Magisterarbeit, 2008
187 Seiten, Note: 2,0
I Grundlegendes
1 Einleitung
2 Forschungsstand
3 Thematische Vorbemerkung
II Die Bildungspläne der deutschen Bundesländer für Kindertagesstätten
1 Methodik – Die Bewertungsmatrix zur Benotung der Bildungspläne
2 Der Beschluss der Jungendministerkonferenz / Kultusministerkonferenz vom 13. / 14.05.2004 bzw. 03. / 04.06.2004 zu einem gemeinsamen Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen
3 Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung
3.1 Allgemeines
3.2 Die Bildungsbereiche
3.3 Bewertung des Bayerischen Bildungsplans
4 Die Bildungspläne der übrigen Bundesländer
4.1 Baden-Württemberg – Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten
4.1.1. Allgemeines
4.1.2. Die Bildungsbereiche
4.1.3. Bewertung des Baden-Württembergischen Bildungsplans
4.2 Berlin – Berliner Bildungsprogramm für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt
4.2.1. Allgemeines
4.2.2. Die Bildungsbereiche
4.2.3. Bewertung des Berliner Bildungsprogramms
4.3 Brandenburg – Grundsätze der Förderung elementarer Bildung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung in Brandenburg
4.3.1. Allgemeines
4.3.2. Die Bildungsbereiche
4.3.3. Bewertung des Brandenburgischen Bildungsplans
4.4 Bremen – Rahmenplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich
4.4.1. Allgemeines
4.4.2. Die Bildungsbereiche
4.4.3. Bewertung des Bremer Bildungsplans
4.5 Hamburg – Hamburger Bildungsempfehlungen für die Bildung und Erziehung von Kindern in Tageseinrichtungen
4.5.1. Allgemeines
4.5.2. Die Bildungsbereiche
4.5.3. Bewertung der Hamburger Bildungsempfehlungen
4.6 Hessen – Bildung von Anfang an. Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen
4.6.1. Allgemeines
4.6.2. Die Bildungsbereiche
4.6.3. Bewertung des Hessischen Bildungsplans
4.7 Mecklenburg-Vorpommern – Rahmenplan für die zielgerichtete Vorbereitung von Kindern in Kindertageseinrichtungen auf die Schule
4.7.1. Allgemeines
4.7.2. Die Bildungsbereiche
4.7.3. Bewertung des Bildungsplans Mecklenburg-Vorpommerns
4.8 Niedersachsen – Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder
4.8.1. Allgemeines
4.8.2. Die Bildungsbereiche
4.8.3. Bewertung des Niedersächsischen Bildungsplans
4.9 Nordrhein-Westfalen – Bildungsvereinbarung NRW. Fundament stärken und erfolgreich starten
4.9.1. Allgemeines
4.9.2. Die Bildungsbereiche
4.9.3. Bewertung der Nordrhein-Westfälischen Bildungsvereinbarung
4.10 Rheinland-Pfalz – Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz
4.10.1. Allgemeines
4.10.2. Die Bildungsbereiche
4.10.3. Bewertung der Rheinland-Pfälzischen Bildungsempfehlungen
4.11 Saarland – Bildungsprogramm für Saarländische Kindergärten
4.11.1. Allgemeines
4.11.2. Die Bildungsbereiche
4.11.3. Bewertung des Saarländischen Bildungsprogramms
4.12 Sachsen – Der Sächsische Bildungsplan – ein Leitfaden für pädagogische Fachkräfte in Krippen, Kindergärten und Horten sowie für Kindertagespflege
4.12.1. Allgemeines
4.12.2. Die Bildungsbereiche
4.12.3. Bewertung des Sächsischen Bildungsplans
4.13 Sachsen-Anhalt – Bildungsprogramm für Kindertageseinrichtungen in Sachsen-Anhalt. Bildung: elementar – Bildung von Anfang an
4.13.1. Allgemeines
