Bachelorarbeit, 2009
78 Seiten, Note: 1,3
Problemstellung und Gang der Untersuchung
1. Die Grundlagen der Unternehmensbewertung
1.1 Anlässe der Unternehmensbewertung
1.2 Ziele, Grundprinzipien und Werttheorien
1.2.1 Zielsetzung einer Bewertungsaufgabe
1.2.2 Werttheorien zur Grenzpreisermittlung
1.2.3 Hauptfunktionen der Unternehmensbewertung
1.2.4 Die Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen
1.3 Aktuelle Entwicklungen und Neuregelungen
1.3.1 Der IDW S 1 i.d.F. 2008 als Grundlage der Untersuchung
1.3.2 Einfluss der Steuerreform 2008 auf die Unternehmensbewertung
2. Die Methoden der Unternehmensbewertung
2.1 Grundprinzipien der DCF-Methoden
2.1.1 Übersicht der Bewertungsverfahren
2.1.2 Das Entity-Verfahren als Brutto Methode
2.1.2.1 Das Konzept des WACC-Ansatzes
2.1.2.2 Der Total Cashflow-Ansatz
2.1.2.3 Das Konzept des angepassten Barwertes
2.1.3 Das Equity-Verfahren als Netto Methode
2.1.3.1 Besonderheiten
2.1.3.2 Der Flow-to-Equity Ansatz
2.1.4 Die Konzeption des Zwei- Phasen Modells
2.2 Die Berechnung der bewertungsrelevanten Zahlungsströme
2.2.1 Bedeutung der Cashflows
2.2.2 Ermittlung der Cashflows
2.3 Die Berechnung Kalkulationszinsfußes
2.3.1 Die Grundlagen des CAPM
2.3.1.1 Die Portfoliotheorie als Ausgangspunkt des CAPM
2.3.1.2 Annahmen und Konzeption des Standard-CAPM
2.3.1.3 Äquivalenzgrundsätze der Unternehmensbewertung
2.3.2 Probleme und Einflüsse auf die Kapitalstruktur
2.3.2.1 Zirkularitätsproblem im WACC-Ansatz
2.3.2.2 Einfluss durch den Leverage Effekt
2.3.3 Ermittlung der Eigenkapitalkosten nach dem CAPM
2.3.3.1 Grundgedanken
2.3.3.2 Ermittlung des Basiszinssatzes nach der Methode von SVENSSON
2.3.3.3 Die Berücksichtigung der Risiken
2.3.3.3.1 Sinn und Zweck
2.3.3.3.2 Methoden der Risikoberücksichtigung
2.3.3.3.3 Die Bestimmung des marktspezifischen Risikos
2.3.3.3.4 Die Bestimmung des unternehmensspezifischen Risikos
2.3.3.3.4.1 Der Beta- Faktor als Risikomaß
2.3.3.3.4.2 Die Risikobestimmung bei börsennotierten Unternehmen
2.3.3.3.4.3 Die Risikobestimmung bei nicht-börsennotierten Unternehmen
2.3.4 Ermittlung des Fremdkapitalkostensatzes
2.3.5 Steuerberücksichtigung im WACC-Ansatz
2.3.5.1 Die Steuerbelastungen nach der UntStRef 2008
2.3.5.2 Die Steuerberücksichtigung auf Unternehmensebene
2.3.5.3 Die Berechnung der Steuervorteile bei Fremdfinanzierung
2.3.5.4 Die Steuerberücksichtigung auf Eigentümerebene
2.3.5.4.1 Anwendung des Tax-CAPM
2.3.5.4.2 Besonderheiten und Besteuerung bei der Bewertung von Personengesellschaften
2.3.5.5 Der Steuereinfluss auf die Fremdkapitalkosten
2.3.6 Die Berücksichtigung von Inflation und Wachstum
3. Case Study: Die Durchführung einer Unternehmensbewertung aufgrund gesellschaftsrechtlicher Regelung unter Anwendung der WACC-Methode
3.1 Beschreibung des Szenarios und allgemeine Prämissen
3.2 Vergangenheitsanalyse
3.3 Planungsrechnung unter Anwendung des Phasen-Modells
3.4 Plausibilisierung der Ergebnisse
3.5 Ermittlung des Kapitalisierungszinsfußes und Unternehmenswertberechnung
4. Thesenförmige Zusammenfassung
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) zur Unternehmensbewertung, identifiziert methodische Defizite und sensibilisiert Anwender für die komplexen Herausforderungen bei der Prognose werttreibender Faktoren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Integration aktueller steuerrechtlicher Rahmenbedingungen (Unternehmenssteuerreform 2008) in das Bewertungskalkül.
