Bachelorarbeit, 2024
86 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
2. Probleme und Herausforderungen in der beruflichen Rehabilitation
2.1 Grundlagen der Rehabilitation
2.1.1 Formen rehabilitativer Leistungen in Abgrenzung zur beruflichen Rehabilitation
2.1.2 Berufliche Rehabilitation als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben
2.1.2.1 Völker- und nationalrechtliche Grundlagen der beruflichen Rehabilitation
2.1.2.2 Leistungsträger und Leistungserbringer als Akteure der beruflichen Rehabilitation
2.1.2.3 Die ICF als Bezugsmodell der beruflichen Rehabilitation
2.2 Psychische Erkrankungen im Kontext von Erwerbstätigkeit und beruflicher Rehabilitation
2.2.1 Arbeitssituation psychisch erkrankter Menschen
2.2.2 Bedeutung der Erwerbstätigkeit für Menschen mit psychischen Erkrankungen
2.2.3 Psychisch erkrankte Rehabilitand:innen als Adressat:innen der beruflichen Rehabilitation
2.3 Diskontinuierliche Verläufe und Dropouts während der beruflichen Rehabilitation
2.3.1 Dropoutquoten in Berufsförderungswerken
2.3.2 Abbruchbegünstigende Gründe und Ursachen
2.3.3 Auswirkungen psychischer Erkrankungen auf den Rehabilitationsverlauf
3. Soziale Arbeit im Kontext der beruflichen Rehabilitation
3.1 Lebensweltorientierung als Bezugstheorie für rehabilitatives Handeln
3.2 Casemanagement als Handlungsfeld Sozialer Arbeit in der beruflichen Rehabilitation
3.2.1 Ressourcenorientierte Sozialarbeit in Berufsförderungswerken
3.2.2 Integration von Biografiearbeit in ressourcenorientierte Rehabilitationsstrategien
4. Diskussion
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, mit welchen sozialarbeiterischen Interventionsmöglichkeiten psychisch erkrankte Rehabilitand:innen in der beruflichen Rehabilitation gestärkt werden können, um diskontinuierliche Verläufe und vorzeitige Maßnahmenabbrüche (Dropouts) erfolgreich zu vermeiden.
2.2.3 Psychisch erkrankte Rehabilitand:innen als Adressat:innen der beruflichen Rehabilitation
Menschen mit psychischen Erkrankungen unterliegen besonderen Anforderungen während einer beruflichen Rehabilitation. Bei dieser Gruppe der Leistungsberechtigten muss eine genaue Betrachtung des individuellen Krankheitsbildes vorgenommen werden, um Einzelfallentscheidungen hinsichtlich einer beruflichen Wiedereingliederung zu treffen. Dies ist daraus begründet, dass das Leben psychisch erkrankter Personen von zahlreichen, individuellen Stressoren geprägt sein kann und eine Wiedererkrankung während der Rehabilitation jederzeit möglich ist (vgl. Mecklenburg 2015, S. 281).
Adams-Flach (2015) hebt die Bedeutung einer individuellen Passung zwischen dem gegenwärtigen Leistungsvermögen einer Person und den Anforderungen einer beruflichen Rehabilitation hervor. Festgestellt werden muss, ob eine psychische, kognitive oder psychomentale Stabilisierung notwendig ist, ob Hemmnisse abgebaut oder Ressourcen aufgebaut werden müssen, um eine gelingende berufliche Rehabilitation zu ermöglichen, die nicht mit Überforderungen einhergeht, aus der neue psychische Belastungen resultieren können (vgl. ebd. S. 312).
Aus diesem Grund führen die BFWe vor einer Umschulung ein Reha-Assessment durch, bei denen sowohl eine berufliche Eignung als auch eine ausreichende psychische Stabilität eignungsdiagnostisch überprüft werden, um individuelle Rehabilitationsmöglichkeiten zu eruieren (vgl. Mecklenburg 2015, S. 281). Unter anderem sollen in Beratungsgesprächen aus dem Lebenslauf heraus realistische Ziele und Motivationen von Rehabilitand:innen gefunden werden und überprüft werden, ob diese Ziele tragfähig und realistisch umsetzbar sind (vgl. Haerlin 2015, S. 229).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung der beruflichen Rehabilitation im Kontext einer alternden Gesellschaft und zunehmender psychischer Erkrankungen dar, die eine frühzeitige Intervention notwendig machen.
2. Probleme und Herausforderungen in der beruflichen Rehabilitation: Dieses Kapitel analysiert die komplexen Barrieren für psychisch erkrankte Menschen im Erwerbsleben sowie die strukturellen Ursachen für diskontinuierliche Verläufe und Maßnahmenabbrüche.
3. Soziale Arbeit im Kontext der beruflichen Rehabilitation: Hier wird die Rolle der Sozialen Arbeit beleuchtet, insbesondere durch Ansätze der Lebensweltorientierung und des Casemanagements, um Rehabilitand:innen individuell zu fördern.
4. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Lichte der aktuellen Forschung und diskutiert die Wirksamkeit sozialarbeiterischer Methoden.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Notwendigkeit professionellen sozialarbeiterischen Interventionshandelns, um Teilhabe am Arbeitsleben langfristig zu sichern.
Berufliche Rehabilitation, Psychische Erkrankungen, Soziale Arbeit, Dropout, Maßnahmenabbruch, Casemanagement, Ressourcenorientierung, Biografiearbeit, Lebensweltorientierung, Teilhabe, Erwerbsfähigkeit, Berufsförderungswerk, Resilienz, Empowerment.
Die Publikation befasst sich mit den Schwierigkeiten, die psychisch erkrankte Menschen in der beruflichen Rehabilitation erleben, und wie die Profession der Sozialen Arbeit diese Prozesse stabilisieren kann.
Zentrale Themen sind die berufliche Wiedereingliederung, die Analyse von Abbruchursachen (Dropouts) bei psychischen Vorerkrankungen sowie die Anwendung spezifischer Methoden wie Casemanagement und Biografiearbeit.
Das Ziel ist es zu untersuchen, welche sozialarbeiterischen Interventionsmöglichkeiten psychisch erkrankte Rehabilitand:innen stärken, um diskontinuierliche Verläufe und Abbrüche effektiv zu vermeiden.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und explorativen Suche in einschlägigen Fachdatenbanken zur beruflichen Rehabilitation.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (ICF, Vulnerabilitäts-Stress-Modell) als auch praktische Handlungsansätze der Sozialarbeit (Lebensweltorientierung, Stärkenperspektive) verknüpft.
Die wichtigsten Begriffe sind berufliche Rehabilitation, Dropout, psychische Erkrankungen, Casemanagement und Ressourcenorientierung.
Sie ermöglicht es, bisheriges Scheitern aufzuarbeiten, Ressourcen zu identifizieren und einen positiven Bezugsrahmen für neue berufliche Ziele zu schaffen, statt nur in einer negativen Vergangenheit zu verharren.
Die ICF bietet ein standardisiertes biopsychosoziales Modell, das hilft, die individuelle Funktionsfähigkeit sowie Barrieren und Förderfaktoren systematisch zu erfassen und entsprechende Hilfsangebote zielgenau zu planen.
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