Examensarbeit, 2010
68 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Definition der Begriffe Migration und Integration
2.2 Soziale Integration in der Bundes Republik Deutschland (aktuelle Lage)
2.2.1 Probleme und Schwierigkeiten der sozialen Integration
2.2.2 Lösungsvorschläge für eine soziale Integration
2.3 Die Kollektivisten
2.3.1 Erfolg durch die Unterstützung der Eltern
2.3.2 Erfolg durch die Unterstützung der Geschwister
2.3.3 Erfolg durch die Unterstützung der Freunde
2.3.4 Erfolg durch die Unterstützung der Schule und Lehrer
2.4. Die Individualisten
2.4.1 Erfolg durch die Unterstützung der Eltern
2.4.2 Erfolg durch die Unterstützung der Freunde
2.4.3 Erfolg durch die Unterstützung der Schule und Lehrer
2.5 Vergleich Kollektivisten und Individualisten
3 Praktischer Teil: Fallbeispiele
3.1 Shell-Jugendstudie 2000
3.2 Fallbeispiel 1: Yasemin und Ayse: „Wir vergessen nicht, dass wir Türken sind.“
3.3 Fallbeispiel 2: Reyhan: „Ich würde auch einen Helm tragen, darauf steht: ch bin Moslem.“
3.4 Fallbeispiel 3: Ayberk: „Meine Stärke kommt daher, dass ich weder deutsch noch türkisch bin.“
3.5 Fallbeispiel 4: Gönül:„Ich bin in diesem westlichen Denken drin.“
4 Fazit
Die Arbeit untersucht die soziale Integration von Migranten in Deutschland, wobei der Fokus auf dem Bildungserfolg der zweiten Generation liegt. Durch die Anwendung der Theorie der Kollektivisten und Individualisten nach Raiser auf Fallbeispiele aus der Shell-Jugendstudie 2000 wird analysiert, wie unterschiedliche familiäre Lebensweisen und Unterstützungsinstanzen den Bildungsweg und die Integration beeinflussen.
3.1 Shell-Jugendstudie
Die Shell-Jugendstudie 2000 ist eine qualitative Studie, in der deutsche und türkische Jugendliche über ihre Vorstellungen zu ihrem derzeitigen und zukünftigen Leben in der deutschen Gesellschaft befragt wurden. Qualitative Interviews und Gruppendiskussionen wurden mit insgesamt mit 48 Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren von sieben Sozialwissenschaftlern durchgeführt. Von besonderem Interesse war zu erfahren, wie die Jugendlichen ihre gegenwärtige und zukünftige Lebenssituation in Deutschland und Europa erleben und sehen, welche Verhaltensweisen, Regeln und Werte sie und ihr Leben leiten und wie ihre weitere Lebensplanung aussieht. (Vgl. Deutsche Shell 2000, 7.)
Die Auswertung erfolgte nach den Kriterien der qualitativen Inhaltsanalyse hinsichtlich Tendenzen und Trends. Aus den umfangreichen Transkripten der biografischen Interviews wurden verdichtet biografische Porträts geschrieben, die den Originalton und Erzählstil der Jugendlichen wiedergeben. In den biografischen Porträts kommen die Jugendlichen selbst zu Wort und erzählen ihren Lebensstil. Alle biografischen Porträts wurden in der vorliegenden Form von den Jugendlichen autorisiert und bei Minderjährigen zusätzlich von einem Erziehungsberechtigten. (Vgl. Deutsche Shell 2000, 39-42.)
Die nun folgenden vier Fallbeispiele sind biografische Porträts aus der Shell-Jugendstudie 2000. Zu Beginn werde ich die Biografie der einzelnen Jugendlichen kurz darstellen, um sie anschließend auf die Theorie der Individualisten und Kollektivisten zu beziehen. Die zentrale Frage, die hierbei aufkommt, ist, ob die Theorie auf die Praxis anwendbar ist und die Migranten im Fallbeispiel tatsächlich einem Migrationstyp zugeordnet werden können, oder ob es auch Mischformen gibt.
1 Einleitung: Einführung in das Thema Migration und soziale Integration sowie Vorstellung der zentralen These zur Bildungsintegration von Migranten.
2 Theoretischer Teil: Definition der Grundbegriffe, Erläuterung der aktuellen Lage in Deutschland und theoretische Einführung der Migrationstypen nach Raiser.
2.1 Definition der Begriffe Migration und Integration: Klärung der soziologischen Begrifflichkeiten von Migration und Integration im Kontext der Bundesrepublik Deutschland.
2.2 Soziale Integration in der Bundes Republik Deutschland (aktuelle Lage): Darstellung des aktuellen Bildungsstands und der Herausforderungen für Migranten in deutschen Schulen.
2.2.1 Probleme und Schwierigkeiten der sozialen Integration: Analyse von Bildungsdefiziten, kulturellen Faktoren und institutioneller Diskriminierung.
2.2.2 Lösungsvorschläge für eine soziale Integration: Aufzeigen von Ansätzen wie Sprachförderung und interkultureller Öffnung des Bildungssystems.