2.1.2.1 Das Konzept des WACC-Ansatzes
Bei der Bruttokapitalisierung wird der Marktwert eines Unternehmens in zwei Schritten ermittelt. Im ersten Schritt wird der Marktwert des Gesamtkapitals berechnet. Dieser ergibt sich, indem die periodenspezifischen Free-Cashflows (FCFs) abgezinst werden.
FCFs stellen Zahlungsströme aus einem rein „fiktiv“ eigenfinanzierten Unternehmen dar, dessen Fremdfinanzierungseinflüsse bereinigt werden müssen. Die Bereinigung ist sowohl für den WACC- als auch für den Adjusted-Present-Value (APV)- Ansatz zwingend notwendig.
Die zukünftigen Cashflows unterliegen dem subjektiven Wahrscheinlichkeitsmaß über das Eintreten möglicher Umweltzustände. Deshalb wird in dieser Untersuchung von dem Erwartungswert der Cashflows ausgegangen. Die Diskontierung im Weighted-Average-Cost-of-Capital-Ansatz (WACC) erfolgt mit den gewogenen durchschnittlichen Kapitalkosten, da davon ausgegangen wird, dass das zur Unternehmensfinanzierung erforderliche Kapital von Eigentümern und Fremdkapitalgebern zur Verfügung gestellt wird. Um zum Unternehmensgesamtwert zu gelangen, muss dann, in einem zweiten Schritt der Marktwert des Fremdkapitals vom Marktwert des Gesamtkapitals abgezogen werden.
1. Die Grundlagen der Unternehmensbewertung: Einführung in die Anlässe, Werttheorien und Grundprinzipien, die für eine professionelle Unternehmensbewertung unerlässlich sind.
2. Die Methoden der Unternehmensbewertung: Detaillierte Darstellung und Systematisierung der DCF-Verfahren sowie die Herleitung der Kapitalkosten unter Berücksichtigung von Risiken, Steuern und Kapitalstruktur.
3. Case Study: Die Durchführung einer Unternehmensbewertung aufgrund gesellschaftsrechtlicher Regelung unter Anwendung der WACC-Methode: Praktische Veranschaulichung der theoretischen Konzepte anhand einer fiktiven Bewertung der ABC-AG im Rahmen eines Squeeze-Out Verfahrens.
4. Thesenförmige Zusammenfassung: Zentrale Erkenntnisse und kritische Würdigung der diskutierten DCF-Verfahren und deren Grenzen.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Leistungsfähigkeit von DCF-Methoden als Kompromisslösung und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Bewertungstheorie.
Unternehmensbewertung, Discounted Cashflow, WACC-Ansatz, CAPM, Eigenkapitalkosten, Fremdkapitalkosten, Unternehmenssteuerreform 2008, Tax-Shield, Kapitalkosten, Marktrisikoprämie, Beta-Faktor, Unternehmenswert, Zirkularitätsproblem, Cashflow-Orientierung, Investitionsentscheidung.
Die Arbeit analysiert kritisch die international gebräuchlichen Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) zur Unternehmensbewertung und deren Anwendung in der Praxis, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller steuerrechtlicher Änderungen.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Bewertung, die Systematisierung verschiedener DCF-Ansätze, die Ermittlung von Kapitalkosten mittels CAPM sowie die komplexe Einbeziehung von Steuereffekten und Risikofaktoren.
Das Hauptziel besteht darin, Defizite der dominierenden Bewertungsmethoden aufzuzeigen und Unternehmensbewerter für die methodischen Probleme – insbesondere bei der Prognose und der steuerlichen Berücksichtigung – zu sensibilisieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer praktischen Illustration der WACC-Methode durch ein fallbezogenes Modellbeispiel (Case Study).
Im Hauptteil werden die DCF-Methoden systematisiert, die Berechnung des Kalkulationszinsfußes detailliert hergeleitet (CAPM, Beta-Faktoren) und die spezifische Auswirkung der Unternehmenssteuerreform 2008 auf die Bewertung analysiert.
Wichtige Begriffe sind DCF-Verfahren, WACC, CAPM, Steuereinflüsse, Kapitalkosten, Unternehmenssteuerreform, Zirkularitätsproblem und Bewertungsanlässe.
Der Autor identifiziert das Zirkularitätsproblem als eine zentrale Schwachstelle, da der Marktwert des Eigenkapitals für die Berechnung des WACC benötigt wird, obwohl dieser erst durch die Diskontierung mit dem WACC ermittelt wird, und diskutiert Lösungsansätze wie mathematische Iteration.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Unternehmensbewertungen mittels DCF-Methoden stets als „Kompromiss“ zu verstehen sind, da sie auf theoretischen Modellannahmen basieren und die Zukunft letztlich unvorhersehbar bleibt.
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