Diplomarbeit, 2010
95 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Gang der Untersuchung
1.2.1 Vorüberlegung
1.2.2 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Ausgewählte Begriffe der Kostenrechnung
2.2 Unternehmensrechnung: Hauptgebiete, Teilbereiche, Aufgaben
2.3 Definition der Materialkosten
2.4 Kostenrechnungssysteme
2.5 Instrumentarium: Kostenartenrechnung
2.5.1 Gliederung der Kostenarten
2.5.2 Erfassung der wichtigsten Kostenarten
2.6 Instrumentarium: Kostenstellenrechnung
2.6.1 Aufgaben und Gliederung der Kostenstellen
2.6.2 Betriebsabrechnungsbogen (BAB)
2.6.3 Verrechnung der innerbetrieblichen Leistung
2.6.4 Bildung von Kalkulationssätzen für die Verrechnung der Kostenträger-Gemeinkosten auf die Kostenträger
2.7 Instrumentarium: Kostenträgerrechnung
2.7.1 Einteilung nach Kalkulationszeitpunkt
2.7.2 Einteilung nach Kalkulationsverfahren
2.7.2.1 Divisionskalkulation
2.7.2.2 Zuschlagskalkulation
2.8 Kostenmanagement
2.8.1 Gemeinkostenwertanalyse
2.8.2 Fixkostenmanagement
2.8.3 Zielkostenmanagement
2.8.4 Grenzplankostenrechnung (flexible Plankostenrechnung auf Teilkostenbasis)
2.8.5 Prozesskostenrechnung
3 Ausarbeitung
3.1 Entwicklung der Gemeinkosten in Relation zu den Gesamtkosten
3.2 Darstellung ausgewählter Verfahren zur Errechnung und Verteilung der Materialgemeinkosten
3.2.1 Numerisches Beispiel der Vollkostenrechnung
3.2.2 Numerisches Beispiel der Grenzplankostenrechnung
3.2.3 Numerischer Vergleich der traditionellen Zuschlagskalkulation mit der prozessorientierten Kalkulation
3.3 Vergleich der Verfahren bezüglich der Verteilung der Materialgemeinkosten
3.3.1 Die Zuschlagskalkulation der Istkostenrechnung
3.3.2 Die Kalkulation mit der Grenzplankostenrechnung
3.3.3 Genauere Betrachtung der Prozesskostenrechnung
3.4 Die Vorkalkulation
3.5 Normierte differenzierende Zuschlagskalkulation
3.6 Beurteilung einer Entkopplung der Abhängigkeit der Materialkosten von den Materialgemeinkosten
3.7 Kurze Beurteilung des Zielkostenmanagements
3.8 Kurze Beurteilung der Gemeinkostenwertanalyse
3.9 Kritische Betrachtung der Verfahren
4 Zusammenfassung und Ausblick
4.1 Grenzen der Arbeit
4.2 Zusammenfassung
4.3 Verbreitung von Kostenrechnungssystemen und Kalkulationsverfahren in der Praxis
4.4 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bewertung der Materialkosten in produzierenden Unternehmen, wobei der Fokus insbesondere auf dem Materialgemeinkostenanteil und dessen Einfluss auf die Vorkalkulation liegt. Ziel ist es, die Eignung verschiedener Kostenrechnungssysteme für eine verursachungsgerechte Verrechnung dieser Kosten kritisch zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Preisfindung zu beleuchten.
3.9 Kritische Betrachtung der Verfahren
Die Kostenträgerrechnung sowohl der Ist- als auch der Normalkostenrechnung enthält als Vollkostenrechnungsverfahren eine Unschärfe. Das bedeutet, sie versucht sämtliche im Zusammenhang mit der Produktion und dem Absatz anfallenden bzw. angefallenen Kosten auch nach Möglichkeit in die Kalkulation, Preisbildung und Erfolgsermittlung einzubeziehen und den betrieblichen Erzeugnissen zuzurechnen. Dieses Bemühen ist vom gedanklichen Ansatz her richtig; denn es geht davon aus, dass sämtliche in einer Unternehmung anfallenden Kosten letztlich ihre Ursache in der Leistungserstellung haben und deshalb auch diesen Leistungen angelastet (Finalprinzip) und soweit möglich über den Preis hereingeholt werden müssen. Es zeigt sich, dass in Betrieben mit differenziertem Erzeugnisprogramm ein Teil der anfallenden oder angefallenen Kosten den Trägern deshalb nicht richtig zugeordnet werden kann, weil dieser Teil über Schlüsselgrößen verrechnet werden muss und hier ebenfalls das Problem mangelnder Proportionalität entsteht.