4.13.2. Die Bildungsbereiche
4.13.3. Bewertung des Bildungsprogramms Sachsen-Anhalts
4.14 Schleswig-Holstein – Erfolgreich starten. Leitlinien zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen
4.14.1. Allgemeines
4.14.2. Die Bildungsbereiche
4.14.3. Bewertung der Bildungsleitlinien Schleswig-Holsteins
4.15 Thüringen – Thüringer Bildungsplan für Kinder bis 10 Jahre
4.15.1. Allgemeines
4.15.2. Die Bildungsbereiche
4.15.3. Bewertung des Bildungsplans Thüringens
5 Gesamtbewertung
5.1 Gesamtauswertung der Bewertungsmatrix
5.1.1. Kategorie A – Räumliche Gestaltung / Materialien / Ausstattung
5.1.2. Kategorie B – Kooperationen / Eltern / Gemeinwesenorientierung
5.1.3. Kategorie C – Zentrale Forderungen / Zielstellungen und Fragestellungen
5.1.4. Kategorie D – Aktionen rund ums Buch / mit dem Buch
5.2 Begriffsproblematik Medien und Literacy
5.3 Besonderheiten und Auffälligkeiten
5.4 Forderungen
5.5 Exkurs „Abenteuer Buch“ – Ein Aktivitäten-Katalog
III Expertengespräche – Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung in der Umsetzung
1 Methodik – Die Leitfragen für die Expertengespräche
2 Die Einrichtungen
3 Fragen zur Medienausstattung
4 Fragen zum Bayerischen Bildungsplan, Bildungsbereich Sprache und Literacy
5 Fragen zur Medienerziehung
6 Gesamtbetrachtung
IV Schlussbemerkung
V Literaturangaben
1 Primärquellen
1.1 Bildungspläne und Handreichungen
1.2 Expertengespräche
1.3 Sonstige Quellen
2 Sekundärquellen
2.1 Literatur
2.2 Elektronische Quellen
VI Anhang
1 Bewertungsbögen
2 Protokolle der Expertengespräche
2.1 Bart, Luise. Katholischer Kindergarten Sankt Nikolaus
2.2 Gehrsitz, Margot. Waldorfkindergarten e.V.
2.3 Haselmann, Erika. Katholischer Kindergarten Herz Jesu
2.4 Höfig-Restaino, Ingrid. Kindergarten Perle
2.5 Kroninger, Claudia. Evangelischer Kindergarten Am Röthelheim
2.6 Sauerbeck, Evelyne. Evangelischer Kindergarten Im Heuschlag 10
2.7 Sepe, Ariana. Evangelischer Kindergarten Sankt Matthäus
2.8 Zimmermann, Brigitte. Katholischer Kindergarten Sankt Theresia
Die Magisterarbeit analysiert aus buchwissenschaftlicher Perspektive, wie das Medium Buch und die Kulturtechnik Lesen in den Bildungsplänen der deutschen Bundesländer für den Elementarbereich thematisiert werden. Hierbei wird ein besonderer Fokus auf die praktische Umsetzung im Kindergartenalltag unter Berücksichtigung des Bayerischen Bildungsplans gelegt, um Diskrepanzen zwischen theoretischen Vorgaben und pädagogischer Praxis zu identifizieren.
1 Einleitung
Wann beginnt das Lesenlernen? Schnell ist man geneigt, diese Frage wie folgt zu beantworten: Mit Beginn des ersten Schuljahres, denn dort lernen die Kinder das Alphabet und erwerben damit auch die Fähigkeit zu lesen. Und erst dann, so könnte man schlussfolgern, wird der Heranwachsende als Leser und damit für die (buchwissenschaftliche) Lese(r)forschung interessant. Diese Schlussfolgerung ist so unbedacht, wie die obige Antwort nach dem Beginn des Lesenlernens kurzsichtig ist. Kurzsichtig deshalb, weil Lesenlernen im weiteren Sinne nicht erst mit dem A der Alphabetisierung beginnt, sondern bereits im Kleinkindalter mit dem Einsetzten der Lesesozialisation, des Entwicklungsprozesses, der den Menschen zum Leser werden lässt.
