Masterarbeit, 2010
75 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Jenseitsdarstellung im literarischen Medium
1.1 Hellenistisch
1.2 Im Alten Testament
1.3 In der jüdischen Apokalyptik
1.4 Im Neuen Testament
1.4.1 Bei Paulus
1.4.2 in der Offenbarung
1.4.3 bei Matthäus
2. Jenseitsdarstellung im visuellen Medium
2.1 Metaphern/ Motive/ Themen/ Bildelemente
2.2 Bildbetrachtungen
2.3 Zusammenfassung
3. Jenseitsdarstellung im Film
3.1 Wer früher stirbt ist länger tot
3.2 Der Brandner Kaspar – und das ewig‘ Leben
3.3 A matter of life and death (Irrtum im Jenseits)
3.4 Orphée
3.5 Gegenüberstellung
4. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Todes in Verbindung mit der Vorstellung eines Jenseitsgerichts. Ziel ist es, biblisch-theologische Ursprünge der Jenseitsvorstellung mit künstlerischen Darstellungen in Bildern sowie filmischen Variationen zu verknüpfen, um die Bedeutung von Gericht und Erlösung in verschiedenen Kontexten zu analysieren.
1.1 Hellenistisch
Für die kurze Darstellung des Toten- (Jenseits-)Glaubens greife ich weitestgehend auf eine sehr umfassende Darstellung von A. A. Fischer zurück der sich eingehend mit den Jenseitsvorstellungen im alten Orient und Alten Testament beschäftigt hat. In anderer Literatur fanden sich keine grundlegenden Differenzen zu seiner Sichtweise. Bei der Darstellung des Toten-(Jenseits-)Glaubens orientiert sich A. Fischer an archäologischen Funden, den beiden Werken Homers, Ilias und Odyssee und an Platon.
Für die mykenische Zeit dienen Grabfunde als Interpretation für den Totenglauben. Es gibt Funde von Schachtgräbern, Kuppel- und Kammergräbern. Letztere lassen darauf schließen, dass, nach Auffassung der Hinterbliebenen, der Tote nach der Beisetzung in irgendeiner Art weiterlebt und somit mit Haushaltsgegenständen und einer Behausung ausgestattet werden musste. Ihm zu Ehren wurde ein Leichenmahl abgehalten und Tiere geopfert um den Verstorbenen wohlgesonnen zu stimmen. Vermutlich aus Angst vor dem Toten wurden die Grabeingänge oft vermauert und mit Erde zugeschüttet.
Bis zur archaischen Epoche und den Werken Homers scheint sich ein Wandel in Bezug auf den Totenglauben vollzogen zu haben. Begräbnisbestattungen finden zwar weiterhin statt, die Kremation ist aber weit verbreitet. Sie hat zur Folge, dass nun vom körperliche zerstörten Toten keine vermeidliche Gefahr mehr ausgeht demzufolge allerdings auch ein Leichenmahl dem Toten zu Ehren obsolet wird.
0. Einleitung: Die Einleitung steckt den thematischen Rahmen ab, definiert den Fokus auf den Aspekt des Todes nach dem Sterben und führt in die methodische Herangehensweise ein.
1. Jenseitsdarstellung im literarischen Medium: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Übersicht über Jenseitsvorstellungen im Hellenismus, Alten Testament, in der jüdischen Apokalyptik sowie im Neuen Testament.
2. Jenseitsdarstellung im visuellen Medium: Es werden die zentralen Symbole und Motive der christlichen Gerichtsdarstellung in der bildenden Kunst analysiert und anhand von zwei historischen Beispielen verdeutlicht.
3. Jenseitsdarstellung im Film: Dieses Hauptkapitel analysiert vier verschiedene Filme hinsichtlich ihrer individuellen Darstellung von Tod und Gericht und vergleicht diese miteinander.
4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert aus theologischer Perspektive die moderne Faszination für das Ungewisse und die Rolle der Liebe in Todeserfahrungen.
Tod, Jenseits, Gericht, Auferstehung, Theologie, Film, Matthäusevangelium, Fegefeuer, Paradies, Symbolik, Liebe, Erlösung, Bildende Kunst, Eschatologie, Zwischenwelt.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Darstellungen von Tod und Gericht in verschiedenen kulturellen und theologischen Kontexten sowie deren Rezeption in Film und Kunst.
Die Arbeit verknüpft biblische Exegese mit kunstgeschichtlicher Symbolik und filmischer Narratologie.
Das primäre Ziel ist es, die Entwicklung und Bedeutung der Vorstellung eines Jenseitsgerichts zu beleuchten und aufzuzeigen, wie diese in modernen Medien verarbeitet werden.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, kombiniert mit einer exemplarischen Filmanalyse und kunsthistorischen Bildbetrachtungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine literarische Grundlegung, eine Analyse bildlicher Darstellungselemente und eine detaillierte Untersuchung von vier Filmen, die das Thema Tod und Gericht behandeln.
Die wichtigsten Schlagworte sind Tod, Jenseits, Gericht, Auferstehung, Theologie, Film, Liebe und Erlösung.
Der Film integriert kindliche Ängste und volkstümlichen Aberglauben in ein christlich geprägtes Narrativ des Gerichts, das sehr bildhaft und individuell verarbeitet wird.
Die Liebe dient in den Filmen oft als stärkstes Element, das sogar die jenseitige Ordnung oder ein drohendes Endgericht beeinflussen kann, und wird somit zum zentralen Hoffnungsträger.
Die gewählte Form eines Gerichts mit Geschworenen spiegelt das moderne Verständnis der Rechtsprechung wider und dient zur Wahrheitsfindung in einem Prozess, der durch einen administrativen Fehler im Jenseits notwendig wurde.
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