Bachelorarbeit, 2009
61 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
1.1. Das Thema und seine Grundproblematik
1.2. Die Thesen
2. Hauptteil
2.1. Frames, Framing und Framing-Effekte
2.2. Die Mediendemokratie
2.3. Die Medien im Zusammenspiel
2.3.1. Politikvermittlung durch die Medien: Ein historischer Überblick
2.3.2. Die Rolle der Medien
2.3.3. Erich Böhme: Ein Beispiel für die subjektive Sicht der Dinge
2.4. Die Politik im Zusammenspiel
2.4.1. Die Rolle der Politik
2.4.2. Die subjektive Wahrnehmung eines Politikers: Interview
2.5. Interdependenzen von Medien und Politik
3. Fazit und Ausblick
3.1. Interpretation
3.2. Fazit
Die Arbeit untersucht das wechselseitige Abhängigkeitsverhältnis zwischen Politik und Medien, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Forschung und der subjektiven Wahrnehmung von Akteuren aus beiden Bereichen.
2.3.2. Die Rolle der Medien
Schockenhoff spricht den Medien eine Doppelrolle zu. Zunächst erfüllten sie eine Dienstfunktion. Die Medien bilden eine öffentliche Meinung heraus, die nach demokratischem Selbstverständnis Grundlage der Politik ist. Dabei seien Missbrauchsmöglichkeiten medialer Freiheit durchaus denkbar. Diesen Missbräuchen ist der Mediennutzer hilflos ausgeliefert. Die öffentliche Meinung, die durch die Medien herausgebildet wird, ist dabei kein Reflex, sondern Produkt aktiven Interesses und Meinungspflege. Um die öffentliche Meinung konkurrieren staatliche Institutionen genauso wie nichtstaatliche Lobbyisten und Einzelakteure. Dabei spiegeln die Medien die verschiedenen Interessen, Standpunkte und Argumentationen nicht nur wider, sondern sind Katalysator des demokratischen Meinungsbildungsprozesses. Gleichzeitig kommen den Medien nach Klier drei zentrale Funktionen zu:
1. Die Informationsfunktion. Die Medien informieren über das politische Geschehen und dessen Hintergründe.
2. Die Überwachungsfunktion. Die Medien überwachen die politische Machtausübung der Regierungen und Parlamente.
3. Die Förderfunktion. Die Medien fördern den politischen Prozess durch aktive Einflussnahme auf die Meinungsbildung.
Daraus wird deutlich, dass die mediale Berichterstattung nicht nur die Vorstellungen über Wichtigkeit und Richtigkeit vermittelt, sondern durch unvermeidliche Selektion mittels Frames und Definition politischer Themen das Denken der gesellschaftlichen Mehrheit zu einem Thema beeinflusst. Anders ausgedrückt nehmen die Medien Einfluss auf die individuelle Meinung der Menschen. Schließlich existieren Nachrichten, Ereignisse und Personen nur dadurch, dass sie in den Medien erscheinen.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der wechselseitigen Beeinflussung von Politik und Medien sowie Darlegung der zentralen Forschungsfragen.
2. Hauptteil: Theoretische Auseinandersetzung mit Framing-Ansätzen, dem Begriff der Mediendemokratie sowie Analyse der Akteursrollen und Interdependenzverhältnisse.
3. Fazit und Ausblick: Interpretation der Ergebnisse und Zusammenführung der Erkenntnisse zur gegenseitigen Abhängigkeit der Systeme sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Politik, Medien, Mediendemokratie, Interdependenz, Framing, Politikvermittlung, Kommunalpolitik, Journalismus, öffentliche Meinung, Politainment, Unterhaltungsformate, Meinungsbildung, Symbiose, Macht der Medien, Korrektiv
Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel zwischen Politik und Medien und hinterfragt, ob eine einseitige Beeinflussung stattfindet oder ob eine gegenseitige Abhängigkeit besteht.
Zu den Kernpunkten gehören Framing-Effekte in der Berichterstattung, die Mediendemokratie und die veränderte Art der Politikvermittlung durch Unterhaltungsformate.
Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Medienwirkung und der subjektiven Wahrnehmung von Politikern und Bürgern zu ergründen.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie ein qualitatives Experteninterview mit einem Kommunalpolitiker zur Einordnung in die Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Framings, die Rolle der Medien und der Politik, sowie eine Analyse der Interdependenzen beider Systeme.
Zentrale Begriffe sind Interdependenz, Mediendemokratie, Framing, Politikvermittlung und das Spannungsfeld zwischen Information und Unterhaltung.
Er sieht das Verhältnis als ein tägliches Miteinander, bei dem persönlicher Dialog und Ehrlichkeit wesentliche Faktoren sind, um Missverständnisse zu vermeiden.
Der Autor und der Interviewpartner verneinen dies, da die Medienlandschaft zu vielfältig und zerstückelt ist, um als einheitliche Macht mit eigener Meinung zu agieren.
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