Diplomarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 GENETIK DER IDIOPATHISCH GENERALISIERTEN EPILEPSIEN
1.2 KLASSIFIKATION DER IGE-SYNDROME
1.3 KENNTNISSTAND DER MOLEKULARGENETISCHEN ANALYSEN BEI IGE
1.3.1 Monogene idiopathische Epilepsien
1.3.2 Idiopathische Epilepsien mit komplexer genetischer Disposition
1.4 KOPPLUNGSANALYSEN
1.5 ASSOZIATIONSANALYSEN
1.5.1 Genom-weite Assoziationsstudien
1.6 SEQUENZANALYSEN VON KANDIDATENGENEN
1.7 ZIELSETZUNG
2. MATERIAL UND METHODEN
2.1 STUDIENPROBANDEN UND MATERIAL
2.1.1 Patienten und Kontroll-DNA
2.1.1.1 Proben für Sequenzanalyse der Kandidatengene
2.1.1.2 Studienkollektive der Assoziationsstudie
2.1.2 Chemikalien, Enzyme und Kits
2.1.3 Verwendete Geräte
2.1.4 Verwendete Verbrauchsmaterialien
2.1.5 Verwendete Programme und Datenbanken
2.2 METHODEN
2.2.1 DNA-Konzentrationsbestimmung
2.2.2 TaqMan® RNase P
2.2.3 DNA-Normalisierung
2.2.4 Polymerase Kettenreaktion
2.2.5 Agarose Gel-Elektrophorese
2.2.6 Sequenzanalysen der Kandidatengene
2.2.6.1 Auswahl der Kandidatengene
2.2.6.2 Sequenzanalyse nach Sanger
2.2.7 Pyrosequenzierung
2.2.8 GenomeLab™ SNPstream®
2.2.8 Einschätzung der Studienteststärke
2.2.9 Plausibilitätsprüfungen potentiell pathogener Sequenzvarianten
2.2.10 Statistische Methoden
3. ERGEBNISSE
3.1 SEQUENZANALYSE DER KALIUM-KANALGENE KCNJ8, KCNJ9 UND KCNJ10
3.2 SEQUENZANALYSE DES GABA-REZEPTOR-GENS GABRR1
3.3 SEQUENZANALYSE DES NA+-K+-2CL--TRANSPORTER-GENS SLC12A2
3.4 SEQUENZANALYSE DES KALZIUM-KANAL-GENS CACNA1I
3.4.1 Kosegregationsanalyse von CACNA1I c.920G>A (p.Arg307His)
3.4.2 Kosegregationsanalyse von CACNA1I c.1513C>A (p.His505Asn)
3.4.3 Kosegregationsanalyse von CACNA1I c.3077C>T (p.Pro1026Leu)
3.4.4 Kosegregationsanalyse von CACNA1I c.3579G>C (p.Gln1193His)
3.4.5 Kosegregationsanalyse von CACNA1I c.3698A>C (p.Gln1233Pro)
3.4.6 Kosegregationsanalyse von CACNA1I c.5285C>T (p.Pro1762Leu)
3.4.7 Kosegregationsanalyse von CACNA1I c.6118G>T (p.Asp2040Tyr)
3.4.8 Überprüfung der Variationen im Kontroll-Kollektiv
3.5 SEQUENZANALYSE DES KALZIUM-KANAL-GENS CACNA1H
3.6 SEQUENZIERUNG VON NLGN4X
3.7 ASSOZIATIONSANALYSEN
4. DISKUSSION
4.1 STUDIENSTRATEGIEN
4.2 SEQUENZANALYSE
4.3 ASSOZIATIONSSTUDIEN
4.4 METHODISCHE ERÖRTERUNGEN
4.4.1 Fehlerquellen
4.5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit hat zum Ziel, genetische Mutationen bei Patienten mit häufigen idiopathisch generalisierten Epilepsien (IGE) zu lokalisieren und zu identifizieren, wobei der Fokus auf Kandidatengen-Sequenzanalysen und Assoziationsstudien liegt.
