Masterarbeit, 2024
200 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Motivation
1.2 Zielsetzung und Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Prozesse im Krankenhaus
2.1 Prozesse
2.2 Prozessarten
2.3 Prozesslandkarte
3 Der konventionelle Medikationsprozess
3.1 Medikamentenmanagement versus Medikationsmanagement
3.2 Informations- und Patientenflüsse
3.3 Bestandteile des konventionellen Medikationsprozesses
3.3.1 Arzneimittelanamnese
3.3.2 Arzneimittelverordnung
3.3.3 Stell- und Gabeprozess der Medikation
3.3.4 Parenterale Medikation
3.3.5 Dokumentation
3.3.6 Entlassmanagement
3.4 Krankenhausapotheken
3.5 Medikamentenlogistik
3.6 Akteure des stationären Medikationsprozesses
3.7 Rechtliche Rahmenbedingungen
3.7.1 Arzneimittelversorgung im Krankenhaus
3.7.2 Ärztliche Dokumentationspflicht
4 Arzneimitteltherapiesicherheit und Medikationsfehler
4.1 Definition und Bedeutung der Arzneimitteltherapiesicherheit
4.2 Arzneimittelbezogene Probleme
4.3 Unerwünschte Arzneimittelereignisse und -wirkungen
4.4 Medikationsfehler
4.4.1 Arten von Medikationsfehlern
4.4.2 Folgen von Medikationsfehlern
4.4.3 Ursachen und Häufigkeiten von Medikationsfehlern
4.5 Risikomanagement
5 Grundlagen des geschlossenen Medikationsprozesses
5.1 Begriffsbestimmung
5.2 Komponenten des geschlossenen Medikationsprozesses
5.2.1 Elektronische Verordnung
5.2.2 Validierung durch klinische Apotheker
5.2.3 Unit-Dose-Versorgung
5.2.4 Applikation und Dokumentation
5.2.5 Aufnahme- und Entlassmanagement
5.3 Beweggründe und Hindernisse der Einführung
5.4 Politische Entwicklungen
5.4.1 Gesetzliche Maßnahmen
5.4.2 Aktionspläne und -bündnisse
5.5 Internationale Perspektive
6 Methodik der Arbeit
6.1 PDCA-Zyklus
6.2 SWOT-Analyse
6.3 Prozessmodellierung und -analyse
6.4 Grundsätze des Change- und Projektmanagements
7 Analyse und Konzeption eines geschlossenen Medikationsprozesses
7.1 Ist-Zustand
7.1.1 Ausgangssituation
7.1.2 Zielsetzung des Projekts
7.1.3 Ist-Prozess im Bereich der stationären Medikation
7.2 Soll-Konzept
7.2.1 Plan – Analyse
7.2.2 Plan – Konzeption
7.2.3 Do
7.2.4 Check
7.2.5 Act
8 Auswirkungen der Einführung des Closed Loop Prozesses
8.1 Qualität und Sicherheit
8.2 Wirtschaftlichkeit
9 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Masterarbeit ist die Entwicklung eines Einführungskonzepts für einen geschlossenen Medikationsprozess (Closed Loop of Medication Administration) am Beispiel der Universitätsmedizin Greifswald, um die Arzneimitteltherapiesicherheit nachhaltig zu erhöhen und Medikationsfehler zu minimieren.
3.3.1 Arzneimittelanamnese
Die Arzneimittelanamnese ist Teil des Aufnahmeprozesses und der erste Schritt der Arzneimitteltherapie in der stationären Behandlung. Sie beinhaltet die vollständige Erfassung aller aktuell eingenommenen Medikamente des Patienten, der sogenannten Hausmedikation. Dazu gehören sowohl die Medikamente, die ärztlich verordnet sind, als auch die Selbstmedikation inklusive deren Wirkstoffmenge, Dosierung, Einnahmeintervall, Arzneiform und Applikationsweg. Zudem müssen weiterführende Informationen wie Arzneimittelallergien oder bereits aufgetretene Nebenwirkungen bei früheren Therapien erhoben werden (Grosch, 2011, S. 270; Liekweg & Stahl, 2011, S. 88). In vielen deutschen (Universitäts-) Kliniken geschieht dies durch das ärztliche oder das pflegerische Personal (Panning & Dörje, 2018, S. 85). Bei der Anamneseerhebung sollte es im Sinne der späteren Nachvollziehbarkeit keine Vermischung mit neuen Verordnungen oder Dosisänderungen geben.
