Bachelorarbeit, 2010
42 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Perspektiven der Krankenhausfinanzierung in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die pauschalierte Investitionsförderung. Ziel ist es, die Herausforderungen der klassischen dualistischen Finanzierung aufzuzeigen und alternative Modelle, insbesondere die regionale Monistik in Nordrhein-Westfalen, kritisch zu analysieren.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Problemstellung der Investitionslücke im deutschen Krankenhauswesen erläutert und die Bedeutung der DRG-Einführung für die Finanzierung von Krankenhäusern hervorhebt. Anschließend werden die Grundlagen der Krankenhausfinanzierung in Deutschland dargelegt, wobei die Geschichte der Finanzierung und der gesetzliche Rahmen beleuchtet werden.
Das dritte Kapitel widmet sich der dualen Krankenhausfinanzierung und analysiert deren Prinzipien sowie die Probleme der Investitionsfinanzierung durch die Länder. Die Kritik an der dualistischen Finanzierung wird ebenfalls behandelt. Im vierten Kapitel wird das DRG-System vorgestellt, seine Geschichte, Einführung in Deutschland und die Systematik der Vergütung nach DRGs werden beleuchtet.
Kapitel 5 untersucht die bundeseinheitliche leistungsorientierte Investitionsförderung und stellt das Modell der regionalen Monistik in Nordrhein-Westfalen vor. Die ersten Erfahrungen mit der regionalen Monistik werden diskutiert. Schließlich wird in Kapitel 6 eine kritische Würdigung der pauschalierten Förderung in NRW vorgenommen.
Krankenhausfinanzierung, Investitionsförderung, DRG, duale Finanzierung, regionale Monistik, Nordrhein-Westfalen, pauschalierte Förderung, Investitionsstau, Krankenhauswesen, Gesundheitswesen, Wettbewerb.
Die duale Krankenhausfinanzierung teilt die Kosten auf zwei Träger auf: Die Bundesländer sind für die Investitionskosten (z. B. Neubauten, Großgeräte) zuständig, während die Krankenkassen die laufenden Betriebskosten (z. B. Personal, Material) über Pflegesätze bzw. Fallpauschalen finanzieren.
Nach aktuellen Schätzungen hat sich über die vergangenen Jahrzehnte ein Investitionsstau von bis zu 50 Milliarden Euro gebildet, da die staatliche Förderung oft nicht ausreichte, um den tatsächlichen Bedarf zu decken.
Das G-DRG-System wurde 2003 eingeführt, um Krankenhausleistungen über pauschalierte Entgelte abzurechnen. Ziel war es, die Liegezeiten zu verkürzen, Transparenz zu schaffen und die Bezahlung nach dem Prinzip „gleicher Preis für gleiche Leistung“ zu vereinheitlichen.
Bei der Einzelförderung finanzieren die Länder spezifische Großprojekte auf Antrag. Die pauschale Förderung hingegen dient der Finanzierung kleinerer Investitionen und kurzfristiger Anlagegüter, wobei sich die Höhe nach den Planbetten und der Versorgungsstufe richtet.
Nordrhein-Westfalen gilt als Innovator, da es mit der Einführung der regionalen Monistik ein Modell erprobt hat, das auf leistungsorientierten Investitionspauschalen basiert, um den Investitionsstau effizienter abzubauen.
Kritiker bemängeln, dass die Trennung von Investitions- und Betriebskosten zu Ineffizienzen führt und die Länder ihrer Finanzierungsverpflichtung für Investitionen oft nicht in ausreichendem Maße nachkommen.
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