Diplomarbeit, 2010
81 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Risiko und Risikoarten
2.1.1 Risikodefinition
2.1.2 Risikoarten und mögliche Kategorisierung
2.2 Abgrenzung des Risikocontrollings vom Risikomanagement
2.2.1 Risikomanagement
2.2.2 Risikocontrolling
2.3 Risikomanagementprozess und funktionale Einbettung des Risikocontrollings
2.3.1 Ausgangsbasis: Risikostrategiefestlegung
2.3.2 Hauptphasen des Risikomanagementprozesses
2.3.2.1 Erfassung
2.3.2.2 Bewertung
2.3.2.3 Steuerung
2.3.2.4 Kontrolle
2.3.3 Prozessphasenabhängige Koordination und unabhängige Prozesskontrolle
2.3.4 Risikoberichtswesen
2.3.5 Zwischenfazit
2.4 Instrumente des Risikocontrollings
3 Risikocontrolling in KMU
3.1 Quantitative Merkmale und Bedeutung von KMU
3.2 Qualitative Merkmale und resultierende Risiken
3.3 Status quo und die Rolle des Risikomanagements in KMU
3.4 Status quo und die Rolle des Risikocontrollings in KMU
3.5 Unternehmensexterne Anforderungen an das Risikomanagement und -controlling
3.5.1 Rechtliche Anforderungen
3.5.1.1 Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen
3.5.1.2 Das KonTraG als zentrale Rechtsvorschrift für Risikomanagement und -controlling
3.5.1.3 Die Ausstrahlungswirkung des KonTraG auf KMU
3.5.2 Bankenaufsichtsrechtliche Anforderungen bei der Inanspruchnahme von Fremdkapital
3.5.2.1 Basel II
3.5.2.2 Kreditvergabekriterien für KMU
3.6 Steigende Insolvenzen als maßgeblicher Grund für die Einrichtung eines Risikomanagementsystems
4 Ausgewählte Instrumente für das Risikocontrolling in KMU
4.1 Instrumente zur Erfassung von Risiken
4.1.1 Orientierungsgrundlage: Kategorienmodelle
4.1.2 Systematische Erfassung: Checklisten
4.1.3 Ergänzende Methoden: Kreativitätstechniken
4.2 Instrumente zur Bewertung von Risiken
4.2.1 Aggregation der erfassten Risiken: Risikoinventar
4.2.2 Objektivierung und Quantifizierung der das Risiko charakterisierenden Dimensionen
4.2.2.1 Quantitätsdimension: einfache informelle Schätzverfahren
4.2.2.2 Intensitätsdimension: Korrekturverfahren
4.2.2.3 Temporaldimension: Annualisierungsmethode
4.2.3 Strukturierung und Visualisierung der Ergebnisse: Risikoportfolien
4.3 Instrumente zur Kontrolle von Risiken
4.3.1 Kennzahlen- und Hochrechnungsbasierte Frühaufklärungssysteme
4.3.2 Indikatorbasierte Frühaufklärungssysteme
4.4 Interne und externe Informationsversorgung
4.5 Abschließendes Fazit zu den Instrumenten
5 Zusammenfasssung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, aus funktionaler und instrumenteller Perspektive aufzuzeigen, dass ein angemessen ausgestaltetes Risikocontrolling gerade für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) einen entscheidenden Beitrag zur ökonomischen Wertschöpfung und Existenzsicherung leisten kann.
4.1.3 Ergänzende Methoden: Kreativitätstechniken
Eine Checkliste deckt verschiedene Unternehmensbereiche ab und identifiziert hauptsächlich operative Risiken (Kaack 2006, S. 11). Dies reicht aber für eine möglichst vollständige Risikoerfassung nicht aus. Gerade strategische Risiken, die ein erhebliches Risikopotenzial bergen, sind wesentlich schwerer zu strukturieren und erfordern deshalb eine bereichsübergreifende Sichtweise (Henschel 2008b, S. 52).
Insbesondere Kreativitätstechniken sind gerade für die Erfassung von solchen nicht offensichtlichen Risiken geeignet (Romeike und Hager 2009, S. 174). Sie basieren auf „kreativen Prozessen, die durch divergentes Denken charakterisiert sind, um relativ flüssig und flexibel zu neuartigen Einfällen und originellen Lösungen zu gelangen“ (Romeike und Hager 2009, S. 128). Kreativitätstechniken generell sind durch eine erhebliche Methodenvielfalt gekennzeichnet. Dabei zählen insbesondere Brainstorming und das Brainwriting zu den Methoden, die von Praktikern sehr geschätzt werden (Hermann 1996, S. 346).
