Bachelorarbeit, 2008
71 Seiten, Note: 1,8
I Einleitung
II Controlling – Wesen, Zweck und Methoden
1 Definition und Abgrenzung
1.1 Controlling = Kontrolle ?
1.2 Elemente des Controllings
1.2.1 Planung
1.2.2 Kontrolle
1.2.3 Steuerung
1.2.4 Information
1.3 Organisatorische Einbindung des Controllings im Unternehmensgefüge
2 Finanzcontrolling als Instrument
2.1 Grundlagen, Ziele und Methoden
2.1.1 Finanzbuchhaltung
2.1.1.1 Merkmale der Finanzbuchhaltung
2.1.1.2 Probleme
2.1.1.3 Konsequenzen aus den Merkmalen und Problemen
2.1.2 Kostenrechnung
2.1.2.1 Kostenartenrechnung
2.1.2.2 Kostenstellenrechnung
2.1.2.3 Kostenträgerrechnung
2.2 Kostenrechnungssysteme
2.2.1 Einteilung nach Umfang der Kostenverrechnung
2.2.2 Einteilung nach Zeitbezug der Kostenverrechnung
2.3 Kennzahlenbildung
III Analyse des Berichtswesens im „Stadtpflegebetrieb der Stadt Staßfurt“
1 Der Stadtpflegebetrieb der Stadt Staßfurt
1.1 Planungsgrundlagen für den Stadtpflegebetrieb
1.2 Konsequenzen aus den Umweltbedingungen
1.3 Aufbau der Buchführung
2 Aktuelles Berichtswesen
2.1 Erscheinungsweise und Adressaten
2.2 Aufbau und Inhalt des Controlling- und Abrechnungsberichtes
2.3 Kostenrechnung (BAB)
2.4 Kritische Würdigung des Controllingberichtes
2.5 Fazit
IV Vorschläge für einen optimierten Controllingbericht
1 Kostenverrechnung
2 Veränderung der Gruppierung
3 Kennzahlen für die betriebsinterne Steuerung
4 Umsetzung des Controllingberichtes in „Kosy“
4.1 Vorstellung der Software
4.2 Datenimport und -verarbeitung
4.3 Ergebnisse qualitativer und quantitativer Natur
4.3.1 Zeitfaktor
4.3.2 Vermeidung von Datenredundanzen und formellen Fehlern
4.3.3 Nutzen für Planung, Steuerung und Kontrolle
V Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Aufbau und die Umsetzung eines Controllingberichtes für den Stadtpflegebetrieb der Stadt Staßfurt in das EDV-gestützte Controllingsystem „Kosy“ zu realisieren, um die Effizienz des betriebsinternen Controllings durch eine fundiertere Datengrundlage und verbesserte Kennzahlenanalyse nachhaltig zu steigern.
1.1 Controlling = Kontrolle ?
Zum Begriff des Controllings sowie dessen Zweck herrschen, obschon seit Längerem eingeführt, nach wie vor häufig falsche und mit negativen Assoziationen behaftete Auffassungen vor. Dies mag einmal an der phonetischen Nähe des englischen Begriffs Controlling zum deutschen Wort Kontrolle liegen (vgl. Peemöller 2002, S. 32; ebenso Klett 1998, S. 11), womit dabei jedoch nur eine von mehreren Bedeutungen des Begriffs Kontrolle angesprochen wird. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich dadurch häufig die Analogie Controlling = Kontrolle festgesetzt. Wird jedoch beachtet, dass der Begriff Kontrolle im Deutschen mit einer weiteren, umfassenderen Bedeutung belegt werden kann, nämlich im Sinne eines „unter Kontrolle haben“, dann kann damit der eigentlichen und damit richtigen Definition des Controllings wesentlich näher gekommen werden. In diesem Sinne bedeutet es in kurzen Worten die bewusste Planung und Steuerung eines Vorgangs. Das englische „to control“ hat dann tatsächlich auch die Bedeutung von Steuern, Messen oder Regeln.
