Diplomarbeit, 2009
86 Seiten, Note: sehr gut
1 EINLEITUNG
1.1 AUSGANGSLAGE
1.2 FRAGESTELLUNG
1.3 ZIELE
1.4 AUFBAU DER ARBEIT
2 THE STATE OF THE ART
2.1 WISSENSERWERB ALS BESTANDTEIL VON WISSENSMANAGEMENT-KONZEPTEN
2.2 WISSENSERWERB UND WISSENSARBEITERINNEN
2.3 KOLLABORATIVER WISSENSERWERB
2.3.1 Kollaboration zwischen Organisationen
2.3.2 Kollaboration zwischen WissensarbeiterInnen
2.4 WISSENSERWERB IN KMU
2.5 KOOPERATION ALS WISSENSERWERBSTRATEGIE FÜR KMU
2.6 WEB 2.0 UND KOLLABORATIVER WISSENSERWERB – CHANCEN UND MÖGLICHKEITEN FÜR KMU
2.7 ZUSAMMENFASSUNG
3 EMPIRISCHER TEIL
3.1 WIFO-STUDIE ÜBER UMWELTTECHNOLOGIEBEREICH
3.2 METHODIK
3.2.1 Halbstandardisierte Leitfadeninterviews mit WissensarbeiterInnen
3.2.2 ExpertInneninterviews
3.2.3 Quantitative Umfrage mittels Online-Fragebogen
3.2.4 Statistische Auswertungsverfahren
3.3 ERGEBNISSE DER INTERVIEWS
3.3.1 ExpertInneninterview I
3.3.2 ExpertInneninterview II
3.3.3 Gruppeninterview mit WissensarbeiterInnen
3.3.4 Hypothesen
3.4 ERGEBNISSE DER ONLINE-BEFRAGUNG
3.4.1 Die TeilnehmerInnen
3.4.2 Die Unternehmen
3.4.3 Die Analyse
3.4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.4.5 Diskussion der Ergebnisse, Einschränkungen der Studie und offene Fragen
4 ANWENDUNG UND NUTZEN
Die Arbeit untersucht, wie WissensarbeiterInnen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Umwelttechnologiebereichs neues Wissen erwerben, wobei der Fokus auf dem Zusammenspiel von kollaborativen Strukturen, Netzwerken und dem Einsatz moderner Web 2.0-Technologien liegt.
2.3.2 Kollaboration zwischen WissensarbeiterInnen
Während in den oben beschriebenen "institutionalisierten" Formen der Zusammenarbeit die WissensarbeiterInnen als handelnde Akteure in gegenseitigen Schulungs- und Ausbildungsprozessen, organisierten sozialen Aktivitäten oder im Zuge von Personalaustausch den Wissenserwerb vorantreiben, sind sie in persönlichen sozialen Netzwerke vor allem beim Erwerb von implizitem Wissen (Cavusgil, Calantone & Zhao, 2003) und in solchen Unternehmen, die ihr Wissensmanagement auf Personalisierung im Sinne von Hansen, Nohria & Thierney (1999) aufgebaut haben, von zentraler Bedeutung.
Sowohl intern als auch extern erfolgt Wissenserwerb auf der Ebene der einzelnen WissensarbeiterInnen hauptsächlich über solche persönlichen Netzwerke (Fehéregyházy, 2004). Und dies auch dann, wenn das zu erwerbende Wissen leicht lehrbar ist oder wenn auf kodifiziertes Datenmaterial, z.B. in Form eines Knowledge Management Systems, zurückgegriffen hätte werden können (Brown, Dennis & Gant, 2006).
Dies gilt insbesondere für WissensarbeiterInnen im F & E-Bereich, wo ein hoher Anteil an implizitem Wissen extern erworben wird (Liu & Liu, 2008). Die Autoren erklären ihre Ergebnisse damit, dass im F & E-Bereich vor allem neues, kontroversielles Wissen von außen gefordert ist und dass dieses vor allem in impliziter Form vorliegt.
