Diplomarbeit, 2003
94 Seiten, Note: 1,3
1 Problemstellung, Zielsetzung und Struktur der vorliegenden Arbeit
1.1 Wirtschaftliche Probleme eines handwerklichen Bildungszentrums
1.2 Mögliche Lösungsansätze durch ein effizientes Marketingkonzept
1.3 Struktur der vorliegenden Arbeit
2 Einbindung des Bildungszentrums der Handwerkskammer Düsseldorf in die Organisationsstrukturen des Handwerks in Deutschland
2.1 Definition des „Handwerks“
2.2 Handwerk in Zahlen
2.3 Handwerksorganisation in Deutschland
2.4 Organisation des Handwerks in Nordrhein-Westfalen
2.5 Struktur des Bildungszentrums der Handwerkskammer Düsseldorf
3 Marketing
3.1 Begriffsbestimmungen
3.1.1 Wesen und Aufbau einer Marketingkonzeption
3.1.2 Analyse der Marketing-Situation
3.1.3 Festlegung der Marketingziele
3.1.4 Darstellung verschiedener Marketingstrategien in Bezug auf Bildungsanbieter
3.1.5 Marketinginstrumente für Bildungsleistungen
3.2 Besonderheiten im Marketing für „Non-Profit“ Organisationen
4 Marketingkonzeption für das Bildungszentrum der Handwerkskammer Düsseldorf
4.1 Produkt-Mix
4.1.1 Ermittlung der Kundenbedürfnisse
4.1.2 Abstimmung der Produktpolitik auf die Kundenbedürfnisse
4.1.3 Erstellung eines Angebots-Portfolio
4.1.4 Qualitätssicherungsmaßnahmen
4.2 Kontrahierungs-Mix
4.2.1 Preispolitik als Ergebnis interner Kalkulationen stellt die Frage:
4.2.2 Konditionenpolitik in Bildungszentren
4.2.3 Mahnwesen
4.3 Distributions-Mix
4.3.1 Interne und externe Vertriebsorgane
4.3.2 Interne und externe Vertriebssysteme
4.3.3 E-learning als neue Form der Wissensvermittlung
4.4 Kommunikations-Mix
4.4.1 Persönlicher Verkauf
4.4.2 Arten und Einsatzmöglichkeiten der Werbung
4.4.3 Verkaufsförderung
4.4.4 Public – Relation (Öffentlichkeitsarbeit)
4.4.5 Direct-Marketing
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die wirtschaftliche Situation handwerklicher Bildungszentren am Beispiel der Handwerkskammer Düsseldorf und entwickelt ein professionelles Marketingkonzept. Ziel ist es, durch eine kundenorientierte Strategie trotz veränderter Rahmenbedingungen und steigenden Konkurrenzdrucks die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung der Bildungsstätte zu gewährleisten.
Geänderte Rahmenbedingungen
Die Bedeutung des kundenorientierten Marketing für das Handwerk wird in den kommenden Jahren zunehmen, wenn sich Unternehmen angesichts sinkender Preis-Leistungsverhältnisse, zunehmenden Konkurrenzdrucks und vermehrter Standardisierung nicht mehr allein auf Qualität und technischen Vorsprung ihrer Produkte stützen können. Es wird zuwenig berücksichtigt, was der Kunde erwartet. Wenn Produkt und Service nicht die Bedürfnisse des Kunden treffen, ist die unternehmerische Strategie falsch angelegt. Das Handwerk muss sich generell also fragen, ob es genügend kundenorientiert ist und handelt. Kundenorientierung bedeutet darüber nachzudenken, was der Kunde will und braucht.
Im Handwerk dominiert der Inhaber meist als hervorragender Meister und Techniker, der sich „gezwungenermaßen“ mit kaufmännischen Aufgaben befasst. Als Folge geänderter Rahmenbedingungen beginnt sich aber der Stellenwert des „Kaufmännischen“ auch im Handwerk zu ändern. Etwa Mitte der 50er Jahre fand der Übergang vom Verkäufer zum Käufermarkt statt. Das heißt, dass das Angebot an handwerklichen Dienstleistungen die Nachfrage übersteigt.
Dies bedeutet für den Handwerksmeister eine Abkehr vom reinen Produktionsdenken, bedeutet das Führen des Betriebes vom Markt her. Dieser Prozess muss durch die Organisation des Handwerks – Handwerkskammern und Fachverbände (vgl. Kap 2.3) – gefördert und unterstützt werden.
1 Problemstellung, Zielsetzung und Struktur der vorliegenden Arbeit: Beleuchtet die wirtschaftlichen Herausforderungen handwerklicher Bildungszentren und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Einbindung des Bildungszentrums der Handwerkskammer Düsseldorf in die Organisationsstrukturen des Handwerks in Deutschland: Beschreibt den institutionellen Rahmen und die Stellung der Handwerkskammer sowie deren Bildungszentrum.
3 Marketing: Vermittelt theoretische Grundlagen des Marketings und deren spezifische Anwendung auf "Non-Profit"-Organisationen.
4 Marketingkonzeption für das Bildungszentrum der Handwerkskammer Düsseldorf: Erarbeitet konkrete strategische Marketinginstrumente unterteilt in Produkt-, Kontrahierungs-, Distributions- und Kommunikations-Mix.
5 Fazit: Fasst die Notwendigkeit des kundenorientierten Umdenkens zusammen und betont die Bedeutung von Effizienzsteigerungen und innovativen Ansätzen für die Zukunft.
Handwerk, Bildungszentrum, Marketingkonzeption, Handwerkskammer Düsseldorf, Kundenorientierung, Weiterbildung, Produkt-Mix, Preispolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik, Qualitätssicherung, Wettbewerbsvorteil, Non-Profit-Organisation, strategische Planung, Existenzgründung.
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und die Entwicklung eines kundenorientierten Marketingkonzepts für ein handwerkliches Bildungszentrum, um dessen wirtschaftliche Existenz und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Im Fokus stehen die Anpassung an veränderte Marktbedingungen, die Anwendung von Marketing-Mix-Instrumenten im Bildungssektor sowie die besondere Rolle von "Non-Profit"-Organisationen im Handwerk.
Ziel ist es, einen praktischen Handlungsleitfaden zu bieten, mit dem das Bildungszentrum der Handwerkskammer Düsseldorf bestehende Marktchancen verbessern und neue Zielgruppen erschließen kann.
Es wird eine fundierte Literaturanalyse mit einer praxisnahen situationsspezifischen Analyse kombiniert, ergänzt durch die Anwendung strategischer Modelle wie der SWOT-Analyse und der Break-Even-Rechnung.
Der Hauptteil erarbeitet detailliert die vier Bereiche des Marketing-Mix: Produktgestaltung, Preis- und Konditionenpolitik, Vertriebskanäle (Distribution) und die zielgerichtete Kundenkommunikation.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Handwerksmarketing, kundenorientierte Unternehmensführung, Bildungsqualität, Wettbewerb und strategische Planung charakterisieren.
Die Reformpläne drohen durch den Wegfall des Meisterzwangs die Nachfrage nach traditionellen Meisterschulen zu senken, was das Bildungszentrum dazu zwingt, neue Dienstleistungen und Nischenangebote zu entwickeln.
E-Learning bietet orts- und zeitunabhängige Lernformate, die bei Kombination mit Präsenzphasen nachhaltige Lernerfolge versprechen und somit als strategische Investition für den Bildungsmarkt von morgen dienen.
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