Bachelorarbeit, 2010
76 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Endenergieverbrauch und Wohnsituation privater Haushalte in Deutschland
2.1 Endenergieverbauch und Energienachfrage
2.2 Wohnsituation
2.3 Zusammenfassung
3. Grundlagen des Contracting
3.1 Ziel, Zweck und Möglichkeiten von Contracting
3.2 Historische Entwicklung
3.3 Exkurs: Energiewirtschaftliche Umwandlungskette
3.4 Arten des Contracting
3.4.1 Energieliefer-Contracting
3.4.2 Einspar-Contracting
3.4.3 Technisches Anlagenmanagement
3.4.4 Finanzierungs-Contracting
3.4.5 Vergleichende Betrachtung
3.4.6 Sonstige Contracting-Varianten
3.4.7 Neuere Enwicklungen: Integriertes Energie-Contracting
3.5 Ablauf von Contracting-Projekten
3.6 Rechtliche Rahmenbedingungen und Vertragsgestaltung
3.6.1 Rechtliche Grundlagen
3.6.2 Der Contracting-Vertrag
3.6.3 Bedeutung des Mietrechts
3.7 Contracting im deutschen Energiemarkt
4. Die Transaktionskostentheorie als theoretischer Bezugsrahmen
5. Contracting zur Energieeinsparung privater Haushalte in Deutschland
5.1. In Mietwohnungen
5.2. In Eigenheimen
5.2.1. Eigenheim-Contracting
5.2.2. Mini-BHKW als Contracting-Modell
5.3. Experteninterviews zu Contracting bei privaten Haushalten
5.4. Lösungsansätze: Änderungen im Mietrecht und Transaktionskostenreduktion
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Eignung des Contracting-Konzepts als Instrument zur Energieeinsparung bei privaten Haushalten in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie Contracting-Modelle trotz spezifischer Hemmnisse – insbesondere im Mietrecht und durch Transaktionskosten – effektiv zur energetischen Sanierung und Effizienzsteigerung eingesetzt werden können.
3.1 Ziel, Zweck und Möglichkeiten von Contracting
Der Grundidee von Contracting ist, alle Aufgaben rund um die Energieversorgung an einen Dienstleister abzugeben. In der Literatur wird dies als Outsourcing der Energieversorgung beschrieben. Contracting ist als eine Erscheinungsform der hoch entwickelten, arbeitsteiligen Volkswirtschaft zu verstehen. Dabei ist zwischen dem Contractor, welcher die Dienstleistung anbietet und dem Contracting-Nehmer, der die Dienstleistung einkauft, zu unterscheiden. Der Contractor erledigt Beschaffung und Betrieb der Energieversorgungsanlage und sorgt damit für sinkende Energieverbräuche. Um dies gewährleisten zu können, erfolgt eine Professionalisierung in der Bereitstellung von Nutzenergie wie Wärme, Kälte, Licht, Strom oder Dampf. Außerdem kann Contracting als Finanzierungsform von Investitionen im Energiebreich betrachtet werden. Ein Contractor modernisiert zum Beispiel auf eigene Kosten die technischen Anlagen zur Wärmeversorgung eines Kunden und erhält dafür einen Anteil der dadurch eingesparten Betriebskosten.
Contracting ist nicht als einheitliches Produkt zu verstehen, sondern als verschiedenartig ausgestaltbare Dienstleistung. Aufgrund dieser Gestaltungsspielräume gibt es in der Regel für jedes Contracting-Projekt individuelle Verträge zwischen den Vertragspartnern. Contracting kann für beide Seiten ein lukratives Geschäft sein. Bei geschickter Planung und Ausführung ist so die Entstehung einer Win-Win-Situation möglich. Abbildung 9 stellt vereinfacht die beschriebenen Austauschbeziehungen zwischen Contractor und Contracting-Nehmer dar.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz von Klimaschutz und Nachhaltigkeit und Vorstellung des Forschungsziels: die Eignung von Contracting zur Energieeinsparung in privaten Haushalten zu prüfen.
2. Endenergieverbrauch und Wohnsituation privater Haushalte in Deutschland: Statistische Analyse des Energieverbrauchs sowie der Struktur der Heizungsanlagen und Wohnformen in Deutschland als Basis für die Ableitung von Einsparpotentialen.
3. Grundlagen des Contracting: Definition, historische Entwicklung und detaillierte Vorstellung der verschiedenen Contracting-Arten sowie deren vertragsrechtliche Einordnung und Projektabläufe.
4. Die Transaktionskostentheorie als theoretischer Bezugsrahmen: Anwendung der Neuen Institutionenökonomik, insbesondere der Transaktionskostentheorie, zur ökonomischen Beurteilung der "Make-or-Buy"-Entscheidung bei Contracting-Vorhaben.
5. Contracting zur Energieeinsparung privater Haushalte in Deutschland: Praxisbezogene Untersuchung der Potenziale in Mietwohnungen und Eigenheimen, ergänzt durch Experteninterviews und Diskussion notwendiger rechtlicher Änderungen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Grenzen von Contracting als Instrument für die Energiewende und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung politischer Rahmenbedingungen.
Contracting, Energieeinsparung, private Haushalte, Transaktionskostentheorie, Energiedienstleistung, Wärmelieferung, Einspar-Contracting, Mietrecht, Effizienzsteigerung, Gebäudesanierung, Contractor, Contracting-Nehmer, Energieeffizienz, Modernisierung, Contracting-Markt
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Eignung des Contracting-Konzepts als Instrument zur Energieeinsparung in privaten Haushalten in Deutschland.
Zentrale Themen sind die Analyse des Energieverbrauchs privater Haushalte, die verschiedenen Contracting-Modelle, die ökonomische Bewertung mittels Transaktionskostentheorie sowie rechtliche Rahmenbedingungen wie das Mietrecht.
Das Hauptziel ist es, zu überprüfen, unter welchen Voraussetzungen Contracting wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden kann, um private Haushalte bei der Energieeinsparung zu unterstützen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse statistischer Daten und eine qualitative Befragung mittels Experteninterviews, um Probleme und Hemmnisse für die Verbreitung von Contracting zu identifizieren.
Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen des Contracting, der theoretischen fundierten Kosten-Nutzen-Analyse sowie spezifischen Anwendungsfällen in Mietwohnungen und Eigenheimen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Contracting, Energieeinsparung, Transaktionskostentheorie, Mietrecht und energetische Gebäudesanierung.
Sie dient als theoretischer Rahmen, um die Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung durch Dritte (Buy) gegenüber der Eigenregie (Make) zu bewerten und zu erklären, warum hohe Transaktionskosten ein Hemmnis für Contracting sein können.
Die Arbeit identifiziert mietrechtliche Regelungen als signifikante Barriere, da Vermieter Contracting nur schwer auf Mieter umlegen können, sofern diese nicht explizit zustimmen oder die gesetzlichen Voraussetzungen (wie nach 1990 erstellte Betriebskostenverordnungen) gegeben sind.
Es verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem neben der Anlagentechnik auch der Nutzenergiebedarf durch Gebäudesanierung gesenkt wird und dabei versucht wird, die Transaktionskosten durch qualitative Qualitätssicherungsinstrumente statt durch aufwendige Einspargarantien zu reduzieren.
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