Magisterarbeit, 2009
65 Seiten, Note: 2,65
Einleitung
Teil I
1. Begriff der Übersetzung
2. Aufgaben und Gliederung der Übersetzungswissenschaft
2.1 Hauptbereiche der Übersetzungswissenschaft
3. Linguistische Probleme der Übersetzungswissenschaft
3.1 Übersetzbarkeit vs. Unübersetzbarkeit
3.2 Äquivalenz
4. Theoretische Ansätze der Übersetzungstheorie
4.1 Linguistisch orientierte traditionelle Übersetzungstheorien
4.1.1 Translationslinguistik: die Leipziger Schule
4.1.1.1 Zweisprachige Kommunikationsmodelle
4.1.1.2 Das Problem der Invarianz
4.1.2 Der linguistisch-kommunikative Ansatz
4.1.2.1 Drei-Schritt-Schema von Nida und Taber
4.2 Handlungsorientierte Theorien
4.2.1 Skopostheorie
4.2.1.1 Translation als interkulturelle Kommunikation
4.2.1.2 Skopos und die Rolle des Translators
4.2.2 Übersetzungsrelevante Textanalyse
4.2.2.1 Das Modell der übersetzungsrelevanten Textanalyse
4.2.2.1.1 Die Rolle des Initiators
4.2.2.1.2 Die Rolle des Translators
4.2.2.2 Zirkelartige Struktur des Übersetzungsprozesses
5. Zusammenfassung
Teil II
6. Versuch einer vergleichender Übersetzungsanalyse Russisch-Deutsch
6.1 Russisch und Deutsch im kontrastiven Vergleich: ein Überblick
6.2 Kulturhistorischer Hintergrund zum Roman „Der Meister und Margarita“
6.3 Übersetzungsanalyse
Die vorliegende Magisterarbeit untersucht theoretische Ansätze der Übersetzungswissenschaft, mit einem besonderen Fokus auf die Problematiken von Übersetzbarkeit und Äquivalenz, und wendet diese Erkenntnisse in einer praktischen vergleichenden Übersetzungsanalyse an.
6.3 Übersetzungsanalyse
Ausgewählte Stellen aus dem I. Kapitel des Romans „Der Meister und Margarita“ von Michail Bulgakov in Übersetzung von Thomas Reschke (s. dazu Bulgakow 2008)
Die Übersetzungsanalyse wird nach dem folgenden Muster durchgeführt:
• Zuerst kommt der russische Satz;
• Danach seine lateinische Transkription mit der Interlinearübersetzung;
• Nach der lateinischen Transkription steht die deutsche Übersetzung von Thomas Reschke;
• Anschließend kommt die kommentierende Übersetzungsanalyse.
Für die Übersetzungsanalyse habe ich die Sätze gewählt, die möglichst verschiedene syntaktische, semantische, morphologische oder kulturbedingte Übersetzungsschwierigkeiten darstellen. Als erster Satz steht der Titel des ersten Kapitels.
Никогда не разговаривайте с неизвестными
Nikogda ne razgovarivajte s neizvestnymi
Nie nicht sprechen [Sie] mit Unbekannten
Sprechen Sie nie mit Unbekannten
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, einen Überblick über unterschiedliche übersetzungswissenschaftliche Ansätze zu geben und diese mittels einer praktischen Analyse am Roman „Der Meister und Margarita“ zu veranschaulichen.
1. Begriff der Übersetzung: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Definitionen von Übersetzung, von der streng linguistischen Sicht als Umkodierungsprozess bis hin zur handlungsorientierten Auffassung als Kulturtransfer.
2. Aufgaben und Gliederung der Übersetzungswissenschaft: Hier wird die Entwicklung der jungen Disziplin sowie deren Einteilung in verschiedene Hauptbereiche, wie Theorie, Kritik und Didaktik, beschrieben.
3. Linguistische Probleme der Übersetzungswissenschaft: Dieses Kapitel widmet sich den Herausforderungen bei der Übersetzung von Sprachstrukturen sowie der theoretischen Debatte um Übersetzbarkeit und Äquivalenz.
4. Theoretische Ansätze der Übersetzungstheorie: Dieser Abschnitt stellt die wichtigsten Ansätze vor, von der Leipziger Schule über den linguistisch-kommunikativen Ansatz bis hin zu handlungsorientierten Theorien wie der Skopostheorie und Nords Textanalyse.
5. Zusammenfassung: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse der zuvor dargestellten Theorien zusammen und ordnet die unterschiedlichen Perspektiven auf den Übersetzungsprozess ein.
6. Versuch einer vergleichender Übersetzungsanalyse Russisch-Deutsch: Der zweite Teil der Arbeit führt eine praktische Analyse ausgewählter Textstellen aus Michail Bulgakovs Roman durch, um die theoretischen Aspekte im direkten Sprachvergleich zu prüfen.
Übersetzungswissenschaft, Translationslinguistik, Skopostheorie, Äquivalenz, Übersetzbarkeit, Kulturtransfer, Kontrastive Analyse, Sprachvergleich, Translation, Ausgangssprache, Zielsprache, Textanalyse, Handlungstheorie, Loyalität, Sprachbarriere.
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Übersetzungswissenschaft und untersucht insbesondere die Spannungsfelder zwischen Linguistik, Handlungstheorie und kulturellen Besonderheiten beim Übersetzen.
Zentrale Themen sind die Definitionen des Übersetzens, der Umgang mit Übersetzungsproblemen, die Konzepte der Äquivalenz und Übersetzbarkeit sowie die Rolle des Translators als aktiver Kulturmittler.
Das Ziel ist es, einen Überblick über diverse theoretische Auffassungen der Übersetzungswissenschaft zu geben und deren Anwendbarkeit durch eine vergleichende Übersetzungsanalyse zu prüfen.
Es werden eine Literaturanalyse der gängigen Translationstheorien sowie ein kontrastiver Sprachvergleich (Russisch-Deutsch) durchgeführt.
Der Hauptteil erörtert linguistisch orientierte Modelle, den linguistisch-kommunikativen Ansatz sowie handlungsorientierte Theorien, gefolgt von einer konkreten Übersetzungsanalyse von Sätzen aus Bulgakovs „Der Meister und Margarita“.
Die zentralen Schlagworte umfassen Übersetzungswissenschaft, Skopostheorie, Äquivalenz, Übersetzbarkeit und den interkulturellen Transfer.
Der Skopos bezeichnet das Ziel oder den Zweck einer Translation; er bestimmt die Übersetzungsstrategie und ordnet alle anderen Faktoren dem Erreichen dieses Zwecks unter.
Kulturelle Unterschiede stellen oft das größte Hindernis für eine rein linguistische Transkodierung dar, da Begriffe und Konzepte in der Zielsprache häufig keine direkte Entsprechung haben und somit eine kulturelle Adaption erfordern.
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