Examensarbeit, 2010
43 Seiten
1. Einführung
2. Struktur der Altersvorsorge in Deutschland
2.1. Definition Altersvorsorge
2.1.1. Das Drei-Säulen-Modell
2.1.2. Die gesetzliche Altersvorsorge
2.1.3. Die betriebliche Altersvorsorge
2.1.4. Die private Altersvorsorge
2.2. Heutige Rentensystematik der Bundesrepublik Deutschland
3. Immobilien als Altersvorsorge in Deutschland
3.1. Definition des Immobilienbegriffs
3.2. Heutige Nutzung von selbstgenutztem Immobilienvermögen als Altersvorsorge
3.3. Risiken von selbstgenutztem Immobilienvermögen
4. Reverse Mortgage
4.1. Definition und Begriffsbestimmung
4.2. Auszahlungsformen
4.3. Die Risiken
4.4. Die aktuelle Situation in Deutschland und deren Entwicklung
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit Immobilien als Baustein zur Altersvorsorge dienen können und analysiert das Instrument der Reverse Mortgage als Möglichkeit, gebundenes Immobilienkapital im Alter liquide zu machen, um den Lebensstandard zu sichern.
4.1. Definition und Begriffsbestimmung
Reverse Mortgage sind Hypothekenkredite, die es selbst nutzenden Wohneigentümern ermöglichen, während der Vertragslaufzeit Eigentümer und Bewohner zu bleiben und dennoch aus ihrem Wohneigentum ein monatliches Einkommen zur Erhöhung der Liquidität im Alter zu erwirtschaften. Im Gegensatz zu einem klassischen Hypothekenkredit werden bei Reverse Mortgages grundsätzlich sämtliche Zins- und Tilgungsleistungen gestundet und erst zum Vertragsende ausschließlich aus dem Wert der Immobilie beglichen.
Bei der Reverse Mortgage (umgekehrte Hypothek) handelt es sich um eine amerikanische Variante der Altersicherung durch Einsatz von Immobilienvermögen. Der Ursprung der Reverse Mortgage kommt aus den USA. Sie gewinnen dort auf allerdings geringem Niveau zunehmend an Bedeutung, aber auch in anderen Ländern entwickelt sich allmählich ein Markt.
Reverse Mortgage ist ein Kreditverhältnis zwischen dem Wohneigentümer als Kreditnehmer und einer Institution als Kreditgeber. Der Kreditgeber kann dem Wohneigentümer den Kredit durch verschiedene Formen auszahlen:
• in monatlichen Raten über die gesamte Lebensdauer des Eigentümers
• als Einmalauszahlung
• als Kreditlinie
• oder einer Variation dieser Alternativen.
Bei der Kreditlinie kann der Wohneigentümer innerhalb dieses Rahmens Zeitpunkt und Umfang der jeweiligen Tranchen frei wählen. Der Kredit muss nicht über die Vertragslaufzeit zurückbezahlt werden, so dass die vom Kreditgeber an den Wohneigentümer getätigten Auszahlungen sowie die anfallenden Kreditzinsen gestundet und erst zum Vertragsende zurückverlangt werden.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit zusätzlicher Altersvorsorge über die gesetzliche Rente hinaus und führt in das Konzept der Immobilie sowie der Reverse Mortgage ein.
2. Struktur der Altersvorsorge in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge sowie die gesetzlichen, betrieblichen und privaten Rentensysteme.
3. Immobilien als Altersvorsorge in Deutschland: Es wird die Rolle von selbstgenutztem Wohneigentum als Kapitalanlage und Altersvorsorge sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken analysiert.
4. Reverse Mortgage: Dieser Hauptteil definiert die Umkehrhypothek, stellt ihre Auszahlungsformen vor und diskutiert die Risiken sowie die Marktentwicklung in Deutschland und international.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung von Immobilien für die Altersvorsorge zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten für Reverse Mortgages in Deutschland.
Altersvorsorge, Rentensystem, Drei-Säulen-Modell, Immobilien, Wohneigentum, Reverse Mortgage, Umkehrhypothek, Immobilienvermögen, Liquidität, Langlebigkeitsrisiko, Kapitalanlage, Altersarmut, Finanzdienstleistung, Rentenversicherung, Altersstruktur.
Die Arbeit behandelt die Nutzung von Immobilien als Instrument zur Altersvorsorge und die Möglichkeiten, mit dem Instrument der Reverse Mortgage Immobilienkapital im Ruhestand liquide zu machen.
Die zentralen Themen sind die deutsche Rentenstruktur, die Bedeutung von selbstgenutztem Immobilienvermögen und die Funktionsweise sowie die Risikobewertung der Reverse Mortgage.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Immobilien zur Altersabsicherung beitragen können und ob Reverse Mortgage eine praktikable Lösung zur Konsumglättung für deutsche Rentner darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung bestehender Literatur, Statistiken und Studien zur Altersvorsorge und Immobilienmärkten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des deutschen Altersvorsorgesystems, die Analyse von Immobilienvermögen als Baustein der Vorsorge und eine detaillierte Betrachtung der Reverse Mortgage.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Altersvorsorge, Immobilienvermögen, Reverse Mortgage, Umkehrhypothek und Langlebigkeitsrisiko charakterisiert.
Eine Reverse Mortgage ist ein spezieller Hypothekenkredit, bei dem der Eigentümer einer Immobilie lebenslange oder befristete Rentenzahlungen erhält, ohne während der Laufzeit Zinsen oder Tilgung zahlen zu müssen; die Rückzahlung erfolgt erst beim Auszug oder Tod.
Hinderungsgründe sind unter anderem das Vererbungsmotiv, ein gewisses Misstrauen gegenüber Anbietern, rechtliche Unsicherheiten bei Kaufverträgen und das Risiko einer extrem langen Lebensdauer der Bewohner für die Kreditinstitute.
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