Als Grundlage für die Erfassung müssen die verschiedensten Informationsquellen und Medien dienen. Weit verbreitet ist dabei die Form eines schriftlichen Medikationsplans, welcher teilweise von den Patienten selbst handschriftlich geführt wird. Dabei ist den Patienten der Unterschied zwischen Präparat- und Wirkstoffbezeichnungen oder die Bedeutung von Zusätzen wie „retard“ oder „depot“ und der verschriebenen Wirkstoffmenge häufig nicht bewusst, weshalb diese fehlen. Im Ergebnis sind diese eigens erstellten und gepflegten Pläne meist sowohl schlecht lesbar als auch fehler- und lückenhaft und dienen nur ungenügend als Basis für die Medikationsanamnese (Baehr, 2018b, S. 4). Zunehmend besitzen die Patienten inzwischen elektronisch erstellte Medikationspläne des Haus- oder Facharztes. Die verbesserte Qualität und Vollständigkeit der Medikationsangaben und die Lesbarkeit können die Fehlerquote bereits erheblich senken (Dormann et al., 2018, S. 1097). Beim Blick in bspw. die Notfallbehandlung eines Krankenhauses sind es jedoch keine Ausnahmen, in denen Patienten ohne einen Medikationsplan erscheinen. Hinzu kommt die häufig eingeschränkte oder schlechte gesundheitliche Verfassung, sodass die Patienten teilweise nicht auskunftsfähig oder gar nicht ansprechbar sind. In diesem Fall sind die behandelnden Ärzte auf die Zuarbeit des Haus- oder Facharztes oder der Angehörigen angewiesen (Straub et al., 2022, S. 269 f.; Vilke et al., 2000, S. 328 f.).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Medikationsfehlern im stationären Krankenhausalltag ein und erläutert die Relevanz der Arzneimitteltherapiesicherheit als zentrales Ziel dieser Forschungsarbeit.
2 Prozesse im Krankenhaus: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Prozessabläufen im Krankenhaus und ordnet den Medikationsprozess als Teil der Kern- und Wertschöpfungsprozesse ein.
3 Der konventionelle Medikationsprozess: Hier werden die einzelnen Schritte, Akteure und Rahmenbedingungen des derzeitigen, häufig papierbasierten und fehleranfälligen Medikationsablaufs analysiert.
4 Arzneimitteltherapiesicherheit und Medikationsfehler: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Arzneimitteltherapiesicherheit und Medikationsfehler, beleuchtet deren Ursachen und Folgen und setzt sich mit dem Risikomanagement auseinander.
5 Grundlagen des geschlossenen Medikationsprozesses: Die zentralen Konzepte des Closed Loop Medication Managements, einschließlich digitaler Verordnung, Validierung und Unit-Dose-Versorgung, werden hier als Lösungsansatz präsentiert.
6 Methodik der Arbeit: Es werden die angewendeten wissenschaftlichen Methoden dargestellt, darunter der PDCA-Zyklus, SWOT-Analysen sowie die Prozessmodellierung zur Erfassung und Gestaltung der Abläufe.
7 Analyse und Konzeption eines geschlossenen Medikationsprozesses: Dies bildet den Kern der Arbeit: Die Ist-Analyse der Universitätsmedizin Greifswald sowie die detaillierte Konzeptentwicklung des Soll-Prozesses werden hier beschrieben.
8 Auswirkungen der Einführung des Closed Loop Prozesses: Abschließend werden die qualitativen und wirtschaftlichen Effekte, insbesondere hinsichtlich Sicherheit und Kosten, durch die Implementierung des neuen Systems diskutiert.
9 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet die Umsetzbarkeit des Konzepts für die Zukunft der Krankenhausversorgung.
Arzneimitteltherapiesicherheit, AMTS, Closed Loop Medication Management, CLMM, Medikationsprozess, Unit-Dose-Versorgung, Krankenhausapotheke, Medikationsfehler, digitale Transformation, Patientensicherheit, Prozessoptimierung, elektronische Verordnung, Krankenhaushygiene, Risikomanagement, Universitätsmedizin Greifswald.
Die Arbeit untersucht, wie ein geschlossener digitaler Medikationsprozess (Closed Loop Medication Management) in einem Krankenhaus der Maximalversorgung implementiert werden kann, um Fehler zu reduzieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Arzneimitteltherapiesicherheit, dem Prozessmanagement im Krankenhaus, der pharmazeutischen Logistik (insbesondere Unit-Dose) und der digitalen Transformation von Medikationsabläufen.
Das Ziel ist die Entwicklung eines Konzepts, das den "Closed Loop"-Standard an der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) etablieren soll, um Medikationsfehler zu minimieren und die Patientensicherheit zu erhöhen.
Die Arbeit nutzt den PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) als methodischen Rahmen sowie SWOT-Analysen zur Schwachstellenermittlung und Swimlane-Diagramme zur Visualisierung der Prozesse.
Der Hauptteil analysiert den konventionellen Ist-Zustand, beschreibt die theoretischen Grundlagen des "Closed Loop"-Systems und entwickelt ein fundiertes Soll-Konzept für dessen Einführung.
Zentrale Begriffe sind Arzneimittelsicherheit (AMTS), Unit-Dose-Versorgung, Medikationsmanagement, Prozessoptimierung, Digitalisierung und Patientensicherheit.
Apotheker garantieren durch die pharmazeutische Validierung von Verordnungen ein Vieraugenprinzip, das arzneimittelbezogene Probleme wie Wechselwirkungen oder Kontraindikationen frühzeitig erkennt.
Das KHZG ist der treibende Gesetzgeber, der die Digitalisierung der Krankenhäuser fordert und fördert; die Erfüllung dieser Muss-Kriterien ist ein wesentliches Projektziel für die UMG.
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