Examensarbeit, 2008
116 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Zu den Problemen und Grenzen der Leistungsbewertung, Leistungsbeurteilung und Leistungsbenotung beim Kreativen Schreiben in der Sekundarstufe I im Land Brandenburg
2.1 Zu den Begriffen, den Funktionen und der Problematik der Bewertung, Beurteilung und Benotung im Literaturunterricht
2.1.1 Zu den Begriffen Bewertung, Benotung und Beurteilung
2.1.2 Zur Funktion und Problematik der Bewertung, Beurteilung und Benotung der schriftlichen Leistungen im Literaturunterricht
2.1.3 Zum Leistungsbegriff auf der Grundlage des Rahmenlehrplans des Faches Deutsch für die Sekundarstufe I
2.2 Zum Begriff der Kreativität und dem Forschungsstand sowie zur Definition, der Bedeutung, den Funktionen und den Anwendungsbereichen des Kreativen Schreibens
2.2.1 Der Forschungsstand zum Kreativen Schreiben
2.2.2 Versuch einer Definition des Kreativitätsbegriffes
2.2.3 Zur Klärung des Begriffes Kreatives Schreiben
2.2.4 Zur Bedeutung, den Funktionen und zu den Anwendungsbereichen des Kreativen Schreibens im Literaturunterricht
2.2.5 Kreativen Schreiben im Rahmenlehrplan des Faches Deutsch für die Sekundarstufe I und den Bildungsstandards für das Land Brandenburg
2.3 Zur Bewertung, Beurteilung und Benotung sowie zu Problemen und allgemeinen Bewertungskriterien des Kreativen Schreibens im Kontext der möglichen Einschränkungen der Schreibleistungen der Schülerinnen und Schüler
3. Ziele, Möglichkeiten und Methoden zur transparenten, gerechten und objektiven Bewertung, Beurteilung und Benotung der Schülerleistungen beim Kreativen Schreiben
3.1 Grundlegende Ziele und methodisches Vorgehen
3.2 Transparente, objektive und gerechte Methoden zur Bewertung, Beurteilung und Benotung
3.2.1 Offenlegung und gemeinsame Erarbeitung der Bewertungskriterien
3.2.2 Schülerselbstbewertung und wechselseitige Bewertung
3.2.3 Das Portfolio
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Leistungsbewertung, -beurteilung und -benotung von kreativen schriftlichen Schülerleistungen im Literaturunterricht der Sekundarstufe I unter besonderer Berücksichtigung der Rahmenlehrpläne und Bildungsstandards des Landes Brandenburg. Ziel ist es, transparente und objektive Methoden aufzuzeigen, die trotz der Subjektivität kreativer Prozesse eine gerechte Leistungsrückmeldung ermöglichen.
1. Einleitung
Lesen und Schreiben zu lernen sind die wichtigsten Ziele, welche im Deutschunterricht erreicht werden sollten. Das Schreiben im Literaturunterricht war bis in die 70er Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts allerdings geprägt vom klassischen Aufsatzsatzunterricht. Es galt, die wichtigsten schriftlichen Darstellungsformen als regelgerechtes Schreiben zu vermitteln. Die Erzählung, der Bericht, die Beschreibung und die Schilderung waren die hauptsächlichen Elemente dieses Aufsatzunterrichtes. Jedoch begann sich Mitte der 1970er Jahre der Aufsatzunterricht langsam zu verändern und neue Methoden sowie Elemente wurden in den Deutschunterricht integriert. Beispielsweise brachte die kommunikative Wende einen bedeutungsträchtigen Einschnitt in die Vermittlung der gängigen Schreibmethoden. Ziel sollte es nun sein, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihren Texten etwas verändern sollten, indem sie schreiben für den Rezipienten. Die kommunikative Form der Texte sollte nun im Vordergrund stehen. Das bedeutete, dass die Schreibenden sich darüber bewusst sein sollten, was sie mit ihrem Text beabsichtigen und welche Wirkung sie erzielen wollten. Diese veränderte Art des Schreibens konnte nicht mehr verglichen werden mit dem des starren Aufsatzunterrichts, der noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Deutschunterricht dominierte.
