige Hilfesystem konfrontiert wird und warum beide die Betroffenen anscheinend nicht erreichen können, soll daher im Folgenden näher betrachtet werden.
1. EINLEITUNG: Darstellung der Problematik der Stigmatisierung und Ausgrenzung psychisch kranker Wohnungsloser sowie Definition der zentralen Fragestellung bezüglich der Zuständigkeit der Hilfesysteme.
2. WOHNUNGSLOSIGKEIT: Analyse des Begriffs Wohnungslosigkeit, geschlechtsspezifischer Ursachen, rechtlicher Rahmenbedingungen sowie der Struktur und Angebote der bestehenden Wohnungslosenhilfe.
3. PSYCHISCH KRANK – FORMEN PSYCHISCHER STÖRUNGEN UND DAS PSYCHIATRISCHE VERSORGUNGSSYSTEM: Erläuterung psychischer Störungen, ihrer Diagnose und Vorstellung des psychiatrischen Versorgungssystems in Deutschland.
4. WOHNUNGSLOS UND PSYCHISCH KRANK – MENSCHEN ZWISCHEN ZWEI HILFESYSTEMEN: Untersuchung der spezifischen Problemlagen der Betroffenen und detaillierte Analyse der Schwierigkeiten bei der Kooperation zwischen Wohnungslosenhilfe und Psychiatrie auf rechtlicher, struktureller und fachlicher Ebene.
5. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Versorgungssituation und Appell an die Soziale Arbeit, sich stärker für die Rechte und eine verbesserte Integration der betroffenen Personengruppe einzusetzen.
Wohnungslosigkeit, psychische Erkrankung, Doppeldiagnose, Wohnungslosenhilfe, psychiatrisches Versorgungssystem, soziale Ausgrenzung, Stigmatisierung, SGB XII, Kooperation, Hilfesysteme, Beratung, Sozialarbeit, Versorgungslücke, Schnittstellenprobleme, Handlungsansätze.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der prekären Situation von Menschen, die sowohl wohnungslos als auch psychisch krank sind, und der Schwierigkeit dieser Personengruppe, in den bestehenden Hilfesystemen adäquate Unterstützung zu finden.
Zentrale Themen sind die Wohnungslosigkeit als Lebenslage, das Verständnis psychischer Störungen, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Hilfeleistungen (SGB II/XII) und die Schnittstellenproblematik zwischen Wohnungslosenhilfe und psychiatrischer Versorgung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum psychisch kranke Wohnungslose aus den Hilfesystemen herausfallen, und Ansätze zu finden, wie eine bessere Zusammenarbeit der Systeme zur Unterstützung der Betroffenen gelingen kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Studien sowie Stellungnahmen zur aktuellen Versorgungslandschaft.
Im Hauptteil werden sowohl die individuellen Ursachen der Wohnungslosigkeit und psychischen Erkrankungen als auch die strukturellen Barrieren bei der Inanspruchnahme von Hilfen auf rechtlicher, versorgungsstruktureller und fachlicher Ebene detailliert untersucht.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Doppeldiagnose, soziale Ausgrenzung, Systemkooperation, Stigmatisierung und Wohnungslosenhilfe charakterisiert.
Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass Betroffene mit Doppeldiagnosen zwischen Suchtkrankenhilfe, Wohnungslosenhilfe und psychiatrischem Versorgungssystem hin- und hergeschoben werden, ohne dass sich eine Instanz für die Gesamtsituation zuständig fühlt.
Die "Komm-Struktur" der Psychiatrie erfordert von Klienten eine aktive Kontaktaufnahme und Krankheitseinsicht. Da psychisch kranke Wohnungslose diese Voraussetzungen oft nicht erfüllen können, bleibt ihnen der Zugang zum psychiatrischen System häufig verwehrt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