Ein wichtiger Aspekt ist, nicht nur neues Wissen zu erwerben, sondern auch ins Unternehmen zu transferieren. Auch dabei spielen persönliche Netzwerke zwischen den WissensarbeiterInnen eine entscheidende Rolle. Ähnlich wie beim Wissenstransfer und –erwerb zwischen Unternehmen gibt es auch hier eine Reihe von Faktoren, die diesen Prozess beeinflussen. Disterer (2001) führt eine Reihe von individuellen und im sozialen Kontext begründete Ursachen an, warum Wissen nicht oder nur zögerlich transferiert wird. Zu den Ersteren zählen Ängste vor Machtverlust, die Ablehnung von externem Wissen (Not-invented-here-Syndrom), Unsicherheit vor allem jüngerer MitarbeiterInnen und mangelnde Motivation durch den zusätzlichen Aufwand und die mangelnde Reziprozität. Zu den sozial begründeten Faktoren zählt er das Fehlen einer gemeinsamen Sprache (auch im übertragenen Sinn), die Tendenz zur Konfliktvermeidung sowie Konflikte, die aus Unterschieden zwischen individueller Anschauung und unternehmenseigenen Paradigmen entstehen (Disterer, 2001).
1 EINLEITUNG: Das Kapitel beschreibt die Ausgangslage, die zentrale Fragestellung zur Art des Wissenserwerbs in KMU sowie die Ziele und den Aufbau der Arbeit.
2 THE STATE OF THE ART: Hier werden theoretische Grundlagen des Wissenserwerbs, die Rolle von WissensarbeiterInnen sowie die Chancen von Kooperationen und Web 2.0-Technologien in KMU dargelegt.
3 EMPIRISCHER TEIL: Dieses Kapitel erläutert die Methodik der Untersuchung und präsentiert die Ergebnisse der durchgeführten Experten- und Gruppeninterviews sowie der quantitativen Online-Befragung.
4 ANWENDUNG UND NUTZEN: Das letzte Kapitel diskutiert die praktische Relevanz der Ergebnisse für Unternehmen und gibt Anstöße für die Gestaltung effizienter Wissenserwerbsprozesse.
Wissenserwerb, KMU, kooperative Netzwerke, Web 2.0, implizites Wissen, explizites Wissen, Wissensmanagement, Innovationsfähigkeit, WissensarbeiterInnen, Kollaboration, Wissenstransfer, Absorptionskapazität, Unternehmensführung, Online-Umfrage, empirische Studie.
Die Arbeit untersucht, wie WissensarbeiterInnen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Umwelttechnologiebereichs neues Wissen erwerben und welche Rolle dabei Netzwerke sowie moderne digitale Werkzeuge spielen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem individuellen versus kollaborativen Wissenserwerb, dem Einfluss von Unternehmensstrukturen und der Nutzung von Web 2.0-Technologien zur Unterstützung dieser Prozesse.
Das Hauptziel ist die Beschreibung des Wissenserwerbsprozesses aus Sicht der WissensarbeiterInnen und die Überprüfung, inwieweit kollaborative Ansätze und Technologien den Wissenserwerb in KMU tatsächlich unterstützen oder behindern.
Der Autor wählt einen Methodenmix bestehend aus einer Literaturanalyse, zwei Experteninterviews, einem qualitativen Gruppeninterview sowie einer quantitativen Online-Umfrage bei 150 KMU.
Im theoretischen Teil werden existierende Managementkonzepte und die Rolle von Netzwerken erläutert, während der empirische Teil die gesammelten Daten analysiert und die Hypothesen zur Arbeitsweise der WissensarbeiterInnen überprüft.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Wissenserwerb, KMU, kooperative Netzwerke, Web 2.0-Tools sowie implizites und explizites Wissen präzise beschreiben.
Überraschenderweise ist die Nutzung von Web 2.0-Tools in der Praxis derzeit noch sehr gering; die Befragten sehen in ihnen bisher keine entscheidende Rolle für ihren Wissenserwerb.
Der unternehmensinterne Wissensaustausch mit KollegInnen wird als mit Abstand wichtigste Quelle für den Wissenserwerb eingestuft.
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