Diplomarbeit, 2006
104 Seiten, Note: 2,0
1 EINFÜHRUNG
1.1. PROBLEMSTELLUNG
1.2. VORGEHENSWEISE UND ZIEL DER ARBEIT
2. GRUNDLAGEN
2.1. STRUKTURDARSTELLUNG REWE
2.1.1. Niederlassung Hungen
2.1.2. Logistikzentrum Neudietendorf
2.2. FUNKTIONEN EINES LOGISTIKZENTRUMS
2.2.1. Effekte und Kostenstruktur des Logistikzentrums
2.2.2. Möglichkeiten der Kostenminimierung
2.3. LOGISTIKLEISTUNG
2.3.1. Bedeutung der Logistikleistung
2.3.2. Auftragsdurchlaufzeiten der Warenbereiche
2.4. KENNGRÖßEN IN DER LOGISTIK
2.4.1. Kenngrößen im Zielbereich Qualität
2.4.2. Kenngrößen der Produktivität
2.4.3. Kenngrößen der Wirtschaftlichkeit
2.4.4. Lieferungs- und Flexibilitätskenngrößen
3. KENNGRÖßEN DES BISHERIGEN KOMMISSIONIERSYSTEMS
3.1. REKLAMATIONSQUOTEN
3.1.1. Fehlmenge
3.1.2. Verwechslung
3.2. LEISTUNGSGRAD
3.2.1. Darlegung der Leistungsgradermittlung
3.2.2. Höhe des Leistungsgrades
3.2.3. Prämienzahlungen
3.3. FEHLZEITEN
3.3.1. Darlegung der Fehlzeiten
3.4.2. Auswirkungen von erhöhten Fehlzeiten
4. IMPLEMENTIERUNG EINES NEUEN KOMMISSIONIERSYSTEMS
4.1. FUNKTIONEN UND GESTALTUNGEN VON KOMMISSIONIERSYSTEMEN
4.1.1. Aufgaben von Kommissioniersystemen
4.1.3. Gestaltung von Kommissioniersystemen
4.2. ABGRENZUNG DER KOMMISSIONIERSYSTEME
4.2.1. Konventionelle und beleglose Kommissionierung
4.2.2. Arten der Kommissioniertechnik
4.2.3. Im Logistikzentrum NDD eingesetzte Systeme
4.3. IMPLEMENTIERUNG EINES BELEGLOSEN KOMMISSIONIERSYSTEMS
4.3.1. Vorstellung der Kommissionierbereiche und Kosten der Investition
4.3.2. Ziel der Einführung und Amortisationsrechnung
5. LEISTUNGS- UND WIRTSCHAFTLICHKEITSENTWICKLUNG
5.1. ZIEL DER DARLEGUNGEN
5.2. VERGLEICH DER REKLAMATIONSQUOTEN
5.2.1. Fehlmengenentwicklungen
5.2.2. Veränderungen der Verwechslungsquoten
5.3. LEISTUNGSALTERATION AUFGRUND DER UMSTELLUNG
5.4. ZEITENENTWICKLUNG
5.4.1. Fehlzeitenveränderung
5.4.2. Arbeitszeitenalteration
5.5. GESAMTDARSTELLUNG DER EFFEKTE DER UMSTELLUNG
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen der Implementierung eines beleglosen Kommissioniersystems im Logistikzentrum Neudietendorf der REWE Zentral AG. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, inwieweit die Einführung neuer Technik zur Leistungssteigerung und Wirtschaftlichkeitsverbesserung beitragen kann, wobei insbesondere quantitative Kennzahlen der Kommissionierung und Personalkostenentwicklung bewertet werden.
1.1. Problemstellung
Der harte Wettbewerb und der daraus resultierende Kostendruck auf die Logistik der Unternehmen machen sich unmittelbar im Handel deutlich. Durch die Wettbewerbsintensität des Marktes wird der traditionelle Supermarkt gezwungen die Kostenstrukturen respektiv zu überblicken und nach Optimierungen zu streben. Ziel ist es, die eigene Wirtschaftlichkeit durch Minimierung der Kosten zu maximieren und den Preisen des Wettbewerbers Paroli zu bieten. Da die Logistikkosten in der Handelslogistik einen großen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen, wird in diesem Sektor verstärkt nach Optimierungen gesucht.