Auf dem Weg bis zur Schule wird der Mensch unter anderem durch die Instanzen Familie und Kindergarten geprägt, die damit wesentlichen Anteil an seiner Lesesozialisation haben. In dieser Arbeit wird der Kindergarten in den Fokus gerückt und erstmals – der obigen Erkenntnis folgend – aus buchwissenschaftlicher Sicht der Frage nachgegangen, wie in diesem die Kulturtechnik Lesen und das damit verbundene Medium Buch thematisiert werden. Ausgangsbasis der Analyse sind die Bildungspläne der Bundesländer für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen.
Da die Bildungspläne maßgeblich von pädagogischen und soziologischen Fachkräften erarbeitet wurden bzw. werden und sich ebenso an pädagogisches Fachpersonal richten, können sie mit gutem Grund als Maßstab herangezogen werden; in ihnen – so ist anzunehmen – sind die pädagogischen Ansprüche an eine zu leistende Lesesozialisation in den Kindertagesstätten eingeschrieben.
I Grundlegendes: Der Abschnitt führt in die Thematik der Lesesozialisation im Kindergarten ein und erläutert den aktuellen Forschungsstand aus buchwissenschaftlicher Sicht.
II Die Bildungspläne der deutschen Bundesländer für Kindertagesstätten: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte, matrixgestützte Analyse und Bewertung der Bildungspläne aller deutschen Bundesländer hinsichtlich ihres Buchbezugs.
III Expertengespräche – Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung in der Umsetzung: Hier werden die Ergebnisse von qualitativen Interviews mit Kita-Leitungen präsentiert, die die praktische Umsetzung der bayerischen Vorgaben im Alltag beleuchten.
IV Schlussbemerkung: Der Autor resümiert die Analyseergebnisse und leitet aus dem Vergleich sowie den Expertengesprächen Forderungen für die zukünftige Gestaltung von Bildungsplänen ab.
Lesesozialisation, Kindertagesstätte, Bildungspläne, Buchwissenschaft, Literacy, Elementarpädagogik, Vorlesen, Medienkompetenz, Leseförderung, Schriftspracherwerb, Kindergarten, Elementarbereich, Bayerischer Bildungsplan, Medienpädagogik, Buchkultur
Die Arbeit untersucht, welchen Stellenwert das Medium Buch und die Kulturtechnik Lesen in den Bildungsplänen für den Elementarbereich in Deutschland haben und wie diese theoretischen Vorgaben in der Praxis umgesetzt werden.
Zentrale Themen sind die Lesesozialisation von Kindern, die Analyse pädagogischer Bildungspläne, der Stellenwert von Literacy und die Rolle von Kitas bei der frühen Leseförderung.
Das primäre Ziel ist es, die Qualität und Tiefe der Auseinandersetzung mit dem Medium Buch in den landesspezifischen Bildungsplänen zu bewerten und durch Expertengespräche zu prüfen, inwiefern diese Vorgaben im Kindergartenalltag tatsächlich greifen.
Der Autor verwendet eine eigens entwickelte Bewertungsmatrix, mit der die Bildungspläne systematisch auf Kriterien wie räumliche Gestaltung, Kooperationen, Zielstellungen und konkrete Aktivitäten rund ums Buch geprüft und benotet werden. Ergänzend dazu wurden qualitative Experteninterviews geführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Analyse der Bildungspläne aller 16 Bundesländer sowie in einen empirischen Teil, der die Ergebnisse aus den geführten Expertengesprächen in Erlanger Kitas auswertet.
Die wichtigsten Schlagworte sind Lesesozialisation, Literacy, Elementarpädagogik, Bildungspläne, Leseförderung und Medienkompetenz.
Die PISA-Studie von 2001 wird als Katalysator betrachtet, der die Bedeutung der frühkindlichen Leseförderung in den Fokus der bildungspolitischen Debatte gerückt hat, was zur Folge hatte, dass fast alle Länder Bildungspläne für den Elementarbereich konzipierten.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass zwischen den ambitionierten theoretischen Vorgaben der Bildungspläne und der täglichen Praxis in den Kitas eine erhebliche Lücke klafft, die oft durch fehlende Ressourcen wie Zeit, Personal und geeignete Räumlichkeiten bedingt ist.
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