Masterarbeit, 2009
69 Seiten, Note: ausgezeichnet
1 EINLEITUNG
1.1 EIN PAAR GEDANKEN ZU BEGINN
1.2 AUSGANGSLAGE
1.3 FORSCHUNGSFRAGEN UND HYPOTHESEN
1.4 GROBER AUFBAU
2 BEGRIFFSANALYSE KONFLIKTMANAGEMENT
2.1 KONFLIKTMANAGEMENT
2.1.1 Analytische und mediative Ansätze
2.1.2 Kooperative Ansätze
2.2 KOOPERATIVE KONSTRUKTIVE KONFLIKTKLÄRUNGSSYSTEME
2.3 KONFLIKTLÖSUNG VERSUS KONFLIKTKLÄRUNG
2.3.1 Konfliktlösung
2.3.2 Konfliktklärung
2.4 BEGRIFFSHIERARCHIE
2.5 ANSÄTZE DER ERARBEITUNG SYSTEMATISCHER BEHANDLUNG VON KONFLIKTEN
2.6 SCHLUSSFOLGERUNGEN BEGRIFFSANALYSE
3 EINE KONSTRUKTIVE HALTUNG
3.1 DEFINITION
3.1.1 Haltung
3.1.2 Konstruktive Haltung
3.2 ERGEBNIS
4 EINE KONSTRUKTIVE HALTUNG ÜBER DEN KÖRPER SCHULEN
4.1 ERSTE HYPOTHESE
4.2 ALS KONSTRUKTIV WAHRGENOMMENE HALTUNGEN UND VERHALTENSWEISEN
4.3 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT DES BISHER GESAGTEN
4.4 ZUSAMMENHANG VON INNEREN UND ÄUSSEREN VERHALTENSWEISEN
4.4.1 Denken
4.4.2 Somatische Marker
4.4.3 Sensorische Engramme
4.4.4 Schlussfolgerung aus den betrachteten Body-mind-Zusammenhängen
4.5 SOZIAL ADÄQUATES VERHALTEN
4.6 RÜCKSCHLÜSSE AUF VERHALTEN IM KONFLIKT
4.7 BEANTWORTUNG DER ERSTEN HYPOTHESE
5 EINE KONSTRUKTIVE HALTUNG ÜBER DEN KÖRPER LERNEN
5.1 ZWEITE HYPOTHESE
5.2 «VERKÖRPERUNG» EINER KONSTRUKTIVEN HALTUNG
5.3 WECHSELWIRKUNG VON SOMA UND PSYCHE
5.4 ERLERNEN EINER NEUEN HALTUNG
5.4.1 Tendenz des Lernens bisher
5.4.2 Möglichkeiten des Lernens über den Körper
5.4.3 Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)
5.4.4 Körperarbeit
5.5 ZWISCHENRESULTAT FÜR DIE ZWEITE HYPOTHESE
6 METHODIK DER PRAKTISCHEN ÜBERPRÜFUNG
6.1 GRUNDLAGEN FÜR DIE ERARBEITUNG
6.2 ÜBERBLICK METHODIK
6.3 KOMPONENTE 1
6.3.1 Beobachtung
6.3.2 Fragebogen 1
6.3.3 Eckdaten Fragebogen
6.3.4 Teilnehmer-Daten
6.4 KOMPONENTE 2
6.4.1 Workshop 1
6.4.2 Workshop 2
6.4.3 Workshop 3
6.4.4 Theoretische Hilfsmittel
6.5 KOMPONENTE 3: ZWISCHEN- UND SCHLUSSFRAGEBÖGEN
7 ERSTELLUNG DER WORKSHOPS
7.1 ZUGANG ZUR KÖRPERLICHEN WAHRNEHMUNG
7.2 VORKENNTNISSE DER TEILNEHMER
7.3 RELEVANZ FÜR DIE WORKSHOPS
7.4 WUNSCH NACH EMPATHIE-TRAINING
7.5 KONSEQUENZ FÜR DEN WORKSHOP
8 AUSWERTUNG DER WORKSHOPS BETREFFEND DIE ZWEITE HYPOTHESE
8.1 BEOBACHTUNGEN WORKSHOP 1
8.2 ERGEBNISSE WORKSHOP 2 UND 3
8.3 BEANTWORTUNG DER ZWEITEN HYPOTHESE
9 AUSWERTUNG DER WORKSHOPS BETREFFEND DIE DRITTE HYPOTHESE
9.1 DRITTE HYPOTHESE
9.2 RESULTATE AUS WORKSHOP 1
9.3 RESULTATE AUS ZWISCHENFRAGEBOGEN 1 UND 2
9.4 INTERPRETATION DER RESULTATE
9.5 RESULTATE AUS ZWISCHENFRAGEBOGEN 2
9.6 SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE WORKSHOPAUSWERTUNG
10 VERÄNDERUNGEN IM UMGANG MIT KONFLIKTEN
10.1 VERÄNDERUNGEN VOR UND NACH DEN SOFT-SKILLS-WORKSHOPS
10.1.1 Allgemein wahrgenommene Veränderungen
10.1.2 Konkrete Veränderungen im Umgang mit Konflikten
10.2 VERÄNDERUNGEN ÜBER EIN JAHR
10.3 BEANTWORTUNG DER DRITTEN HYPOTHESE
10.4 AUSWIRKUNGEN AUF DAS KONFLIKTKLÄRUNGSSYSTEM
11 BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGEN
11.1 ERGEBNISSE
11.2 MÖGLICHE EINWÄNDE
12 ZUSAMMENFASSUNG
13 AUSBLICK
Die Arbeit untersucht, wie eine konstruktive Konflikthaltung in Unternehmen durch die Einbindung des Körpers in den Lernprozess geschult werden kann, um Mitarbeitern eine selbstständige und effektive Konfliktbewältigung auch unter hohem Druck zu ermöglichen.