2.3 Die Kollektivisten: Definition des Migrationstyps, der an herkunftskulturellen Werten festhält und Bildung als Familienprojekt betrachtet.
2.3.1 Erfolg durch die Unterstützung der Eltern: Untersuchung des Einflusses elterlicher Erwartungen und Lebenslaufprogramme auf den Bildungserfolg.
2.3.2 Erfolg durch die Unterstützung der Geschwister: Die Rolle älterer Geschwister als Vermittler und Berater im Bildungsweg.
2.3.3 Erfolg durch die Unterstützung der Freunde: Bedeutung von Peer-Groups und sozialen Netzwerken bei der Kompensation fehlender elterlicher Unterstützung.
2.3.4 Erfolg durch die Unterstützung der Schule und Lehrer: Herausforderungen im Kontakt zwischen kollektivistisch geprägten Elternhäusern und Bildungsinstitutionen.
2.4. Die Individualisten: Definition des Migrationstyps, der auf Anpassung, soziale Integration und individuelle Förderung setzt.
2.4.1 Erfolg durch die Unterstützung der Eltern: Analyse des Erziehungsstils, der das Kind als Individuum fördert und Eigenständigkeit ermöglicht.
2.4.2 Erfolg durch die Unterstützung der Freunde: Untersuchung wie Freundesnetzwerke den Zugang zu kulturellem und sozialem Kapital für Individualisten ebnen.
2.4.3 Erfolg durch die Unterstützung der Schule und Lehrer: Die Bedeutung des frühzeitigen Kontakts zu schulischen Autoritäten für den Bildungserfolg.
2.5 Vergleich Kollektivisten und Individualisten: Gegenüberstellung beider Typen hinsichtlich ihrer Ziele, Werte und Integrationsstrategien.
3 Praktischer Teil: Fallbeispiele: Anwendung der zuvor erarbeiteten theoretischen Modelle auf vier konkrete biografische Porträts.
3.1 Shell-Jugendstudie 2000: Vorstellung der qualitativen Methode der Studie als Datengrundlage für die Fallanalysen.
3.2 Fallbeispiel 1: Yasemin und Ayse: „Wir vergessen nicht, dass wir Türken sind.“: Analyse der Schwestern hinsichtlich ihrer Verortung zwischen den beiden Migrationstypen.
3.3 Fallbeispiel 2: Reyhan: „Ich würde auch einen Helm tragen, darauf steht: ch bin Moslem.“: Untersuchung von Reyhans starker religiöser Identität und deren Einfluss auf ihre Integration.
3.4 Fallbeispiel 3: Ayberk: „Meine Stärke kommt daher, dass ich weder deutsch noch türkisch bin.“: Analyse eines Migranten, der nationale Identität zugunsten seiner Individualität zurückstellt.
3.5 Fallbeispiel 4: Gönül:„Ich bin in diesem westlichen Denken drin.“: Untersuchung von Gönüls Mischform-Existenz zwischen Integration und kultureller Bindung.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für ein besseres Verständnis zwischen Gesellschaft und Migranten.
Migration, soziale Integration, Bildungserfolg, Kollektivisten, Individualisten, Bildungsaufstieg, Migrationshintergrund, Shell-Jugendstudie, Humankapital, Identität, Diskriminierung, Bildungsbarrieren, Familienprojekte, Zweisprachigkeit, Soziale Netzwerke
Die Arbeit analysiert die soziale Integration von Migranten in der Bundesrepublik Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf den Faktoren für einen erfolgreichen Bildungsweg der zweiten Generation liegt.
Die Arbeit behandelt die Definitionen von Migration und Integration, die Rolle von Erziehungsstilen, das Konzept des sozialen Kapitals sowie die Herausforderungen durch Diskriminierung und unterschiedliche kulturelle Erwartungen.
Das Ziel ist es, die theoretischen Migrationstypen der "Kollektivisten" und "Individualisten" nach Raiser zu definieren und diese auf reale Fallbeispiele anzuwenden, um zu prüfen, ob sich Migranten eindeutig diesen Typen zuordnen lassen.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse soziologischer Literatur, die mit der Auswertung qualitativer Interviews (biografische Porträts) aus der Shell-Jugendstudie 2000 verknüpft wird.
Im praktischen Teil werden vier Einzelfallbeispiele (Yasemin und Ayse, Reyhan, Ayberk, Gönül) vorgestellt, deren Biografien detailliert analysiert und hinsichtlich ihrer Nähe zu den theoretischen Migrationstypen bewertet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Migration, soziale Integration, Bildungsaufstieg, Individualisten, Kollektivisten und intergenerationale Ressourcen beschreiben.
Kollektivisten betrachten den Bildungsaufstieg ihrer Kinder oft als Familienprojekt und legen Wert auf Tradition und Gehorsam, während Individualisten das Kind als Individuum fördern und Entscheidungen im Konsens treffen, was die Integration in die Mehrheitsgesellschaft erleichtert.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Theorie der zwei Typen als Analyseraster sehr hilfreich ist, die Praxis jedoch oft Mischformen hervorbringt und manche Migranten individuelle Wege gehen, die sich nicht eindeutig in eine der beiden Kategorien einordnen lassen.
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