Ein weiterer Grund für die falsche Analogie Controlling = Kontrolle und gleichzeitig die negativen Assoziationen mag darin zu finden sein, dass einzelne Instrumentarien des Controllings möglicherweise erstmals in einer Krisensituation angewandt wurden. In solchen Situationen fühlen dann die Mitarbeiter (aber auch leitende Angestellte) vielleicht sich besonders beobachtet / kontrolliert bzw. nehmen lediglich den Teilaspekt Kontrolle war (vgl. Klett et al. 1998, S. 11). Dieser Eindruck kann sich noch verstärken, wenn ein Betriebsklima herrscht, in dem nicht vorrangig nach Fehlern bzw. Problemen sondern nach „Schuldigen“ gesucht wird (vgl. ebd., S. 15). Besonders negative Assoziationen sind naturgemäß immer dann zu erwarten, wenn im Ergebnis Korrekturen im Personalbereich vorzunehmen sind.
I Einleitung: Diese Einleitung erläutert die gesetzlichen Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit öffentlicher Haushalte und leitet daraus die Notwendigkeit moderner betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente für den kommunalen Sektor ab.
II Controlling – Wesen, Zweck und Methoden: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Aufgaben des Controllings als Führungsinstrument, bestehend aus Planung, Kontrolle, Steuerung und Information, und erörtert die organisatorische Einbindung.
III Analyse des Berichtswesens im „Stadtpflegebetrieb der Stadt Staßfurt“: Hier wird der Ist-Zustand des Berichtswesens im Stadtpflegebetrieb analysiert, wobei kritisch festgestellt wird, dass dieser primär dokumentationsorientiert und noch zu stark an kameralen Strukturen ausgerichtet ist.
IV Vorschläge für einen optimierten Controllingbericht: In diesem Teil werden konkrete Maßnahmen zur Optimierung der Kostenverrechnung, Gruppierung der Leistungsarten und Kennzahlenbildung sowie deren Implementierung in die Software „Kosy“ vorgestellt.
V Ausblick: Der abschließende Abschnitt weist auf die Notwendigkeit hin, zukünftig von einer reinen Inputsteuerung zu einer Outputsteuerung überzugehen, um die Planungsgrundlagen für den Stadtpflegebetrieb weiter zu verbessern.
Controlling, Stadtpflegebetrieb, Finanzcontrolling, Kostenrechnung, Doppik, Berichtswesen, Kommunales Finanzmanagement, Steuerung, Kostenverrechnung, Kennzahlen, Planung, Effizienz, Ressourcenorientierung, Outputsteuerung, Kosy
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Controlling- und Abrechnungswesens des Stadtpflegebetriebes Staßfurt, um dieses von einem manuellen, kameralistisch geprägten Prozess in ein modernes, EDV-gestütztes System unter Nutzung der Software „Kosy“ zu überführen.
Die zentralen Themen sind das Controlling in kleinen Dienstleistungsbetrieben, die Anwendung der doppelten Buchführung (Doppik) im kommunalen Kontext, die Kostenstellenrechnung und der Einsatz von Kennzahlen zur internen Steuerung.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Soll-Konzepts für einen optimierten Controllingbericht, der eine effizientere Planung, Steuerung und Kontrolle sowie die Reduktion manueller Fehlerquellen durch eine automatisierte Datenverarbeitung ermöglicht.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung des Controllings und einer praxisorientierten Analyse des Ist-Zustandes des Berichtswesens im Stadtpflegebetrieb, gefolgt von der Erarbeitung und Erprobung eines optimierten Berichtsmodells.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Controllings und des Finanzcontrollings, die Ist-Analyse des Berichtswesens im Stadtpflegebetrieb, die Konzeption und Implementierung des verbesserten Controllingberichts in „Kosy“ sowie eine kritische Würdigung der Ergebnisse.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Controlling, Stadtpflegebetrieb, Kostenrechnung, Doppik, Berichtswesen, Kennzahlen und Outputsteuerung charakterisiert.
Die aktuelle Darstellung nutzt eine pauschale Verteilung der Gemeinkosten nach Umsatzerlösen, was zu einer verzerrten Kostensituation führt, da diese Methode den tatsächlichen Ressourcenverbrauch der einzelnen Sparten nicht verursachungsgerecht abbildet.
„Kosy“ dient als technisches Werkzeug zur Umsetzung der erarbeiteten Optimierungsvorschläge, indem es eine Schnittstelle zur Finanzbuchhaltung bietet und die automatisierte Erstellung, Aggregation und flexible Auswertung von Berichten ermöglicht.
Statt einer pauschalen Verteilung sollen Personalkosten verursachungsgerechter anhand der abgerechneten Arbeitsstunden und fester Verrechnungssätze zugewiesen werden, um Verzerrungen durch schwankende Beschäftigungsgrade oder tarifliche Unterschiede zu vermeiden.
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