Diplomarbeit, 2010
158 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Das Krankenhaus
2.1 Das Krankenhaus als Dienstleistungsunternehmen
2.2 Der deutsche Krankenhaus-Markt
2.2.1 Marktteilnehmer
2.2.2 Marktvolumen
2.2.3 Kostenstruktur
2.2.4 Determinanten des Krankenhaus-Marktes
2.3 Krankenhausfinanzierung
2.3.1 Die duale Krankenhausfinanzierung nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz
2.3.2 Das Krankenhausentgeltsystem
2.3.2.1 Krankenhausleistungen
2.3.2.2 Pflegesätze: Abrechnung der allgemeinen Krankenhausleistungen
2.3.2.3 Wahlleistungen
2.4 Die Rolle ausländischer Patienten in deutschen Krankenhäusern
2.4.1 Definition des Medizintourismus
2.4.2 Bedeutung des Medizintourismus für deutsche Krankenhäuser
2.4.3 Abrechnung der für ausländische Patienten erbrachten Leistungen
2.4.4 Probleme im Zusammenhang mit der Behandlung ausländischer Patienten
3 Controlling-Instrumente im Krankenhaus
3.1 Controlling-Begriff
3.2 Anforderungen an das Controlling in Krankenhäusern
3.3 Kosten- und Leistungsrechnung als Basis des Controlling im Krankenhaus
3.3.1 Gesetzliche Grundlagen zur Kosten- und Leistungsrechnung
3.3.2 Kostenartenrechnung
3.3.3 Kostenstellenrechnung und innerbetriebliche Leistungsverrechnung
3.3.4 Kostenträgerrechnung
3.3.4.1 Kostenträgerstückrechnung
3.3.4.2 Kostenträgerzeitrechnung
3.3.5 Kostenrechnungssysteme
3.4 Strategische Controlling-Instrumente
3.4.1 Balanced Scorecard
3.4.2 Stärken- und Schwächenanalyse
3.4.3 Potentialanalyse
3.4.4 Portfolioanalyse
3.4.5 Marktanalyse
3.4.6 Benchmarking
3.5 Operative Controlling-Instrumente
3.5.1 Deckungsbeitragsrechnung
3.5.2 Fixkostenmanagement
3.5.3 Gemeinkostenmanagement
3.5.4 Prozesskostenrechnung
3.5.5 Clinical Pathways
3.5.6 Target Costing
3.5.7 Budgetierung
3.5.8 Kennzahlen
3.5.9 Berichtswesen
4 Empirische Untersuchung zu Controlling-Instrumenten im Krankenhaus und deren Anwendung in Bezug auf die Behandlung ausländischer Patienten
4.1 Zielsetzung und Durchführung der Befragung
4.1.1 Zielsetzung
4.1.2 Vorgehensweise
4.1.2.1 Definition der Zielgruppe
4.1.2.2 Auswahl der empirischen Untersuchungsmethode und des Untersuchungsumfangs
4.1.2.3 Gestaltung und Struktur des Fragebogens
4.1.2.4 Pretest
4.1.3 Durchführung der Erhebung
4.1.4 Beschreibung der Auswertung
4.2 Auswertung
4.2.1 Struktur der befragten Krankenhäuser
4.2.2 Ausländische Patienten
4.2.3 Controlling-Organisation
4.2.4 Controlling-Instrumente
4.2.4.1 Kosten- und Leistungsrechnung
4.2.4.2 Strategische Controlling-Instrumente
4.2.4.3 Operative Controlling-Instrumente
4.2.5 Ergebniszusammenfassung und Handlungsbedarf
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit betriebswirtschaftlicher Controlling-Instrumente in deutschen Krankenhäusern, insbesondere im Hinblick auf die Behandlung ausländischer Patienten. Es wird analysiert, wie diese Instrumente zur Steuerung eingesetzt werden und welche Rolle der Medizintourismus spielt.
