Forschungsarbeit, 2009
44 Seiten
1. Einleitung
2. Erster Teil – Zeitabschnitt von 179 – 1919
2.1 Verlassenschaftsabhandlung des Johann Grüner
3. Zweiter Teil – Zeitabschnitt von 1919 – 2009
3.1 Josef Pixner
3.2 Anton Pixner und Notburga Auer
3.3 Anna Pixner/ Pamer
3.4 Sebastian Pamer
3.5 Anton Pamer
3.6 Michael Pamer
4. Dritter Teil – Anhang
4.1 Verzeichnis der Namen der Besitzer
4.2 Hypothekarlasten auf den Hof
4.3 Dank
4.4 Schlusswort
4.5 Reisepass von Josef Pamer (1872)
Diese Arbeit dokumentiert die wechselvolle Geschichte des Unterorthofes von 1779 bis 2009. Ziel ist es, die häufigen Besitzerwechsel und die wirtschaftlichen Herausforderungen zu analysieren, die durch die ungünstige geografische Lage und eine hohe Schuldenlast geprägt waren, sowie die Konsolidierung des Hofes unter der Familie Pamer darzustellen.
Einleitung
In dieser Schrift wird versucht, ausgehend vom Jahre 1779, in dem der Theresianische Steuerkataster errichtet wurde, die wechselvolle Geschichte des Unterorthofes mit dem oftmaligen Besitzerwechsel in Verbindung mit der familiären und wirtschaftlichen Situation kurz zu behandeln und darzustellen. Als Quellenmaterial wurden neben dem Theresianischen Steuerkataster die Verfachbücher aus dem Landesarchiv in Bozen, das Grundbuch in Meran und die Matrikelbücher in St. Martin benützt. Im zweiten Teil der Schrift konnte auch zusätzlich noch mündlich tradiertes Wissen und von Eltern, Geschwistern und Verwandten überlieferte Aussagen in die Arbeit mit einfließen.
Im Urbar Meinhards II. von 1288 werden Unterort und die unmittelbaren Nachbarhöfe noch nicht genannt, außer der „Hof im Schatten“ (Mörrer) und Pircha. Dieser Weiler, die Gegend, wo der Unterorthof liegt, trägt noch für längere Zeit den Namen „Oberschatten“, ist demnach Wald- und Weidegebiet des genannten Schattenhofes. Anscheinend erfolgte die Urbarmachung und Besiedlung von Unterort und den Nachbarhöfen erst in der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg, in der zweiten Hälfte des 17. Jh.
Da es ein schattiger Ort ist, in dem drei Monate die Sonne nicht scheint (Dezember – Februar), trägt er im 18. und beginnenden 19. Jh. auch den Namen: „Guth im Schatten, unterer Theil“, aber auch „Guth im Ort, unterer Theil“ bzw. „Guth im Ort oder Schatten“. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. setzt sich die Hofbezeichnung „Unterort“ jedoch definitiv durch.
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise und die Quellenlage, die der historischen Untersuchung des Unterorthofes zugrunde liegen.
Erster Teil – Zeitabschnitt von 179 – 1919: Hier wird die chronologische Geschichte des Hofes von der Erstellung des Steuerkatasters bis zum Ende des Ersten Weltkriegs beschrieben, die von hoher Verschuldung geprägt war.
Zweiter Teil – Zeitabschnitt von 1919 – 2009: Dieser Teil behandelt die Stabilisierung des Hofes ab 1919 durch die Familie Pixner und Pamer sowie die sukzessive Modernisierung des Anwesens.
Dritter Teil – Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Listen der Besitzer, eine Aufstellung der historischen Hypothekarlasten sowie weiterführende Dokumente.
Unterorthof, Hofgeschichte, St. Martin, Familienbesitz, Agrargeschichte, Steuerkataster, Realitäten, Schuldenlast, Grundbuch, Erbfolge, bäuerliches Leben, Modernisierung, Passeiertal, Wirtschaftsgeschichte, Urkunden.
Das Buch dokumentiert die historische Entwicklung des Unterorthofes über einen Zeitraum von 230 Jahren, von 1779 bis 2009.
Die Arbeit behandelt die sozialen und wirtschaftlichen Lebensumstände der Hofbesitzer, die Gründe für häufige Besitzerwechsel und die spätere Konsolidierung des Familienbesitzes.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum der Hof über lange Zeit wirtschaftlich instabil war und wie er schließlich zu einer sicheren Heimat für die Familie werden konnte.
Es wurde eine quellenbasierte Analyse durchgeführt, unter anderem unter Verwendung des Theresianischen Steuerkatasters, von Verfachbüchern und Grundbuchauszügen sowie Zeitzeugenberichten.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei chronologische Epochen, wobei der erste Teil die instabile Zeit der häufigen Verkäufe bis 1919 und der zweite Teil die erfolgreiche Bewirtschaftung durch die Familie Pamer ab 1919 analysiert.
Zentrale Begriffe sind die Hofbezeichnung Unterort, die wirtschaftliche Realität vergangener Jahrhunderte, die Bedeutung von Erbschaften und die familiäre Identität.
Die geografische Lage am schattigen Nordhang und die schwierige Bewirtschaftbarkeit des kleinen Hofes machten es fast unmöglich, die notwendigen Erträge zur Abzahlung der Hypotheken zu erwirtschaften.
Mit dem Kauf durch Josef Pixner im Jahr 1919 begann eine neue Ära, in der der Hof von Schulden befreit wurde und innerhalb der Großfamilie gesichert werden konnte.
Sie belegen eindrucksvoll die erdrückende finanzielle Belastung, die über Generationen auf dem Hof lastete und oft als Verkaufsargument oder -grund diente.
Während die erste Schrift den Fokus auf Tradition und Identität eines seit 350 Jahren im Familienbesitz befindlichen Hofes legte, konzentriert sich dieses Werk auf einen Hof mit einer Geschichte zahlreicher Besitzerwechsel.
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