Bachelorarbeit, 2024
144 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Begriffsklärungen
2.1.1 Diskriminierung
2.1.2 Geflüchtete
2.1.3 Interventionen
2.2 Relevante Konzepte und Theorien
2.2.1 Diskriminierungsarten
2.2.2 Diskriminierungserfahrungen
2.2.3 Auswirkungen und Bewältigungsformen von Diskriminierungserfahrungen
2.2.4 Rolle der sozialen Arbeit bei der Unterstützung von Geflüchteten
2.3 Forschungsstand
2.4 Forschungslücke
2.5 Fachbezogene Relevanz
2.6 Konkretisierung der Forschungsfrage
3. Empirischer Teil
3.1 Methodisches Vorgehen
3.1.1 Begründung des qualitativen Vorgehens
3.1.2 Erhebungsmethode
3.1.3 Sampling
3.1.4 Zugang zum Feld
3.1.5 Teilnahmebereitschaft der Befragten
3.1.6 Forschungsethik
3.1.7 Datenaufbereitung
3.1.8 Datenauswertung
3.2 Kategoriensystem
3.3 Status quo der Diskriminierungserfahrungen
3.3.1 Erfahrungen der Diskriminierung
3.3.2 betroffene Lebensbereiche
3.3.3 Situationen
3.3.4 Zivilcourage
3.3.5 Diskriminierungsmerkmale
3.4 Auswirkungen der Diskriminierungserfahrungen
3.5 Strategien zum Schutz der Geflüchteten
3.6 Erwartungen an die Gesellschaft
3.7 Deutung der Ergebnisse für die Interventionsarbeit der Sozialen Arbeit
3.7.1 Zielgruppe Gesamtgesellschaft
3.7.2 Zielgruppe Betroffene
3.7.3 Zielgruppe Prävention
3.7.4 Zielgruppe Stadtverwaltung
3.8 Zusammenfassung der Ergebnisse
4. Schlussbetrachtung
4.1 Reflektion des Forschungsprozesses
4.2 Einordnung in wissenschaftlichen Erkenntnisstand
4.3 Ausblick auf zukünftige Forschungen
5. Literatur- / Quellenverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Diskriminierungserfahrungen von Geflüchteten in der Stadt Konstanz und erforscht, wie die Soziale Arbeit durch gezielte Interventionen benachteiligte Gruppen unterstützen kann. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Auswirkungen haben Diskriminierungserfahrungen bei Geflüchteten und wie kann die Soziale Arbeit durch Interventionen unterstützen?“
3.3.1 Erfahrungen der Diskriminierung
Die fünf interviewten Geflüchteten haben unterschiedliche Formen der Diskriminierung sowohl in Deutschland als auch speziell in Konstanz erfahren müssen. Dabei ergab sich ein vielschichtiges Bild. Einige Personen haben Situationen anders wahrgenommen und diese nicht unmittelbar als Diskriminierung empfunden. Diese subjektive Wahrnehmung beschreiben auch Scherr und Breit (vgl. Scherr / Breit 2020, S. 36 f.).
Insgesamt wurden 13 verschiedene Formen von Diskriminierung erwähnt, wobei die häufigste davon mit deutlichem Abstand die schlechtere Behandlung im Vergleich zu anderen Personen war (siehe Abbildung 1). Es wurde mehrmals betont, dass sich die Geflüchteten anderer Länder schlechter behandelt fühlen als ukrainische Geflüchtete:
„Ich finde es nicht fair, dass ich in der Sprachschule von der Deutschlehrerin schlechter behandelt werde als Ukrainer:innen. Sind sie besser, weil sie aus Europa kommen?“ (Interview 5: weiblich, 32, Iran – Absatz 135)
„And then I realised that the lady, who will join me in the speech, was Ukrainian. So they found out it's not nice to have a look on a Palestinian speech, while they won't have a look on the Ukrainian speech.“ (Interview 1: weiblich, 45, Palästina – Absatz 31)
Zusätzlich zur schlechteren Behandlung im Vergleich zu ukrainischen Geflüchteten fühlten sich die Befragten unter anderem auch nicht ernst genommen, zum Beispiel von ihrer eigenen Rechtsanwältin: „the thing is that the lawyer didn't take my issue seriously.“ (Interview 1: weiblich, 45, Palästina – Absatz 37). All diese Erfahrungen zeigen die individuelle Diskriminierung der Personen durch Individuen, sowohl in der Sprachschule durch die Lehrerin, als auch durch die eigene Rechtsanwältin (vgl. Kapitel 2.2.1.1).
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des Themas Diskriminierung vor dem Hintergrund einer veränderten politischen Landschaft in Deutschland dar und führt in die zentrale Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen ein.
2. Theoretischer Rahmen: Dieser Abschnitt definiert zentrale Begriffe wie Diskriminierung, Geflüchtete und Interventionen, beleuchtet wissenschaftliche Konzepte und Theorien zur Diskriminierung und stellt den aktuellen Forschungsstand sowie die Forschungslücke dar.
3. Empirischer Teil: Im empirischen Teil wird das methodische Vorgehen beschrieben, das Kategoriensystem präsentiert und der Status quo der Diskriminierungserfahrungen sowie deren Auswirkungen und Interventionsmöglichkeiten detailliert ausgewertet.
4. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Forschungsergebnisse zusammen, reflektiert den Forschungsprozess kritisch und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung für zukünftige Forschungsansätze und die Praxis der Sozialen Arbeit.
5. Literatur- / Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen für die Bachelorarbeit.
Geflüchtete, Diskriminierung, Soziale Arbeit, Konstanz, Diskriminierungserfahrungen, Integration, Interventionsmöglichkeiten, Qualitative Forschung, Alltagsrassismus, Intersektionalität, strukturelle Diskriminierung, Zivilcourage, Empowerment, Sozialraumarbeit, Migrationsbiographie.
Die Arbeit behandelt die Diskriminierungserfahrungen von in Konstanz lebenden Geflüchteten und analysiert, welchen Herausforderungen diese Menschen im gesellschaftlichen Alltag gegenüberstehen.
Zentrale Themen sind die verschiedenen Formen der Diskriminierung, deren Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Betroffenen sowie die Reaktionen der sozialen Umgebung (Zivilcourage).
Das Ziel ist es, zu untersuchen, welche Auswirkungen Diskriminierung auf geflüchtete Personen hat und wie die Soziale Arbeit durch professionelle Interventionen unterstützen und strukturelle Barrieren abbauen kann.
Die Forschung basiert auf einer qualitativen Methodik mit semistrukturierten, leitfadenorientierten Interviews, die mit fünf geflüchteten Personen durchgeführt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen, der Diskriminierungsformen und -theorien definiert, sowie einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten aus den Interviews auswertet und methodisch kontextualisiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Diskriminierung, Geflüchtete, Soziale Arbeit, Integrationsförderung, strukturelle Benachteiligung und Praxisempfehlungen charakterisieren.
Obwohl Konstanz als weltoffene Stadt gilt, zeigt die Forschung, dass auch hier Diskriminierung ein reales Problem darstellt, das bisher nicht speziell für diese Zielgruppe wissenschaftlich aufgearbeitet wurde.
Die Soziale Arbeit wird als entscheidende Akteurin gesehen, die sowohl Betroffene direkt unterstützen als auch präventive Strukturen in Behörden und Gesellschaft schaffen und durch Schulungen Sensibilität fördern muss.
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