Die Rolle ausländischer Patienten in deutschen Krankenhäusern
Die Behandlung von ausländischen Patienten in Deutschland kann auf Grund des noch geringen Anteils als Nischengeschäft betrachtet werden. Das Statistische Bundesamt hat für das Jahr 2008 erhoben, dass 67.650 ausländische Patienten für einen Klinikaufenthalt nach Deutschland gereist sind. Gemessen an der Gesamtzahl der Patienten machte diese Gruppe einen Anteil von durchschnittlich 0,4 Prozent aus. Im Jahr 2008 war diese Zahl im Vergleich zum Jahr 2007 mit 70.898 Patienten aus dem Ausland jedoch rückläufig. Die Bundesrepublik Deutschland nahm damit im Jahr 2007 eine Führungsrolle innerhalb Europas ein.
Bezogen auf die einzelnen Regionen Deutschlands konnten im Jahr 2006 die in Abbildung 10 dargestellten prozentualen Anteile der Behandlung von ausländischen Patienten erreicht werden. Der bundesweite Durchschnitt lag nach dieser Erhebung bei einem Anteil von 0,37 % ausländischer Patienten. Die Spitzenposition unter den Bundesländern hatte das Saarland mit 1,26 %. Für das Bundesland Sachsen konnte ein Anteil von 0,11 % Patienten aus dem Ausland ermittelt werden. Generell kann festgehalten werden, dass sich die internationale Patientenmobilität auf die Städte Hamburg, Berlin, Koblenz, Frankfurt a. M. und München sowie generell auf die Grenzregionen im Süden und Westen Deutschlands konzentrierte.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die aktuelle Situation auf dem deutschen Krankenhausmarkt, führt in die Problematik des Controllings ein und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 Das Krankenhaus: Dieses Kapitel erläutert die Definition und Besonderheiten des Krankenhauses als Dienstleistungs- und Nonprofit-Unternehmen, beleuchtet den Markt, die Finanzierung sowie die Rolle ausländischer Patienten.
3 Controlling-Instrumente im Krankenhaus: Hier werden der Controlling-Begriff, die Anforderungen an das Controlling im Krankenhaus sowie verschiedene strategische und operative Instrumente detailliert vorgestellt.
4 Empirische Untersuchung zu Controlling-Instrumenten im Krankenhaus und deren Anwendung in Bezug auf die Behandlung ausländischer Patienten: Dieses Kapitel präsentiert die methodische Durchführung und die Ergebnisse der Befragung in sächsischen Krankenhäusern hinsichtlich der Nutzung von Controlling-Instrumenten.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Krankenhaus-Controllings.
Controlling, Krankenhaus, Krankenhausfinanzierung, Medizintourismus, DRG, Balanced Scorecard, Deckungsbeitragsrechnung, Prozesskostenrechnung, Fixkostenmanagement, Benchmarking, Kostenrechnung, Klinik, empirische Untersuchung, Patientenmobilität, betriebswirtschaftliche Instrumente
Die Arbeit thematisiert die Anwendung und Anpassung betriebswirtschaftlicher Controlling-Instrumente an die spezifischen Bedingungen des Krankenhausalltags und untersucht deren Rolle bei der Behandlung ausländischer Patienten.
Zentral sind die Darstellung des deutschen Krankenhausmarktes, die Krankenhausfinanzierung, die theoretische Fundierung des Controllings und eine empirische Analyse zur Praxis in sächsischen Kliniken.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Controlling-Instrumente im Krankenhaus sinnvoll implementiert werden können und welche Rolle diese bei der strategischen und operativen Ausrichtung auf ausländische Patienten spielen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer empirischen Vollerhebung bei 57 allgemeinen Krankenhäusern im Bundesland Sachsen mittels eines Online-Fragebogens.
Im Hauptteil werden der Controlling-Begriff, gesetzliche Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung sowie diverse strategische (z.B. Portfolioanalyse) und operative (z.B. Prozesskostenrechnung) Instrumente im Detail vorgestellt.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Controlling, Krankenhaus, Medizintourismus, DRG, Kostenrechnung, Prozesskostenrechnung und empirische Untersuchung.
Die Abrechnung erfolgt in der Regel als Privatleistung auf Basis der DRG-Fallpauschalen, wobei je nach Zugangsweg (z.B. Notfall vs. geplanter Eingriff) unterschiedliche Bedingungen und Wahlleistungsvereinbarungen gelten.
Die Befragung zeigte, dass operative Instrumente wie Kennzahlen und Budgetierung weit verbreitet sind, während die strategische Ausrichtung und eine spezifische Berücksichtigung ausländischer Patienten im Controlling bisher eher eine untergeordnete Rolle spielen.
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