Kosteneinsparungspotenziale und Leistungssteigerungsmöglichkeiten stehen hierbei in direkter Konkurrenz zueinander. Oftmals wird dies als Dilemma der Logistik bezeichnet. Eine gleichzeitige Verfolgung dieser Ziele ist in vielen Situationen nicht möglich. Beispielsweise verursachen die Erhöhung der Lieferbereitschaft und die Verringerung von Beschaffungsrisiken durch Sicherheitsbestände erhöhte Kosten.
Ziel ist es, die Dispositions-, Intra- und Distributionslogistik zu einem Optimum zu führen, indem die Kosten minimal sind, aber dem Verhältnis der geforderten Leistungen entsprechen. Um zu diesem Bestfall zu gelangen, werden mehrere Wege eingeschlagen und einer dieser Wege stellt die Verbesserung der internen Abläufe durch neue Technik dar. Die Erhöhung der Logistikleistung muss unter Berücksichtigung der Kosten erfolgen.
Explizit ist der Anlass der Untersuchung auf den personalintensiven und somit zeit- und kostenträchtigen Kommissioniervorgang zu beziehen. Durch die Implementierung eines neuen Kommissioniersystems soll die Beseitigung von Leistungs- und Wirtschaftlichkeitsdefiziten realisiert werden.
1 EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel definiert die Problemstellung durch den steigenden Wettbewerbs- und Kostendruck im Handel und legt das Ziel der Arbeit fest, die Effizienz des Kommissionierprozesses durch technische Implementierungen zu analysieren.
2. GRUNDLAGEN: Hier werden die Struktur der REWE Zentral AG sowie grundlegende Konzepte der Logistikleistung, logistischer Kenngrößen und Kostenstrukturen eines Logistikzentrums erörtert.
3. KENNGRÖßEN DES BISHERIGEN KOMMISSIONIERSYSTEMS: Dieses Kapitel fokussiert auf die Kennzahlen des Ist-Zustandes, insbesondere Reklamationsquoten, den Leistungsgrad der Mitarbeiter und Fehlzeiten als Basis für den späteren Vergleich.
4. IMPLEMENTIERUNG EINES NEUEN KOMMISSIONIERSYSTEMS: Es werden die Anforderungen an Kommissioniersysteme sowie die konkrete Investition und Implementierung belegloser Lösungen in den Bereichen Trockensortiment und Tabak detailliert dargelegt.
5. LEISTUNGS- UND WIRTSCHAFTLICHKEITSENTWICKLUNG: Dieser Hauptteil analysiert die Auswirkungen der Umstellung auf die Kennzahlen der Qualität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit im Vergleich zum Vorjahr.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach trotz der Investition bisher keine signifikante Steigerung der Wirtschaftlichkeit in allen Bereichen belegt werden konnte, und gibt einen Ausblick auf zukünftige Potenziale.
Kommissioniersystem, Logistikzentrum, Leistungssteigerung, Wirtschaftlichkeit, beleglose Kommissionierung, Handlingskosten, Logistikleistung, Reklamationsquote, Kommissionierproduktivität, Personalkosten, Amortisationsrechnung, Logistikkosten, Lagerlogistik, Fehlzeiten, Prozessoptimierung
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Auswirkungen einer technischen Umstellung im Logistikbereich eines Großhandelsunternehmens auf die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Kommissionierung.
Zentrale Themen sind die logistische Kennzahlensteuerung, die Implementierung belegloser Kommissioniersysteme und die Bewertung von Investitionen durch Kosten-Nutzen-Analysen.
Das Ziel ist die Untersuchung, ob und inwieweit die Investition in ein belegloses Kommissioniersystem die internen Abläufe optimiert, die Qualität steigert und die Kosten senkt.
Der Autor nutzt einen datengestützten Ansatz mit Kennzahlenanalyse (Produktivität, Qualität, Wirtschaftlichkeit) und führt eine Amortisationsrechnung für das Investitionsobjekt durch.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Vorstellung der Kommissionierbereiche, der Investitionskosten sowie dem detaillierten Vergleich der Leistungsdaten (Reklamationsquoten, Leistungsgrade, Personalkosten) vor und nach der technischen Implementierung.
Schlüsselwörter sind u.a. Kommissionierproduktivität, Personalkosten, Amortisationsrechnung, Logistikleistung und beleglose Kommissionierung.
Die Amortisationsrechnung zeigt, dass sich die Investition im Bereich Trockensortiment im 3. Jahr amortisiert, was als tragfähig eingestuft wird.
Die Analyse zeigt im Tabaklager nach der Umstellung keine signifikanten Verbesserungen bei den Verwechslungsquoten und bei den Fehlmengen sogar eine Verschlechterung.
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