Bachelorarbeit, 2024
84 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Methodisches Vorgehen
3. Gesundheitliche Belastungen für Pflegefachkräfte im Krankenhaus
3.1 Belastungsbegriff
3.2 Das Belastungs-Beanspruchungs-Modell
3.3 Pflegenotstand und demografische Entwicklung in der Krankenpflege
3.4 Arbeits- und Gesundheitssituation der Pflegefachkräfte und deren Belastungen in der stationären Krankenpflege
4. Betriebliches Gesundheitsmanagement
4.1 Aufgaben, Handlungsfelder und Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.2 Finanzierungs- und Vorgehensweisen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in der stationären Krankenpflege
4.3 Verbreitung des betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Pflege in Deutschland
5. Digitale Gesundheitsförderung als Ansatz des betrieblichen Gesundheitsmanagements im Krankenhaus
5.1 Schwerpunkte und Ziele der digitalen Gesundheitsförderung
5.2 Finanzierung der Kosten im Rahmen der digitalen Gesundheitsförderung
6. Digitale Gesundheitsförderung zur Verbesserung der Gesundheitssituation von Pflegefachkräften – Forschungsstand
7. Chancen und Grenzen der digitalen Gesundheitsförderung als Ansatz des betrieblichen Gesundheitsmanagements – Diskussion der Ergebnisse
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit digitale Gesundheitsförderungsmaßnahmen als Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) effektiv dazu beitragen können, die gesundheitliche Belastungssituation von Pflegefachkräften in Krankenhäusern langfristig zu verbessern.
3.2 Das Belastungs-Beanspruchungs-Modell
Das Belastungs-Beanspruchungs-Modell nach Walter Rohmert und Joseph Ruthenfranz aus dem Jahr 1975 gilt als eine Grundlage „um die direkten Wirkungen, Wechselwirkungen und Rückwirkungen der Arbeitsanforderungen und ihrer resultierenden Belastungen zu beurteilen“ (Hartmann 2022, S. 327). Bei der Untersuchung der Arbeitsbedingungen und der Beurteilung derer wird hierbei ein besonderes Augenmerk auf die physischen und psychischen Auswirkungen auf den Menschen gelegt (vgl. Rohmert 1984 in Sonntag et al. 2012, S. 261).
Dem Belastungs-Beanspruchungsmodell zufolge wirkt bei Erfahrung einer Belastung die Belastung auf die Mitarbeiter_innen ein und kann in Abhängigkeit von individuellen Einflussfaktoren, wie beispielweise dem Alter, dem Geschlecht, dem Gesundheitszustand oder bestimmten, persönlichen Erfahrungen, Einstellungen, Ressourcen, Handlungs- und Kompensationsfähigkeiten unterschiedliche Auswirkungen haben. Darüber hinaus sollten die Auswirkungen einer Belastung als multifaktoriell betrachtet werden, da sie von der Arbeitsaufgabe, den Arbeitsmitteln, der Arbeitsumgebung, der Arbeitsorganisation und dem Arbeitsplatz abhängen (vgl. Telzerow 2022, S. 527f.).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Fachkräftemangel und die steigende Arbeitsbelastung in Krankenhäusern und definiert die Forschungsfrage zur Wirksamkeit digitaler Gesundheitsförderung für Pflegefachkräfte.
2. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die orientierende Literaturrecherche, die Datenbankauswahl und die angewandten Kriterien zur Identifizierung und Bewertung wissenschaftlicher Quellen.
3. Gesundheitliche Belastungen für Pflegefachkräfte im Krankenhaus: Das Kapitel analysiert die physischen und psychischen Belastungen des Pflegeberufs unter Einbeziehung theoretischer Modelle wie dem Belastungs-Beanspruchungs-Modell vor dem Hintergrund des aktuellen Pflegenotstands.
4. Betriebliches Gesundheitsmanagement: Hier werden Aufgaben, Handlungsfelder und rechtliche Rahmenbedingungen des BGM definiert sowie Finanzierungswege und die Verbreitung in deutschen Krankenhäusern erörtert.
5. Digitale Gesundheitsförderung als Ansatz des betrieblichen Gesundheitsmanagements im Krankenhaus: Das Kapitel beschreibt digitale Instrumente wie Apps, Wearables und Online-Plattformen als innovative Ansätze und diskutiert deren Finanzierung und Schwerpunkte.
6. Digitale Gesundheitsförderung zur Verbesserung der Gesundheitssituation von Pflegefachkräften – Forschungsstand: Dieser Abschnitt wertet internationale Studien zu digitalen Interventionen aus und prüft deren Wirksamkeit bei der Reduktion von Belastungsfolgen.
7. Chancen und Grenzen der digitalen Gesundheitsförderung als Ansatz des betrieblichen Gesundheitsmanagements – Diskussion der Ergebnisse: Das Kapitel diskutiert kritisch die Vor- und Nachteile digitaler BGM-Maßnahmen unter Berücksichtigung von Aspekten wie Datenschutz, Akzeptanz und technischer Machbarkeit.
8. Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis sowie zukünftige Forschungsbedarfe an.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, Digitale Gesundheitsförderung, Pflegefachkräfte, Krankenhaus, Arbeitsbelastung, Belastungs-Beanspruchungs-Modell, Pflegenotstand, Stressmanagement, BGM, Gesundheitsprävention, Online-Coaching, Wearables, Gamification, Präventionsgesetz, Gesundheitskompetenz.
Die Arbeit analysiert den Einsatz digitaler gesundheitsförderlicher Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, um die Gesundheit von Pflegefachkräften in Krankenhäusern zu schützen und deren Belastungen zu reduzieren.
Zentrale Themen sind die Analyse beruflicher Belastungen in der Pflege, Grundlagen des BGM, verschiedene digitale Interventionstools sowie die Diskussion der Chancen und Risiken dieser Technologien.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit kann eine geeignete, digitale Gesundheitsförderung als Ansatz des betrieblichen Gesundheitsmanagements für Pflegefachkräfte im Krankenhaus zu einer Verbesserung der Gesundheitssituation beitragen?“
Die Arbeit basiert auf einer fundierten, orientierenden Literaturrecherche unter Einbeziehung verschiedener Fachdatenbanken und der Auswertung aktueller Forschungsstudien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Belastungsfaktoren in der Pflege, die Darstellung des klassischen BGM, die Erläuterung digitaler Ansätze sowie die Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie BGM, digitale Gesundheitsförderung, stationäre Pflege, Arbeitsbelastung, Stressmanagement und technologische Innovationen im Krankenhauswesen charakterisiert.
Die Autorin bewertet die Quantität der Literatur als befriedigend, merkt jedoch an, dass es an Langzeitstudien mangelt, welche die langfristigen Effekte digitaler Programme auf die Pflegefachkräfte belegen würden.
Der Datenschutz wird als eine wesentliche Hürde genannt, da Unsicherheiten bezüglich der Datensicherheit geringere Teilnahmequoten verursachen und als Barriere für die Akzeptanz digitaler Lösungen dienen können.
Es dient als theoretisches Fundament, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen individuellen Anforderungen und den entstehenden gesundheitlichen Belastungen im Pflegekontext wissenschaftlich zu verstehen.
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