Diplomarbeit, 2009
111 Seiten, Note: 2,0
1 Aktuelle Herausforderungen im Bereich Beschaffung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Theoretische Grundlagen der Beschaffung
2.1 Begriffsabgrenzungen
2.2 Objektumfang der Beschaffung
2.3 Aufgaben der Beschaffung
2.4 Ziele der Beschaffung
2.5 Übersicht über Beschaffungsstrategien
2.5.1 Normstrategien in der Beschaffung
2.5.2 Sourcing-Strategien
2.6 Beschaffungskosten
2.7 Beschaffungsinformationssysteme
2.7.1 Berichtswesen
2.7.2 Beschaffungsmarktforschung
3 Performance Measurement
3.1 Grundlagen des Performance Measurement
3.1.1 Ziele und Aufgaben des Performance Measurement
3.1.2 Kennzahlen
3.1.3 Kennzahlenarten
3.1.4 Indikatoren
3.1.5 Performance Measurement-Systeme
3.2 Hierarchieebenen der Leistungsindikatoren
3.3 Einsatzgebiete des Performance Measurement
3.3.1 Prozessbasiertes Performance Measurement
3.3.2 Kostenbasiertes Performance Measurement
3.3.3 Qualitätsbasiertes Performance Measurement
3.4 Benchmarking als Performance Measurement Konzept
3.4.1 Grundlagen des Benchmarking
3.4.2 Arten des Benchmarking
3.4.3 Vorgehensweise für das Benchmarking
4 Grundlegendes zum Performance Measurement in der Beschaffung
4.1 Prozess zur Entwicklung eines Performance Measurement Systems
4.2 Definition der Beschaffungsleistung
4.3 Ansatzpunkte zur Leistungsmessung in der Beschaffung
4.3.1 Materialbeitrag des Einkaufs
4.3.2 Verbindlichkeitenmanagement
4.3.3 Bestandscontrolling
4.3.4 Leistungen in den Einkaufsprozessen
5 Einsatz des Prozessbenchmarking zur Steigerung der Beschaffungsleistung
5.1 Projektdurchführungsplanung
5.1.1 Rahmenplanung
5.1.2 Interne Analyse der Beschaffungsprozesse
5.1.3 Komplexitätsanalyse der Beschaffungsprozesse
5.1.4 Operationalisierung der Beschaffungsleistungen
5.1.4.1 Prozesseffektivität
5.1.4.2 Prozesseffizienz
5.1.4.3 Zentrale Performance-Dimensionen der Effizienz
5.1.5 Automatisierung von Messprozessen
5.1.6 Performance Measurement-Systeme in der Beschaffung
5.2 Suche und Auswahl eines geeigneten Vergleichspartners
5.3 Analyse der Wettbewerbsdaten
5.4 Umsetzung von Prozessverbesserungen
5.4.1 Möglichkeiten zur Zielwertformulierung
5.4.2 Entwicklung und Implementierung eines Aktionsplans
5.5 Implementierung eines Benchmarking-Controlling
5.6 Beurteilung
5.6.1 Performance Measurement
5.6.2 Benchmarking
6 Ausblick auf zukünftige Herausforderungen
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung des Performance Measurement und des Benchmarking-Konzepts zur Optimierung von Beschaffungsprozessen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Beschaffungsleistungen messbar gemacht, strategisch gesteuert und durch den Vergleich mit Best Practices effizienter gestaltet werden können, um so zur Steigerung des Unternehmenserfolgs beizutragen.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Dass die Beschaffung auf Grund des steigenden Anteils an fremdbezogenen Materialien in hohem Maße zum Unternehmenserfolg beiträgt, steht außer Frage. Jedoch befindet sich der Wandel der Beschaffung von der reinen Bestellschreiberfunktion, die mit einer Reduktion der Materialpreise einher geht, hin zur strategisch relevanten Tätigkeit, noch in den Anfängen. Dies wird u.a. daran ersichtlich, dass ein Großteil der Unternehmen bei der Messung des Beschaffungserfolgs immer noch den Schwerpunkt auf die Einkaufspreise legt. Allerdings „.. sind die Zeiten vorbei, in denen der Einkauf seine Lieferanten wie eine Zitrone ausquetschen konnte.“ Dies begründet sich z.B. durch die hohe Dynamik der Märkte, die sich durch verkürzte Produktlebenszyklen, neue Technologien und Ressourcenverknappungen auszeichnen, die eine intensive Zusammenarbeit zwischen Lieferant und Abnehmer erfordert.