Im Rahmen dieser Techniken sollen in moderierten Gruppen die spontanen und ungehinderten freien Assoziationen der Teilnehmer dazu führen, dass für das Risikocontrolling Ideen zur Erfassung potenzieller und bestehender Risiken zusammengetragen werden (Oetzel 2007, S. 194). Beide Methoden erfordern wenig Know-how und können deshalb leicht erlernt werden. Das macht sie gerade für den Einsatz in KMU besonders interessant (Hermann 1996, S. 346). Als Orientierungsrahmen zur Ideengenerierung kann das vorgestellte Risikoprofil dienen.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Risikocontrolling für Unternehmen vor dem Hintergrund exzessiver Risiken, globaler Krisen und steigender Insolvenzzahlen.
2 Theoretische Grundlagen: In diesem Abschnitt werden Begriffe definiert und Risikocontrolling funktional vom Risikomanagement abgegrenzt, wobei der Risikomanagementprozess als inhaltlicher Rahmen dient.
3 Risikocontrolling in KMU: Hier wird der Status quo des Risikomanagements in kleinen und mittelständischen Unternehmen analysiert, wobei externe Anforderungen durch Gesetzgeber und Banken als wesentliche Treiber für den Aufbau formalisierter Risikosysteme identifiziert werden.
4 Ausgewählte Instrumente für das Risikocontrolling in KMU: Dieses Kapitel stellt praxistaugliche Methoden zur Risikoerfassung, -bewertung und -kontrolle vor, die den spezifischen Ressourcenbeschränkungen von KMU Rechnung tragen.
5 Zusammenfasssung und Ausblick: Das Fazit fasst den ökonomischen Mehrwert zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen wie die internationale Norm ISO 31000 und Solvency II.
Risikocontrolling, Risikomanagement, KMU, Basel II, Insolvenzprophylaxe, KonTraG, Frühaufklärungssysteme, Risikoinventar, Risikoportfolio, Businessplan, Risikoerfassung, Unternehmenssicherung, Rating, Risikostrategie, Instrumentenmix
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und der methodischen Ausgestaltung eines Risikocontrollings in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) vor dem Hintergrund veränderter ökonomischer Rahmenbedingungen.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen von Risiko und Risikomanagement, die spezifischen Anforderungen an KMU durch Gesetzgebung und Banken sowie die Auswahl und praktische Anwendung geeigneter Controlling-Instrumente.
Das Ziel ist es, aus funktionaler und instrumenteller Perspektive aufzuzeigen, dass ein angemessen ausgestaltetes Risikocontrolling einen ökonomischen Mehrwert bietet und entscheidend zur Existenzsicherung von KMU beiträgt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Forschung und Praxiskonzepte, die in ein schlüssiges, für KMU anwendbares Risikocontrolling-Konzept überführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einbettung, eine Analyse der KMU-spezifischen Besonderheiten und eine detaillierte Darstellung praxistauglicher Instrumente zur Erfassung, Bewertung und Kontrolle von Risiken.
Zentrale Begriffe sind Risikocontrolling, KMU, Basel II, Insolvenzprophylaxe, KonTraG und diverse Instrumente wie Frühaufklärungssysteme und Risikoportfolien.
Aufgrund geringerer Ressourcen und weniger komplexer Strukturen ist ein KMU-Risikocontrolling meist weniger formalisiert; es setzt auf einfachere, intuitiv verständliche Instrumente, die eine direkte Integration in bestehende Management- und Controllingstrukturen ermöglichen.
Basel II erhöht den Druck auf KMU zur Verbesserung ihrer Bonität; ein transparentes, funktionierendes Risikocontrolling-System verbessert die Rating-Ergebnisse und erleichtert somit den Zugang zu Fremdkapital.
Kreativitätstechniken wie Brainstorming oder Brainwriting ermöglichen es, auch nicht offensichtliche oder strategische Risiken zu erfassen, die über rein operative Checklisten hinausgehen, und sind dabei kostengünstig und leicht erlernbar.
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