Magisterarbeit, 2009
86 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Diskursanalyse
2.1 Allgemeine Einführung zur Diskursanalyse
2.1.1 Der Diskursbegriff
2.1.2 Die Diskursanalyse
2.2 Der Ansatz der Düsseldorfer Schule
2.2.1 Allgemein
2.2.2 Die Analyseebenen
2.2.2.1 Lexik
2.2.2.2 Metaphorik
2.2.2.3 Argumentation
2.2.3 Das Migrationsprojekt
3. Der Völkermord in Ruanda
3.1 Die Vorgeschichte der Hutu und Tutsi
3.2 Der Bürgerkrieg
3.3 Chronologie der Ereignisse
3.4 Die Rolle der UNO
4. Begriffsdefinitionen
4.1 Definitionen der Begriffe „Genozid“/„Völkermord“
4.1.1 Offizielle Definition der UNO
4.1.2 Andere Definitionen
4.2 Definitionen des Begriffs „Bürgerkrieg“
5. Medien-Auswahl
5.1 Kriterien zur Auswahl der Zeitungen
5.2 Die Zeitungen
5.2.1 Die tageszeitung
5.2.2 Die Frankfurter Allgemeine Zeitung
5.3 Korpusvorstellung
6. Analyse der Artikel
6.1 Die Artikel der taz
6.1.1 Lexik
6.1.1.1 Bezeichnungen für die Ereignisse
6.1.1.2 Bezeichnungen für die beteiligten Personen
6.1.2 Metaphorik
6.1.2.1 Haupt-Metaphernbereiche
6.1.2.2 Sonstige Metaphernbereiche
6.1.2.3 Einzelne Metaphern
6.1.3 Argumentation
6.2 Die Artikel der FAZ
6.2.1 Lexik
6.2.1.1 Bezeichnungen für die Ereignisse
6.2.1.2 Bezeichnungen für die beteiligten Personen
6.2.2 Metaphorik
6.2.2.1 Haupt-Metaphernbereiche
6.2.2.2 Sonstige Metaphernbereiche
6.2.2.3 Einzelne Metaphern
6.2.3 Argumentation
6.2.3.1 Argumente zum Flugzeugabsturz
6.2.3.2 Argumente zur Entsendung neuer Sicherheitskräfte
6.2.3.3 Argumente zur französischen Intervention
6.3 Vergleich
6.3.1 Gemeinsamkeiten
6.3.2 Unterschiede
7. Fazit
Diese Arbeit analysiert das Afrika-Bild in der Berichterstattung deutscher Tageszeitungen über den Völkermord in Ruanda zwischen April und Juli 1994, wobei sie untersucht, inwiefern politische Ausrichtungen die Wahrnehmung beeinflussen.
2.2.2.1 Lexik
Es gibt zweifellos zahlreiche verschiedene Herangehensweisen, um einen Textkorpus diskursanalytisch zu untersuchen. „Einen theoretisch-methodischen Ansatz bietet die Analyse ‚zentraler Ausdrücke’ im Kontext thematisch definierter Diskurse – Begriffsgeschichte als themenorientierte ‚Diskursgeschichte’.“ (Keller u.a., 2008 b, S. 362/63) Daher widmet sich die erste von den Düsseldorfern favorisierte Analyseebene auch der Lexik. Wichtig ist dabei zunächst, die Kernbegriffe des untersuchten Diskurses zu ermitteln.
Solche Begriffe, die in einer öffentlich relevant gewordenen Diskussion einen zentralen Stellenwert einnehmen, bezeichnen die Düsseldorfer als Indikatoren und Faktoren sozial- und bewusstseinsgeschichtlicher Veränderungen innerhalb der Sprachgemeinschaft. (vgl. Keller u.a., 2008 b, S. 362) Bei der Ermittlung solcher Begriffe spielen nicht nur qualitative, sondern auch quantitative Gesichtspunkte eine nicht unerhebliche Rolle. „Besonders bei hochfrequenten Wörtern kann eine Auszählung Anhaltspunkte für die Dominanz bestimmter Ausdrücke, ihre zeitlichen Schwankungen und die Ablösung eines Ausdrucks durch einen (konkurrierenden) anderen bieten.“ (Keller u.a., 2008 b, S. 363)
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der Forschungsfrage sowie der methodischen Vorgehensweise zur Analyse der Berichterstattung.
2. Diskursanalyse: Theoretische Einführung in den Diskursbegriff und Darstellung der Methode der Düsseldorfer Schule anhand des Migrationsdiskurses.
3. Der Völkermord in Ruanda: Überblick über die historischen Hintergründe, den Bürgerkrieg und die Ereignisse des Völkermords im Jahr 1994.
4. Begriffsdefinitionen: Definition und Vergleich von Fachbegriffen wie Völkermord/Genozid und Bürgerkrieg anhand offizieller Quellen und Lexika.
5. Medien-Auswahl: Begründung für die Auswahl der taz und der FAZ als Untersuchungsobjekte sowie Vorstellung der Korpusbildung.
6. Analyse der Artikel: Detaillierte Untersuchung von Lexik, Metaphorik und Argumentation beider Zeitungen sowie ein vergleichendes Fazit.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Beantwortung der Frage nach dem vermittelten Afrika-Bild.
8. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Online-Quellen.
Diskursanalyse, Düsseldorfer Schule, Völkermord, Ruanda, Presseberichterstattung, taz, FAZ, Genozid, Bürgerkrieg, Metaphorik, Argumentationsanalyse, Afrika-Bild, Lexik, Medienanalyse, Massaker.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche überregionale Zeitungen über den Völkermord in Ruanda im Jahr 1994 berichtet haben und welches Afrika-Bild dabei vermittelt wurde.
Die Themen umfassen die Diskursanalyse der Berichterstattung, die Ereignisse in Ruanda, die Definition von Begriffen wie Genozid und die Analyse von sprachlichen Mitteln wie Metaphern und Argumentationsstrukturen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage: "Welches Afrika-Bild zeigt sich in der Berichterstattung deutscher Tageszeitungen zum Völkermord in Ruanda?"
Die Autorin nutzt die Methode der Diskursanalyse nach dem Modell der sogenannten "Düsseldorfer Schule".
Im Hauptteil werden die Artikel der tageszeitung (taz) und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hinsichtlich ihrer Wortwahl (Lexik), ihrer Metaphern und ihrer Argumentationsmuster analysiert und verglichen.
Wichtige Schlagworte sind Diskursanalyse, Völkermord in Ruanda, Medienanalyse, taz, FAZ, Metaphorik und Afrika-Bild.
Die taz zeigt ein eher offenes, aufgeklärtes Afrika-Bild und ist kritischer gegenüber Interventionen, während die FAZ sachlicher berichtet, aber Tendenzen zu einem kolonial anmutenden Afrika-Bild und einer abwartenden Haltung zeigt.
Metaphern werden untersucht, um die Art der Wirklichkeitsinterpretation und die emotive Wirkung auf den Leser zu erfassen; sie zeigen deutliche Unterschiede in der Sprache der beiden Medien.
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