1.1 Genetik der idiopathisch generalisierten Epilepsien
Epilepsien gehören mit einer Prävalenz von 3% zu den häufigsten chronischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Hauser, et al., 1996). Das Krankheitsbild Epilepsie umfasst eine heterogene Gruppe von Störungen des zentralen Nervensystems (ZNS), die klinisch durch das wiederholte Auftreten von unprovozierten epileptischen Anfällen gekennzeichnet sind, denen neurophysiologisch eine paroxysmal auftretende, synchronisierte zerebrale Erregungssteigerung zugrunde liegt (ILAE, 1989). Als Anfall wird eine vorübergehende Beeinträchtigung der Hirnfunktion bezeichnet, die sich plötzlich entwickelt und spontan endet (Hauser, et al., 1996). Ein epileptischer Anfall wird durch eine synchrone Erregungssteigerung von Neuronenverbänden des ZNS ausgelöst. Anhand elektroenzephalographischer (EEG) Untersuchungen können die Erregungssteigerungen im Gehirn erfasst werden.
Bei ca. 50% aller Epilepsien sind vorwiegend genetische Faktoren als Krankheitsursache determiniert. Dies gilt besonders für die häufigen idiopathisch generalisierten Epilepsien (IGE), die ca. 30% aller Epilepsien repräsentieren (Sander, 2003). Epileptische Anfälle stellen bei IGE das einzige Erkrankungssymptom dar, wobei der Verlauf und die Symptome keine Hinweise auf eine anatomisch begrenzte Lokalisation im Gehirn geben und keine Zeichen eines lokalen Beginns zu erkennen sind. Es gibt keine Hinweise auf exogene Faktoren (Hirntrauma, perinatale Hirnschädigung, Encephalitis, Hirnmißbildung, Tumor, etc.) zur Ätiologie der IGE (ILAE, 1989).
1. EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die genetischen Grundlagen der idiopathisch generalisierten Epilepsien ein und beschreibt die verschiedenen Ansätze zur Erforschung ihrer molekulargenetischen Ursachen.
2. MATERIAL UND METHODEN: Hier werden die Studienprobanden, das verwendete Material, die eingesetzten Geräte sowie die molekulargenetischen Methoden zur Sequenzierung und Genotypisierung detailliert erläutert.
3. ERGEBNISSE: Dieser Abschnitt präsentiert die Ergebnisse der Sequenzanalysen verschiedener Ionenkanal-Gene und die Ergebnisse der durchgeführten Assoziationsstudien.
4. DISKUSSION: In diesem Kapitel werden die Studienstrategien kritisch erörtert, die Sequenzanalysen und Assoziationsergebnisse diskutiert sowie eine Zusammenfassung und ein Ausblick gegeben.
Idiopathisch generalisierte Epilepsien, IGE, Genetik, Ionenkanäle, Sequenzanalyse, Kandidatengene, Assoziationsstudien, SNPstream, VAPSE, CACNA1I, CACNA1H, KCNJ10, Mutation, Kosegregation, Epileptogenese
Die Arbeit untersucht die molekulargenetischen Ursachen der idiopathisch generalisierten Epilepsien (IGE) durch die Analyse potenzieller Krankheitsgene.
Die zentralen Themen sind die Genetik von IGE, die Identifizierung von Genvarianten durch Sequenzierung und deren Assoziation mit dem Krankheitsbild.
Das Ziel ist die Lokalisation und Identifizierung von Genmutationen, die an der Pathogenese häufiger IGE-Syndrome beteiligt sind.
Es kommen Sequenzanalysen (Sanger-Methode), Pyrosequenzierung sowie Genotypisierungsverfahren wie GenomeLab™ SNPstream® zum Einsatz.
Der Hauptteil befasst sich mit der Sequenzanalyse verschiedener Ionenkanal-Gene (z.B. KCNJ8-10, CACNA1I, CACNA1H) und der statistischen Auswertung von Assoziationsdaten.
Die wichtigsten Begriffe sind IGE, Ionenkanäle, Kandidatengene, Sequenzanalyse, Assoziationsstudien und genetische Disposition.
Die CACNA1I-Varianten wurden mittels Sequenzierung identifiziert, um ihre Rolle bei der Epilepsieentstehung durch Kosegregationsanalysen in betroffenen Familien zu untersuchen.
Das Gen KCNJ10 konnte in dieser Studie mittels Assoziationsanalyse signifikant mit dem IGE-Krankheitsbild in Verbindung gebracht werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