In diesen Betrieben muss die Kostenträgerrechnung in Form der Zuschlagskalkulation erstellt werden. Diese ist aber bekanntermaßen dadurch gekennzeichnet, dass nur die so genannten Einzelkosten den Kostenträgern direkt und damit ordnungsgemäß zugerechnet werden können, während der oftmals größere Teil der Gemeinkosten zunächst einmal in der Kostenstellenrechnung gesammelt und aufbereitet werden muss, um erst danach mit Hilfe der erwähnten Schlüsselgrößen den Kostenträgern angelastet zu werden. Eine solche Form der Kostenzuordnung ermöglicht aber keine wirklich verursachungsgerechte Kostenträgerbelastung im System der Vollkostenrechnung.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Aufgabenstellung ein, erläutert die zunehmende Bedeutung der Materialkosten und definiert das Ziel der Untersuchung im Kontext von Käufer- und Verkäufermärkten.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die wesentlichen Begriffe und Instrumentarien der Kostenrechnung, einschließlich der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung sowie moderner Kostenmanagement-Ansätze, theoretisch fundiert.
3 Ausarbeitung: Dieser Hauptteil analysiert die Entwicklung der Gemeinkosten, vergleicht verschiedene Kalkulationsverfahren anhand numerischer Beispiele und beleuchtet kritisch die Eignung der Methoden zur Materialkostenverrechnung.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Grenzen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz von Prozesskostenrechnung und anderen Managementinstrumenten.
Materialkosten, Materialgemeinkosten, Kostenrechnungssysteme, Vollkostenrechnung, Grenzplankostenrechnung, Prozesskostenrechnung, Vorkalkulation, Zuschlagskalkulation, Gemeinkostenmanagement, Produktvielfalt, Kostentransparenz, Verursachungsprinzip, Angebotskalkulation, Kostenmanagement, Deckungsbeitragsrechnung
Die Arbeit befasst sich mit der verursachungsgerechten Bewertung von Materialkosten in produzierenden Unternehmen, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Materialgemeinkostenanteil und dessen Auswirkungen auf die Vorkalkulation gelegt wird.
Zu den Schwerpunkten gehören die Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung, Methoden des Kostenmanagements wie Zielkostenrechnung und Prozesskostenrechnung sowie der Einfluss veränderter Produktionsstrukturen auf die Gemeinkosten.
Das Ziel ist die kritische Beurteilung verschiedener Verfahren zur Verrechnung von Materialgemeinkosten, um aufzuzeigen, wie eine präzisere und verursachungsgerechtere Preisfindung in der Vorkalkulation erreicht werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse theoretischer Konzepte, die durch numerische Beispiele und Vergleiche der verschiedenen Kalkulationsverfahren (Vollkosten-, Grenzplan- und Prozesskostenrechnung) illustriert werden.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Entwicklung der Gemeinkosten in den letzten Jahrzehnten, dem detaillierten Vergleich von Kalkulationsmethoden und der praktischen Anwendung von Instrumenten zur Kostentransparenz.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Materialgemeinkosten, Prozesskostenrechnung, Zuschlagskalkulation, Zielkostenmanagement und die Transformation von Kostenstrukturen in modernen Unternehmen geprägt.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die zunehmende Individualisierung und Vielfalt der Produkte zu einer Zunahme des Gemeinkostenanteils führt, da immer mehr Kosten gemeinsam für unterschiedliche Produktvarianten anfallen, was traditionelle Zuschlagsmethoden vor Herausforderungen stellt.
Die Prozesskostenrechnung ermöglicht laut Arbeit eine präzisere Zuordnung der Gemeinkosten indirekter Leistungsbereiche, indem sie Tätigkeiten und Prozesse in den Mittelpunkt stellt, anstatt pauschale Wertschlüssel auf Basis von Einzelkosten anzuwenden.
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