Bachelorarbeit, 2010
39 Seiten, Note: 1
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
Vorwort
Zusammenfassung
Einleitung
1.Frank Jackson: „Epiphänomenale Qualia“
1.1. Darstellung des Textes
1.2. Analyse des Textes
1.3. Kritische Reflexion
2. Kritik am Argument des unvollständigen Wissens
2.1. Terence Horgan: Knew Knowledge/Old Fact View
2.2. Reflexion der Einwände von Horgan
2.3. David Lewis: Ability Hypothesis
2.4. Reflexion der Einwände von Lewis
3. Jacksons Postskript: Eine veränderte Sichtweise
3.1. Darstellung seiner neuen Sichtweise
3.2. Kritische Reflexion
Resumé
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von Frank Jacksons „Argument des unvollständigen Wissens“ hinsichtlich seiner Tragweite für das Verständnis phänomenalen Bewusstseins. Die Arbeit verfolgt die Forschungsfrage, ob dieses Argument den Physikalismus widerlegt oder ob alternative Positionen, wie die von Terence Horgan oder David Lewis, eine adäquatere Erklärung für die Natur der Qualia bieten.
Das Argument des unvollständigen Wissens
Dieses Argument kann man als Jacksons stärkste Waffe gegen den Physikalismus bezeichnen. Das Argument lässt sich in mehreren unterschiedlichen Arten formulieren. Ich werde drei Argumente, die Jackson in seinem Text beschreibt, hier vorstellen, wobei vor allem zwei einige Gemeinsamkeiten aufweisen und schlussendlich alle drei zu demselben Ergebnis kommen. Das bekannte Argument des unvollständigen Wissens ist das Argument in dem es um Mary die Neurowissenschaftlerin geht.
Mary ist, aus welchen Gründen auch immer, dazu gezwungen in einer schwarz-weiß-Welt zu leben. Sie befindet sich in einem Raum in dem alle Gegenstände entweder schwarz oder weiß sind, und sie kann unsere Welt nur über einen schwarz-weißen Monitor beobachten. In ihrem Zimmer lernt Mary alles, was es in physikalischer Hinsicht über Farben, Farbzusammensetzungen und Farbwahrnehmung zu wissen gibt. Sie kann Aussagen wie „die Wiese ist grün“ oder „der Apfel ist rot“ ohne weitere Probleme treffen. Jackson nimmt an, dass Mary alles Physikalische über Farbe weiß, was es zu wissen gibt. Die wichtige Frage ist: Was passiert, wenn Mary zum ersten Mal in ihrem Leben ein Farberlebnis hat? Die Antwort von Jackson lautet: Sie lernt etwas Neues. Wenn sie aber etwas Neues lernt, so das Argument, obwohl sie zuvor schon alle physikalische Information über Farben hatte, dann muss das, was sie neu gelernt hat, etwas sein, das nicht-physikalisch ist. Sie kann nur etwas Neues lernen, weil ihr vorheriges Wissen unvollständig war. Ergo ist der Physikalismus - die These, dass alle Entitäten in der Welt physikalischer Natur sind - falsch.
1.Frank Jackson: „Epiphänomenale Qualia“: Dieses Kapitel führt in Jacksons Argumentation ein, erklärt seine Kernbegriffe und stellt die Gedankenexperimente zu Mary, Fred und das modale Argument vor.
2. Kritik am Argument des unvollständigen Wissens: Hier werden die Positionen von Terence Horgan und David Lewis detailliert analysiert, um die Haltbarkeit von Jacksons Thesen gegen physikalistische Angriffe zu prüfen.
3. Jacksons Postskript: Eine veränderte Sichtweise: Dieses Kapitel befasst sich mit Jacksons späterer Abkehr von seinem ursprünglichen Argument und seinem Übergang zu einem funktionalistischen Weltbild.
Phänomenales Bewusstsein, Qualia, Physikalismus, Epiphänomenalismus, Argument des unvollständigen Wissens, Mary, Fähigkeitshypothese, David Lewis, Terence Horgan, subjektive Erkenntnis, Leib-Seele-Problem, Mentales, neuronale Prozesse, funktionale Zustände, Repräsentationalismus.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Philosophie des Geistes, insbesondere mit der Debatte zwischen Physikalismus und dem Verständnis von subjektiven Qualia.
Zentral sind die Natur des phänomenalen Bewusstseins, das Leib-Seele-Problem sowie die Frage, ob physikalisches Wissen als vollständig gelten kann.
Ziel ist es zu klären, welche Positionen zum Thema Qualia nach Jacksons Argument als führend gelten und welche Lösungsansätze am plausibelsten erscheinen.
Die Arbeit nutzt die Methode der analytischen Philosophie durch Textanalyse und die kritische Reflexion zeitgenössischer philosophischer Gedankenexperimente.
Der Hauptteil analysiert Jacksons ursprüngliche Argumente sowie die kritischen Gegenpositionen von Horgan und Lewis und beleuchtet Jacksons spätere Korrektur seiner Sichtweise.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Qualia, Epiphänomenalismus, Physikalismus, die Fähigkeitshypothese und das Mary-Gedankenexperiment definiert.
Horgan versucht damit zu erklären, dass Mary zwar neue Erkenntnisse gewinnt, diese jedoch nur einen neuen Zugang zu bereits vorhandenem physikalischen Wissen darstellen.
Die Autorin kritisiert, dass das reine Erwerben von Fähigkeiten (Erinnern, Vorstellen) nicht ausreicht, um die spezifische subjektive Qualität eines Erlebnisses vollständig zu erfassen.
Sie steht dieser Wende skeptisch gegenüber, da sie der Meinung ist, dass eine Reduktion auf funktionale Zustände das „Qualia-Geheimnis“ nicht löst, sondern eher verstärkt.
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