In den 1980er Jahren wurde die Betonung beim Schreiben mehr auf den Schreibprozess und die persönliche Entwicklung des Schülers fokussiert. Der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht entwickelte sich. Die Schülerinnen und Schüler hatten nun die Möglichkeit, im Literaturunterricht eigenständiger zu handeln und mit eigenen Texten, Bildern oder Spielen auf das literarische Original zu reagieren. Die Aufsatzdidaktik erfuhr dadurch neue Impulse, so dass Verfahren wie das Freie Schreiben, das Personale Schreiben oder das Literarische Schreiben im Literaturunterricht angewandt wurden, um den Schülerinnen und Schülern die Äußerung ihrer Gefühle, Anliegen und Bedürfnisse im schriftlichen Rahmen zu ermöglichen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklung des Schreibunterrichts von der klassischen Aufsatzdidaktik hin zum handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht und definiert das Erkenntnisinteresse der Arbeit.
2. Zu den Problemen und Grenzen der Leistungsbewertung, Leistungsbeurteilung und Leistungsbenotung beim Kreativen Schreiben in der Sekundarstufe I im Land Brandenburg: Hier werden zentrale Begriffe definiert, der Forschungsstand zum Kreativen Schreiben analysiert und die rechtlichen sowie bildungspolitischen Vorgaben in Brandenburg kritisch hinterfragt.
3. Ziele, Möglichkeiten und Methoden zur transparenten, gerechten und objektiven Bewertung, Beurteilung und Benotung der Schülerleistungen beim Kreativen Schreiben: Dieses Kapitel stellt praktische Ansätze wie die gemeinsame Kriterienentwicklung, Schülerselbstbewertung und Portfolioarbeit vor, um den Bewertungsanforderungen gerecht zu werden.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine individuelle und transparente Bewertung kreativer Leistungen möglich ist, wenn der Fokus stärker auf den Schreibprozess gerichtet wird.
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Die Arbeit befasst sich mit der Schwierigkeit, kreative schriftliche Leistungen im Deutschunterricht der Sekundarstufe I gerecht und transparent zu bewerten, ohne dabei die Entfaltung der Kreativität zu hemmen.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung des Kreativen Schreibens, die Analyse aktueller Bewertungskonzepte sowie die Entwicklung praktischer Instrumente wie Portfolios und Kriterienbögen für den brandenburgischen Schulkontext.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Methoden und Vorschlägen, die Lehrkräften helfen, Schülerleistungen beim Kreativen Schreiben objektiver und für die Lernenden nachvollziehbarer zu beurteilen.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse didaktischer Konzepte, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit offiziellen Rahmenlehrplänen und Bildungsstandards.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Klärung von Begrifflichkeiten und Forschungsständen sowie die Vorstellung konkreter Bewertungs- und Beurteilungsmethoden für den Unterrichtsalltag.
Wichtige Schlagworte sind Kreatives Schreiben, Leistungsbewertung, Portfolio, Schreibprozess, Schülerselbstbewertung und Bewertungskriterien.
Die Arbeit schlägt vor, Bewertungskriterien gemeinsam mit den Schülern zu erarbeiten, um Transparenz zu schaffen und die Lernenden in den Prozess einzubeziehen.
Die Selbstbewertung wird als zentrales Element hervorgehoben, um die Reflexionsfähigkeit der Schüler zu fördern und sie am Bewertungsprozedere zu beteiligen.
Die Arbeit betont, dass nicht nur das Endprodukt bewertet werden sollte, sondern auch der individuelle Schreibprozess, die Anstrengung und die methodische Entwicklung des Lernenden.
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