Magisterarbeit, 2005
78 Seiten, Note: 2,1
1. Einführung in die Fragestellung
2. Die Berufsausbildung – Anforderungen aus Sicht der Praxis
2.1 Zum Beruf
2.2 Anforderungen des Dienstleistungsbereiches
3. Neuordnung der Berufe
3.1 Alte und neue „Ausbildungsordnungen“ und „Rahmenlehrpläne“ am Beispiel des Berufsbildes „Speditionskaufmann/-frau“ in der Gegenüberstellung
3.1.1 Die Ausbildungsordnungen im Vergleich
3.1.2 Die Rahmenlehrpläne im Vergleich
3.2 Gegenüberstellung von Anforderungen der Praxis und Resultaten der Neuordnungen
3.2.1 Schwerpunkte der Kundenorientierung
3.2.2 Schwerpunktbereich „Soziale Kompetenzen“
3.2.3 Vergleich mit der aktuellen Ausbildungsordnung
3.2.3.1 Systemisches und fachübergreifendes Denken
3.2.3.2 Problemlösungskompetenzen
3.2.3.3 Soziale Kompetenzen
3.2.4 Vergleich mit dem aktuellen Rahmenlehrplan
3.2.4.1 Systemisches und fachübergreifendes Denken
3.2.4.2 Problemlösungskompetenzen
3.2.4.3 Soziale Kompetenzen
3.3 Ergebnis der Gegenüberstellungen
4. Diskussion der Ergebnisse und Konsequenzen der beschriebenen Situation
4.1 Interpretationsoffenheit der Ausbildungsgrundlagen
4.2 Kompetenzentwicklung durch Handlungsorientierung
4.3 Zur Berufsförmigkeit des Dualen Systems
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Kundenorientierung im modernen Dienstleistungssektor ein zentrales Qualifikationskriterium darstellt und wie dieses in den curricularen Grundlagen des dualen Ausbildungssystems für kaufmännische Berufe verankert ist. Anhand der Neuordnung des Berufsbildes „Speditionskaufmann/-frau“ zum „Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung“ wird analysiert, ob die aktuellen Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne den Anforderungen der betrieblichen Praxis gerecht werden.
3.2.1 Schwerpunkte der Kundenorientierung
Was unter dem Begriff „Kundenorientierung“ konkret zu verstehen ist, lässt sich nicht ohne Weiteres genau und abschließend definieren. Bis heute bereitet das konkrete Verständnis dieses Begriffes Schwierigkeiten. „Hier ist ein breites Spektrum an Begriffsinterpretationen vorhanden, die häufig eher intuitiv als wissenschaftlich abgeleitet werden und darüber hinaus nur selten zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Eine solche Begriffsunklarheit muss als zentrales Hindernis gesehen werden, um eine Theorie der Kundenorientierung als Ausgangspunkt zur Ableitung konkreter kundenorientierter Maßnahmen auf Mitarbeiterebene entwickeln zu können. Neben der begrifflichen Uneinheitlichkeit ist von Bedeutung, dass die Suche nach Komponenten und relevanten Determinanten einer Kundenorientierung von Mitarbeitern in der wissenschaftlichen Literatur bisher erst sporadisch erfolgt ist und ein ganzheitliches, integratives Verständnis nicht vorliegt“ (Thurau 2002, S. 3).
An dieser Stelle muss ggf. auf empirische Untersuchungen zurückgegriffen werden, die u.a. zeigen, „dass Kunden sogenannte „soft-factors“ als wesentliche Verhaltenseigenschaften bei kundenorientierten Mitarbeitern erwarten, sodass dieser „weichen“ Mitarbeiterqualifikation sowohl seitens der Theorie als auch der Praxis ein maßgeblicher Anteil am positiven mitarbeiterseitigen Wirken zugesprochen wird“ (Thurau 2002, S. 83).
1. Einführung in die Fragestellung: Das Kapitel führt in die Themenstellung ein und erläutert die Zielsetzung, die Relevanz der Kundenorientierung sowie den Aufbau der Magisterarbeit.
2. Die Berufsausbildung – Anforderungen aus Sicht der Praxis: Hier werden der Wandel im Dienstleistungssektor und die daraus resultierenden neuen Anforderungen an Qualifikationsprofile in der Praxis beleuchtet.
3. Neuordnung der Berufe: Dieses Kapitel analysiert anhand des Beispiels der Speditionskaufleute, wie sich die Neugestaltung von Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen auf die Vermittlung von Kundenorientierung auswirkt.
4. Diskussion der Ergebnisse und Konsequenzen der beschriebenen Situation: Der Abschnitt diskutiert die Befunde im Hinblick auf das duale System und beleuchtet Themen wie Interpretationsoffenheit, Handlungsorientierung und Berufsförmigkeit.
5. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Kundenorientierung in die duale Berufsausbildung.
Kundenorientierung, duale Berufsausbildung, Speditionskaufleute, Qualifikationsanforderungen, Ausbildungsordnung, Rahmenlehrplan, Handlungsorientierung, Sozialkompetenzen, Schlüsselqualifikationen, Dienstleistungssektor, Berufsbildung, Kompetenzentwicklung, Interpretationsoffenheit, Wissensgesellschaft, Beruflichkeit
Die Arbeit untersucht, welche Bedeutung Kundenorientierung als Qualifikationsmerkmal in kaufmännischen Dienstleistungsberufen hat und wie dieses in den offiziellen Ausbildungsregelungen des dualen Systems verankert ist.
Zu den Kernbereichen gehören das Anforderungsprofil der Praxis, die curriculare Gestaltung durch Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne sowie die Debatte um Handlungsorientierung und Schlüsselqualifikationen.
Ziel ist es zu klären, ob die offiziellen Vorgaben der Berufsausbildung den steigenden Anforderungen an kundenorientiertes Handeln in der Praxis tatsächlich entsprechen oder ob hier Defizite bestehen.
Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Gegenüberstellung von Anforderungen der Praxis (basierend auf Studien) und den Inhalten aktueller Ausbildungsvorgaben im dualen System.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Anforderungen der Praxis, eine detaillierte Gegenüberstellung von Ausbildungsordnungen sowie eine berufspädagogische Diskussion über die Grenzen des dualen Systems.
Die zentralen Schlagworte sind Kundenorientierung, duale Berufsausbildung, Handlungsorientierung, Sozialkompetenzen, Ausbildungsordnung, Rahmenlehrplan und Kompetenzentwicklung.
Es dient als exemplarischer Fall für eine Neuordnung (im Jahr 2004), an dem sich besonders gut aufzeigen lässt, wie "offizielle" Anpassungen mit den tatsächlichen Anforderungen an Kundenorientierung korrespondieren.
Der Autor identifiziert eine "Interpretationsoffenheit" in den Ausbildungsgrundlagen, die einerseits Flexibilität ermöglicht, andererseits aber dazu führt, dass wichtige weiche Faktoren wie Kundenorientierung in der Praxis oft vernachlässigt werden.
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