Diplomarbeit, 2010
128 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Rechtliche Vorschriften
2.1 Grundsätze
2.1.1 Verfahren zur Gesetzgebung
2.1.2 Nationale Implementierung
2.1.3 Einhaltung internationaler Vorschriften
2.2 Anforderungen für geschlossene Rettungsboote
2.3 Anforderungen für Aussetz- und Einholvorrichtungen
3 Aussetzvorrichtungen
3.1 Davitanlagen
3.2 Drehpunktdavit
3.2.1 Bedienung eines Drehpunktdavits
3.2.2 Winde und Einwegkupplung
3.2.3 Entlastungsstander
3.2.4 Wiederaufnahmestander
3.3 Rollbahndavit
3.4 Inspektion der Davitanlage
3.4.1 Wöchentlich Inspektion
3.4.2 Monatlich Inspektion
3.4.3 Prüfung der Aussetzvorrichtung
3.4.4 Eingehende Überprüfung einer Davitanlage
4 Geschlossene Rettungsboote
4.1 Aufbau
4.1.1 Die Auslöseeinheit
4.1.2 Der Heißhaken
4.1.3 Die zwei Auslöseverfahren
4.1.3.1 „Off-Load-Release“ Verfahren
4.1.3.2 „On-Load-Release“ Verfahren
4.2 Übung zum Verlassen des Schiffes
4.2.1 Vorbereitung
4.2.2 Durchführung
4.3 Inspektion des geschlossenen Rettungsbootes
4.3.1 Wöchentliche Inspektion
4.3.2 Monatliche Inspektion
4.3.3 Eingehende Überprüfung des Rettungsbootes
4.3.4 Prüfung der Auslösevorrichtung
5 Rettungsbootsunfälle und Unfallursachen
5.1 Allgemein
5.2 Beispiele für Rettungsbootsunfälle
5.3 MT „Oliver Jacob“
5.3.1 Zusammenfassung des Unfallhergangs
5.3.2 Unfallursachen
5.3.2.1 Menschliches Versagen
5.3.2.2 Technische Ursachen
5.3.2.3 Wartung und Zertifizierung
6 Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit
6.1 Standardisierte Wartung und Instandhaltung
6.2 Ausbildung der Fachkräfte
6.3 Sicherheit während der Übung
6.4 Verbesserung der Handbücher
6.5 Einführung von Absturzsicherungen
6.6 Geplante Regulierungen
6.7 Fehler- Möglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA)
6.8 Technische Veränderungen
6.8.1 Safelaunch Release Hook
6.8.2 Triple 5 Heißhaken
6.8.2.1 Umsetzung
6.8.2.2 Vorteile
7 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die hohe Anzahl von Rettungsbootsunfällen bei Übungen und definiert auf Basis internationaler Vorschriften sowie praktischer Analysen geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Ein zentrales Ziel ist es, technische Schwachstellen der Auslösesysteme aufzuzeigen und Lösungsansätze für eine Standardisierung und erhöhte Zuverlässigkeit zu entwickeln.
4.1.2 Der Heißhaken
Ein Haken ist vorn und achtern am Rettungsboot angebracht. Beide sind von ihrem Aufbau her gleich konstruiert. Jeder Heißhaken hat die Besonderheit, dass sich die Öffnung nach oben dreht wenn der Haken unter Last steht, sofern er nicht gesichert wurde. Dies lässt sich durch den Drehpunkt erklären, der versetzt zum Lastpunkt des Heißhakens liegt.