Bedingt durch die zunehmende Globalisierung von Absatz- und Beschaffungsmärkten sowie steigenden Kundenanforderungen, erhöht sich die Vielfalt an Materialien und Dienstleistungen sowie die der Lieferanten. Diese äußert sich wiederum in einem kontinuierlichen Anstieg der Produkt- und Prozesskomplexität in der Beschaffung, die es zu beherrschen gilt. Hinzu kommt, dass durch die zunehmende Öffnung der Ländergrenzen nicht nur die Material- und Lieferantenvielfalt steigt, sondern auch die Anzahl der Wettbewerber. Vor allem ist mit dem Aufkommen so genannter „Billiglohnländer“ ein steigender Kosten- und Wettbewerbsdruck zu verzeichnen. Um diesem Druck standhalten zu können, konzentrieren sich die Unternehmen zunehmend auf ihre Kernkompetenzen. Dies geht mit einer sinkenden Fertigungstiefe einher, wodurch das Beschaffungsvolumen wächst und somit auch das von der Beschaffung zu beeinflussende Kostenvolumen.
1 Aktuelle Herausforderungen im Bereich Beschaffung: Dieses Kapitel erläutert den strategischen Wandel der Beschaffung und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit im Kontext steigender Komplexität und Wettbewerbsdruck.
2 Theoretische Grundlagen der Beschaffung: Es erfolgt eine detaillierte Definition des Beschaffungsbegriffs sowie eine Einordnung von Aufgaben, Zielen und strategischen Konzepten in der modernen Beschaffung.
3 Performance Measurement: Dieses Kapitel vermittelt ein tiefgehendes Verständnis für Performance Measurement-Systeme, deren Kennzahlenmodelle und Einsatzgebiete sowie die theoretischen Grundlagen des Benchmarking.
4 Grundlegendes zum Performance Measurement in der Beschaffung: Der Fokus liegt hier auf dem Verständnis der Beschaffungsleistung und der Identifikation spezifischer Ansatzpunkte zur Leistungsmessung wie Materialbeitrag und Bestandscontrolling.
5 Einsatz des Prozessbenchmarking zur Steigerung der Beschaffungsleistung: Das Kapitel bietet eine praxisorientierte Anleitung zur Anwendung des Benchmarking, von der Planung über die Prozessanalyse bis hin zur Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen.
6 Ausblick auf zukünftige Herausforderungen: Abschließend werden Trends wie der zunehmende Einfluss der Digitalisierung und die Notwendigkeit flexibler Steuerungssysteme in der Beschaffung diskutiert.
Beschaffungsmanagement, Performance Measurement, Benchmarking, Prozessoptimierung, Lieferantenmanagement, Kennzahlen, Effektivität, Prozesseffizienz, Materialwirtschaft, Wertschöpfungskette, strategische Beschaffung, Kostenreduzierung, Supply Chain, Best Practice, Prozessmanagement
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Umsetzung eines modernen Leistungsmanagements in der Beschaffung, um den wachsenden strategischen Anforderungen und der zunehmenden Komplexität der globalen Märkte gerecht zu werden.
Die zentralen Themen umfassen die Definition strategischer Beschaffungsziele, die Gestaltung von Performance Measurement-Systemen, die Implementierung von Benchmarking-Prozessen sowie die Verknüpfung von operativen Kennzahlen mit langfristigen Unternehmenserfolgsfaktoren.
Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für Beschaffungsleistungen zu schaffen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese durch den Einsatz von Kennzahlen und Prozessbenchmarking erfasst, gemessen und kontinuierlich verbessert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und systematisiert bestehende Konzepte des Controllings, des Benchmarking und des Supply Chain Managements, um ein integriertes Rahmenwerk für die Beschaffungssteuerung zu entwickeln.
Der Hauptteil befasst sich mit dem Aufbau von Messsystemen für operative Prozesse, der Operationalisierung der Effektivität und Effizienz sowie der methodischen Vorgehensweise bei einem Prozessbenchmarking in der Beschaffung.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Beschaffungsleistung, Performance Measurement, Prozessbenchmarking, Lieferantensteuerung und Kosteneffizienz geprägt.
Im Gegensatz zu rein kostenorientierten traditionellen Ansätzen betont diese Arbeit die Notwendigkeit einer prozessorientierten Sichtweise, die auch qualitative Aspekte und langfristige strategische Ziele einbezieht.
Das Bestandscontrolling ist entscheidend, da es das Ziel verfolgt, Kapitalbindungskosten und Fehlmengenkosten durch eine optimierte Bestellmengenplanung zu minimieren und somit direkt zur Wirtschaftlichkeit des Unternehmens beiträgt.
Es dient dazu, den Fortschritt der implementierten Verbesserungsmaßnahmen systematisch zu überwachen, Zielerreichungsgrade messbar zu machen und bei Fehlentwicklungen durch gezielte Gegenmaßnahmen steuernd einzugreifen.
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