Masterarbeit, 2024
87 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
I.1. Problemstellung und Forschungsfrage
I.2 Struktur der Arbeit
II. Begriffliche Klärung
II.1 Der Glücksbegriff
II.2. Das Konzept ‚Wohlbefinden‘
II.3 Lebenszufriedenheit und Lebensqualität
III. Das gelingende Leben – Konzeptionen und Grundlagen
III.1 Aristoteles’ Konzept der eudaimonia
III.2 Martha NUSSBAUMS Theorie des guten Lebens
III.2.1 Der Capabilities Approach
III.2.2 Analyse und kritische Reflexion der Fähigkeitenliste
IV. Das pädagogische Konzept – Schulfach ‚Glück‘
IV.1 Unterrichtsfach ‚Glück‘ nach Ernst Fritz-Schubert
IV.2 Ziele des Schulfachs ‚Glück‘
IV.3 Wissenschaftlicher Hintergrund
IV.4 Das Tetraedermodell
IV.4.1 Psychologische Bedürfnisse (Regulation)
IV.4.2 Konsistenz (Kognition)
IV.4.3 Kohärenz (Motivation)
IV.4.4 Kompetenz (Volition)
IV.5 Das Curriculum
IV.6 Empirie zum Schulfach ‚Glück‘
V. Analyse anhand Nussbaums Konzept des guten Lebens
V.1 Leben
V.2 Körperliche Gesundheit
V.3 Körperliche Integrität
V.4 Sinneswahrnehmung, Vorstellung, Denken
V.5 Emotionen
V.6 Praktische Vernunft
V.7 Zugehörigkeit
V.8 Andere Spezies
V.9 Spiel
V.10 Kontrolle über die eigene Umwelt
V.11 Der Capabilities Approach – kritisches Fazit
VI. Fazit
VI.1 Zusammenfassung der Analyseschritte
VI.2 Schlussfolgerung und Ausblick
Diese Arbeit analysiert das pädagogische Konzept des vom Ernst Fritz-Schubert ins Leben gerufenen Schulfachs ‚Glück‘ im Vergleich zur Theorie des guten Lebens von Martha Nussbaum, um zu untersuchen, inwieweit das Unterrichtsfach zur Förderung des Wohlbefindens beitragen und zentrale menschliche Fähigkeiten vermitteln kann.
Die Mesotêslehre
Gemäß Aristoteles liegt die tugendhafte Ausübung der Vernunft darin, die rechte Mitte (meson, mesotês) zwischen zwei Extremen, zu finden (NE II 2, 1104a18ff). Die rechte Mitte ist hierbei jedoch nicht im herkömmlichen, arithmetischen Sinne zu verstehen. Sie repräsentiert vielmehr das angemessene Maß zwischen zwei Extremen, einem Übermaß (hyperbolê) und einem Mangel (elleipsis) (NE II 6, 1107a2 f.). Die einzige Ausnahme bilden Handlungen oder Affekte, die an sich schlecht sind, wie zum Beispiel Neid und Diebstahl. Auf sie lässt sich die Mesotêslehre nicht anwenden (NE II 6, 1107a8–17). Die Bestimmung berücksichtigt demnach den Umstand, dass das richtige Handeln vom Einzelfall abhängt (NE II 2, 1103b34–1104a10) und somit stets individuell beurteilt werden muss (Spierling 2004, S. 68). Durch die wiederholende Wahl der rechten Mitte formt der Mensch nach Aristoteles seinen eigenen Charakter zu einem tugendhaften. Das Besitzen dieses tugendhaften Charakters stellt seiner Meinung nach die wahre Form des guten Lebens dar, die eudaimonia. Denn durch ein solches Leben wird die spezifische Funktion des Menschen in ihrer bestmöglichen Form zum Ausdruck gebracht (Aufenanger 1984, S. 32).
I. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die steigende psychische Belastung von Schüler*innen und führt das Schulfach ‚Glück‘ als Ansatz zur Förderung von Kompetenzen für ein gelingendes Leben ein.
II. Begriffliche Klärung: Die Begriffe Glück, Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und Lebensqualität werden inhaltlich voneinander abgegrenzt und theoretisch fundiert.
III. Das gelingende Leben – Konzeptionen und Grundlagen: Das Kapitel vergleicht Aristoteles’ Konzept der eudaimonia mit Martha Nussbaums Capabilities Approach und ihrer Liste zentraler menschlicher Fähigkeiten.
IV. Das pädagogische Konzept – Schulfach ‚Glück‘: Hier werden die Ziele, der wissenschaftliche Hintergrund (u.a. PERMA, Salutogenese, Tetraedermodell) und die strukturierte Umsetzung des Schulfachs dargelegt.
V. Analyse anhand Nussbaums Konzept des guten Lebens: Es folgt eine detaillierte Gegenüberstellung der zehn Nussbaum-Fähigkeiten mit den Inhalten und Handlungsphasen des ‚Glücks‘-Unterrichts.
VI. Fazit: Die Arbeit resümiert die Analyseergebnisse und zieht eine Schlussfolgerung über das Potenzial des Schulfachs im Hinblick auf eine ganzheitliche Bildung.
Glück, Wohlbefinden, Capabilities Approach, Martha Nussbaum, Ernst Fritz-Schubert, Schulfach Glück, Eudaimonia, Tetraedermodell, Lebensqualität, Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie, Ethik, Pädagogik, Resilienz, Selbstbestimmung
Die Arbeit untersucht das Schulfach ‚Glück‘ von Ernst Fritz-Schubert und analysiert dessen Potenzial, Schüler*innen Fähigkeiten für ein gelingendes Leben zu vermitteln, wobei der Capabilities Approach von Martha Nussbaum als theoretischer Maßstab dient.
Zentral sind die Konzepte von Glück und Wohlergehen, die philosophischen Grundlagen des gelingenden Lebens, aktuelle pädagogische Herausforderungen sowie die praktische Umsetzung des ‚Glücks‘-Schulfachs.
Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern die Inhalte des Schulfachs ‚Glück‘ mit den von Nussbaum postulierten zentralen Fähigkeiten für ein erfülltes Leben korrelieren und ob dieser Ansatz effektiv zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und einen theoretischen Vergleich, bei dem das pädagogische Konzept des ‚Glücks‘-Unterrichts kritisch anhand der zehn Fähigkeiten von Nussbaums Capabilities Approach geprüft wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine philosophische Grundlegung bei Aristoteles und Nussbaum, eine detaillierte Vorstellung des pädagogischen Modells (Glücksunterricht) sowie eine umfassende Analyse der zehn Fähigkeiten Nussbaums in Bezug auf deren Umsetzung im schulischen Alltag.
Wesentliche Begriffe sind Glück, Wohlbefinden, Capabilities Approach, Schulfach Glück, Eudaimonia, Tetraedermodell, Persönlichkeitsentwicklung und Resilienz.
Das Tetraedermodell dient als strukturelles Fundament des ‚Glücks‘-Unterrichts und ordnet menschliche Grundbedürfnisse sowie Wachstumsfaktoren, die den sechs Handlungsphasen des Curriculums zugrunde liegen.
Die Arbeit weist darauf hin, dass Nussbaums Liste aus einer westlichen Perspektive stammt und viele Punkte eher menschenrechtliche Grundvoraussetzungen als tatsächlich erlernbare Fähigkeiten darstellen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Schulfach ‚Glück‘ besonders wertvoll bei der Förderung der Emotionsregulation ist, weist aber darauf hin, dass empirische Belege zur Wirksamkeit bisher eher begrenzt sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