Der sichtbare Teil eines Heißhakens besteht aus dem Haken selbst, zwei Grundplatten, einem Rückstellhebel (engl.: reset lever, cam lever), auch Nullstellungshebel genannt, und einer „Bolzenanzeige“ bzw. „Nullstellungsanzeige“. Der nicht sichtbare Teil besteht aus den bis zum Kiel verlaufenden Grundplatten. Zwischen diesen beiden verläuft der sich verjüngende Heißhaken, bis er senkrecht auf die Heißhakenhalterung bzw. auch Sperrklinke (engl.: hook retainer) genannt, trifft. Die Halterung, durch einen Auslösebolzen gesichert, soll verhindern, dass sich der Haken unter Last selbständig öffnet. Der Auslösebolzen (engl.: cam lever pin) kann über den Bowdenzug bzw. auch durch einen Rückstellhebel außen am Heißhaken bedient werden. Die Bolzenanzeige weist darauf hin, ob sich der Heißhaken im gesicherten Zustand befindet oder nicht.
1 Einleitung: Beschreibt den Hintergrund der hohen Rettungsbootsunfallzahlen und setzt das Ziel der Arbeit, Unfallursachen zu identifizieren und Sicherheitsmaßnahmen aufzuzeigen.
2 Rechtliche Vorschriften: Erläutert internationale und nationale Regelwerke wie SOLAS und LSA-Code, die als Grundlage für die Sicherheit von Rettungsmitteln dienen.
3 Aussetzvorrichtungen: Analysiert den technischen Aufbau und die Bedienung verschiedener Davitsysteme sowie die notwendigen Inspektions- und Wartungsroutinen.
4 Geschlossene Rettungsboote: Beschreibt den Aufbau der Auslösesysteme und Heißhaken sowie die Verfahren zur Durchführung sicherer Rettungsbootsübungen.
5 Rettungsbootsunfälle und Unfallursachen: Untersucht anhand von Statistiken und einer Fallstudie (MT „Oliver Jacob“) die Ursachen von Unfällen und identifiziert technische sowie menschliche Faktoren.
6 Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit: Diskutiert Ansätze wie verbesserte Wartung, Ausbildung, Handbücher, Absturzsicherungen und den Einsatz innovativer Heißhaken zur Reduzierung von Gefahren.
7 Zusammenfassung: Fasst die Erkenntnisse über die Ursachen der Unfälle zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit internationaler Standards und technischer Neuerungen.
Rettungsboot, Heißhaken, Aussetzvorrichtung, SOLAS, Unfallverhütung, Wartung, Auslösesystem, FMEA, Sicherheit, Davitanlage, Seeschifffahrt, Absturzsicherung, Besatzung, Risikomanagement, Zertifizierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Unfallursachen bei Rettungsbootübungen und der Entwicklung von Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von Aussetzvorrichtungen und Heißhaken.
Die zentralen Themen umfassen rechtliche Vorgaben, technische Konstruktion von Davits und Rettungsbooten, Unfallursachenforschung und Methoden zur Sicherheitsverbesserung.
Ziel ist es, die häufigen Fehlfunktionen bei Rettungsbootsmanövern durch eine tiefgehende Analyse der technischen und menschlichen Faktoren zu verstehen und Standardisierungen zur Unfallverhütung abzuleiten.
Es wurde eine Kombination aus Literaturanalyse rechtlicher Vorschriften, technischer Begutachtung der Konstruktionen und einer detaillierten Unfallfallstudie (MT „Oliver Jacob“) angewandt.
Der Hauptteil behandelt detailliert den technischen Aufbau von Davitanlagen und Heißhaken, deren Wartungsanforderungen sowie eine Fehleranalyse, die unter anderem FMEA-Ansätze einschließt.
Wesentliche Begriffe sind Heißhaken-Sicherheit, SOLAS-Konformität, Unfallursachenforschung, Risikominimierung und technische Instandhaltung von Rettungsmitteln.
Das Hauptproblem ist eine fehlende innewohnende Sicherungsstabilität, bei der ein versetzter Drehpunkt zum Lastpunkt dazu führen kann, dass der Haken unter Last bei einem Defekt des Sicherungsbolzens ungewollt auslöst.
Die Fallstudie dient als exemplarisches Beispiel, das aufzeigt, wie eine Verkettung von mangelnder Ausbildung, fehlerhafter Wartung und unzureichenden Handbüchern zu einem tödlichen Unfall führen kann.
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