Fachbuch, 2009
72 Seiten
Einleitung
Der Bauer in Tirol. Ein Streiflicht durch alte Zeiten. Von Georg Mühlberger
Vorgeschichte
Der Kauf des halben Untermagfeldhofes durch Veit Pamer
Die Rauterben und das Problem der Hofübergabe i. J. 1697
Veit Pamer, der zweite Hofbesitzer, als Stammvater der Familie Pamer auf Magfeld
Die Urkunde vom Jahre 1723 als Beispiel einer Verlassenschaftsabhandlung
Die Entwicklung vom kleinen Bauernhof zum Gutshof und Vorstellung der einzelnen Hofbesitzer
• Simon Pamer 1723 – 1766
• Johann Pamer 1766 – 1803
• Georg Pamer 1803 – 1834
• Joseph Pamer 1834 – 1871
• Josef Pamer 1871 – 1907
• Josef Pamer 1907 – 1934
• Josef Pamer 1934 – 1979
• Josef Pamer 1980 – 2008
Stammtafel der Familie Pamer zu Untermagfeld
Liste der im Familienbesitz befindlichen Urkunden
Quellen – und Literaturangabe
Dank
Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die 350-jährige Hof- und Familiengeschichte des Untermagfeldhofes im Passeiertal. Ziel ist es, durch die Analyse privater Urkunden und Archivdokumente die Entwicklung des landwirtschaftlichen Betriebs vom kleinen Bauernhof zum Gutshof darzustellen und die Ahnenreihe der Familie Pamer lückenlos zu dokumentieren.
Die Rauterben und das Problem der Hofübernahme von 1697
Euphemia Frick war die Tochter der Bauersleute Simon und Barbara Haller auf Breiteben und wurde die Frau Veit Pamers aus Fartleis, der in den 40-er und 50-er Jahren des 17. Jh. auf Breiteben arbeitete und wohnte. Im Kaufbrief von 1659 wird er Veit Pamer von Breiteben genannt. Sein älterer Bruder Hans hat den väterlichen Hof auf Oberfartleis geerbt und mit Gertraud Pfandler drei Söhne und drei Töchter gezeugt: Valtin (Hoferbe zu Fartleis), Matheis und Veit, Maria, Gertraud und Christine. Veit Pamer (Stifter) starb am 29. 12. 1696. Die beiden Neffen Matheis und Veit, die schon einige Zeit am Hofe des Onkels weilten, haben, noch bevor dieser starb, im Beisein des in ganz Passeier und darüber hinaus bekannten und geschätzten Kuraten von Moos, Michael Winnebacher, der dann auch vor Gericht als Zeuge auftrat, die mündliche Zusage der Erbschaft des Hofes zu Untermagfeld erhalten. Der eiligst herbei gerufene Gerichtsdiener kam zu spät zur Protokollierung eines schriftlichen Vertrages, da der Erblasser, der schon vorher sehr schwach und krank war, zuvor verstorben ist.
Es gibt drei verfachte Verlassenschaftsabhandlungen vom Jahre 1697: Die erste vom 10. Jänner, in der das Testament und die vorherigen Verträge des Erblassers von den Jahren 1659 und 1664 bestätigt, die Rauterben auf Seiten der Pamer- und Frick- Familien aufgezählt und die oben genannte mündliche Erbschaftserklärung samt Nennpreis des Hofes (2200 Gulden) protokolliert wurden.
Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation, die Familiengeschichte des Pamer-Hofes auf Basis von Originaldokumenten und Archivmaterial aufzuarbeiten.
Der Bauer in Tirol. Ein Streiflicht durch alte Zeiten. Von Georg Mühlberger: Dieser Gastbeitrag bettet die Hofgeschichte in den historischen Kontext der Tiroler Sozial- und Wirtschaftsgeschichte ein.
Vorgeschichte: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Weilers Magfeld und die urkundliche Erwähnung vor dem 17. Jahrhundert.
Der Kauf des halben Untermagfeldhofes durch Veit Pamer: Hier wird der Erwerb des Hofes durch den Stifter der Pamer-Familie im Jahr 1659 detailliert beschrieben.
Die Rauterben und das Problem der Hofübergabe i. J. 1697: Das Kapitel schildert die komplizierten Erbstreitigkeiten nach dem Tod von Veit Pamer und die gerichtliche Beilegung.
Veit Pamer, der zweite Hofbesitzer, als Stammvater der Familie Pamer auf Magfeld: Fokus auf die Konsolidierung des Hofbesitzes durch Veit Pamer und die Fortführung der Linie.
Die Urkunde vom Jahre 1723 als Beispiel einer Verlassenschaftsabhandlung: Das Kapitel analysiert eine konkrete Erbteilung als historisches Quellenbeispiel für das bäuerliche Wirtschaftsleben.
Die Entwicklung vom kleinen Bauernhof zum Gutshof und Vorstellung der einzelnen Hofbesitzer: Ein umfangreicher Teil, der die Biographien und baulichen Entwicklungen von 1723 bis 2008 chronologisch auflistet.
Untermagfeld, Pamer, Hofgeschichte, Passeiertal, Verlassenschaftsabhandlung, Bauerntum, Tirol, Ahnenforschung, Erbkontrakt, Viehzucht, Hofübergabe, Familienarchiv, Tradition, Sozialgeschichte, Agrarreform.
Das Buch dokumentiert die 350-jährige Geschichte des Heimathofes "Untermagfeld" der Familie Pamer im Passeiertal.
Die Themen umfassen die Hofübernahme, rechtliche Aspekte bäuerlicher Erbregelungen, die wirtschaftliche Entwicklung des Gutes sowie Traditionen und Lebensweisen der Familie über Generationen hinweg.
Das Ziel ist die Sicherung und Weitergabe des Familienwissens an nachkommende Generationen sowie die wissenschaftliche Rekonstruktion der Hofhistorie anhand von Primärquellen.
Der Autor stützt sich auf eine akribische Auswertung von Familienurkunden, Verfachbüchern und Steuerkatastern aus verschiedenen Jahrhunderten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Vorstellung der einzelnen Hofbesitzer, beginnend mit Veit Pamer im 17. Jahrhundert bis zum heutigen Tag.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Familiengeschichte, bäuerliches Brauchtum, Ahnenforschung und historische Urkundenanalyse beschreiben.
Es markiert den Beginn der Kontinuität der Familie Pamer auf dem Untermagfeldhof und illustriert die damals komplexen, oft strittigen Rechtsverhältnisse bei der Hofnachfolge.
Sie wirkten sich massiv auf die wirtschaftliche Stabilität aus und verzögerten beispielsweise Erbschaftsregelungen über Jahrzehnte hinweg.
Die Arbeit dokumentiert den Wandel von manueller Arbeit und einfacher Subsistenzwirtschaft hin zu einem modernen Gutshofbetrieb unter Einsatz technischer Hilfsmittel und Infrastrukturentwicklungen.
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