4.4.2 SOMATISCHE MARKER
Zur Reduktion der Komplexität unserer Aussenwelt und rascheren Reaktionsmöglichkeit auf Überlebens- und Fortpflanzungschancen werden im Hirn Situationen als positive oder negative Erlebnisse markiert. Damasio nennt diese somatische Marker.
"Dem somatischen Marker steht mehr als eine Route zur Verfügung, um wirksam zu werden. Eine verläuft über das Bewusstsein, die andere an diesem vorbei. Egal, ob Körperzustände real oder stellvertretend ("als ob") sind, das entsprechende neurale Muster kann bewusst gemacht werden und stellt eine Empfindung dar." (Damasio, 2000 a, S. 252)
Vergleiche auch Hüther:
"Diese somatischen Marker signalisieren, ob angesichts einer bestimmten Situation oder einer bestimmten Wahrnehmung, auch einer blossen Vorstellung, entweder eine Störung oder aber eine Stabilisierung der inneren Organisation des Organismus zu erwarten ist. Sie sind die Signale für Vermeidungs- oder Annäherungsverhalten." (Hüther, 2006 a)
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik der Konfliktbearbeitung in der Pflege und Herleitung der Forschungsfragen.
2 BEGRIFFSANALYSE KONFLIKTMANAGEMENT: Auseinandersetzung mit verschiedenen Definitionen von Konfliktmanagement und der Abgrenzung zu Konfliktklärungssystemen.
3 EINE KONSTRUKTIVE HALTUNG: Definition einer konstruktiven Haltung im Kontext von Konflikten und deren Bedeutung als Basis für Konfliktklärung.
4 EINE KONSTRUKTIVE HALTUNG ÜBER DEN KÖRPER SCHULEN: Untersuchung der Zusammenhänge von Körper und Geist (Embodiment) und der Bedeutung der Körperhaltung für die nonverbale Kommunikation im Konflikt.
5 EINE KONSTRUKTIVE HALTUNG ÜBER DEN KÖRPER LERNEN: Darstellung von Möglichkeiten, wie körperorientiertes Lernen zur Ausbildung neuer neuronaler Muster und damit einer konstruktiven Haltung beitragen kann.
6 METHODIK DER PRAKTISCHEN ÜBERPRÜFUNG: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise der empirischen Studie, inklusive der Strukturierung der Workshops.
7 ERSTELLUNG DER WORKSHOPS: Analyse der Bedürfnisse der Teilnehmer und Ableitung der Workshop-Inhalte basierend auf den erhobenen Daten.
8 AUSWERTUNG DER WORKSHOPS BETREFFEND DIE ZWEITE HYPOTHESE: Dokumentation und Interpretation der Workshop-Ergebnisse hinsichtlich der Lernbarkeit einer konstruktiven Haltung über den Körper.
9 AUSWERTUNG DER WORKSHOPS BETREFFEND DIE DRITTE HYPOTHESE: Analyse des Einflusses des körperorientierten Trainings auf die Selbstwahrnehmung der Probanden.
10 VERÄNDERUNGEN IM UMGANG MIT KONFLIKTEN: Darstellung der persönlichen Veränderungen der Teilnehmerinnen über den Zeitraum des Projekts und deren Auswirkungen auf das Konfliktklärungssystem.
11 BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGEN: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der eingangs formulierten Hypothesen sowie Diskussion der methodischen Einwände.
12 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der zentralen Erkenntnisse und des Forschungsverlaufs.
13 AUSBLICK: Reflexion über die Bedeutung der Forschungsergebnisse für die Zukunft des Konfliktmanagements und weiterer potenzieller Forschungsfelder.
Konfliktklärung, Konfliktmanagement, Konstruktive Haltung, Embodiment, Körperarbeit, Selbstwahrnehmung, Neurowissenschaften, Konfliktlösung, Unternehmenskultur, Pflege, Transformation, Selbstverantwortung, Training, Coaching, Interaktion
Die Arbeit untersucht die Integration einer „Haltungsschulung“ mittels Körperarbeit in die Entwicklung von Konfliktklärungssystemen, um Mitarbeitern eine konstruktive Konfliktbewältigung zu ermöglichen.
Die zentralen Felder sind Konfliktmanagement, neurologische Grundlagen von Körper-Geist-Zusammenhängen, die Rolle der nonverbalen Kommunikation und die praktische Anwendung von Workshop-Formaten zur Ressourcenstärkung.
Die zentrale Frage ist, wie eine konstruktive Konflikthaltung so erlernt werden kann, dass sie auch unter Druck stabil bleibt, und welche Wirkungen körperzentrierte Workshops dabei erzielen.
Es wurde eine empirische Studie in einem Alters- und Pflegeheim durchgeführt, die qualitative Fragebogenerhebungen, Beobachtungen und eine quantitative Auswertung mittels statistischer Visualisierung kombinierte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsanalyse sowie einen praktischen Teil, in dem ein Workshop-Programm entwickelt, erprobt und die erzielten Verhaltensveränderungen evaluiert werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Embodiment, Konfliktklärungssystem, konstruktive Haltung, somatische Marker und Selbstkompetenz.
„Persentio“ ist der im Workshop-Verlauf eingeführte Begriff für die gemeinsam erarbeitete, erfühlte konstruktive Haltung, der als wertfreier Ankerpunkt für die Teilnehmerinnen dient.
Die Branche ist durch hohe physische und psychische Belastungen sowie intensiven zwischenmenschlichen Kontakt geprägt, was den Bedarf an niederschwelligen, präventiven Konfliktlösungsinstrumenten besonders hervorhebt.
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