Examensarbeit, 2007
118 Seiten, Note: 1,5
Vorwort
I. Geburt, Tod und Auferstehung Jesu historisch betrachtet
1. Hinführung
2. Geburt Jesu
2.1 Matthäus (Mt 1 + 2)
2.2 Lukas (Lk 1 - 2, 21)
2.3 Historische Erträge des Quellenvergleichs
2.4 Intentionen der Verfasser
3. Tod und Auferstehung Jesu
3.1 Paulus (1. Kor 15,1-11)
3.2 Markus (Mk 15 + 16)
3.3 Sondergut bei Matthäus
3.4 Sondergut bei Lukas
3.5 Johannes (Joh 18, 28–21, 25)
3.6 Historischer Ertrag des Quellenvergleichs
3.7 Intentionen der Verfasser
4. Aktuelle Positionen
4.1 Gerd Theißen
4.1.1 Geburt Jesu
4.1.2 Tod und Auferstehung Jesu
4.2 Wolfhart Pannenberg
4.2.1 Geburt Jesu
4.2.2 Tod und Auferstehung Jesu
4.3 Gerd Lüdemann
4.3.1 Geburt Jesu
4.3.2 Tod und Auferstehung Jesu
5. Zusammenfassung
II. Religionspädagogische Betrachtungen
1. Hinführung
2. Die Kritische Symbolkunde von Peter Biehl
2.1 Erfahrung
2.1.1 Was ist Erfahrung?
2.1.2 Erfahrungsbezogenes Lernen im Religionsunterricht
2.2 Erfahrung – Symbol
2.2.1 Was ist ein Symbol?
2.2.2 Kritische Symbolkunde im Religionsunterricht
2.3 Erfahrung – Symbol – Glaube
2.4 Kritik an Biehls Ansatz
2.5 Didaktische Konsequenzen für den Religionsunterricht
3. Festtheorien
3.1 Alltag versus Fest?
3.2 Eigenschaften eines Festes
3.3 Religiöse Feste
3.4 Didaktische Konsequenzen für den Religionsunterricht.
4. Unterrichtseinheit von Peter Biehl zum Weihnachtsfest
4.1 Geschichte des Weihnachtsbrauchtums
4.2 Didaktische Kriterien der Einheit
4.3 Intentionen der Unterrichtseinheit
4.4 Praktische Ideen für diese Unterrichtseinheit
5. Zusammenfassung
III. Unterrichtsbausteine für die Osterzeit
1. Hinführung
2. Bildungsplan
3. Symbole des Osterfestes
3.1 Geschichte des Osterbrauchtums
3.2 Das Symbol „Stein“
4. Didaktische Kriterien der Einheit
5. Unterrichtsbausteine mit dem Symbol „Stein“ (Sek. I)
5.1 Steine und deren Bedeutung für den Mensch
5.2 Gedenksteine
5.3 Mit Steinen werfen
5.4 Jesus und die Ehebrecherin (Joh 8, 3-11)
5.5 Grabsteine und die Frage nach dem Tod
5.6 Auferstehungsvorstellungen in den Religionen
5.7 Die Auferstehung Jesu (Mk 16, 1-20)
5.8 Ideen für eine Auferstehungsfeier
Ausblick
Materialien zu den Unterrichtsbausteinen
Literaturangaben
Die Arbeit untersucht die historischen Wurzeln der christlichen Hauptfeste Weihnachten und Ostern durch eine historisch-kritische Analyse der biblischen Quellentexte sowie deren religionspädagogische Relevanz und Umsetzungsmöglichkeiten für den modernen Religionsunterricht anhand des symboldidaktischen Ansatzes von Peter Biehl.
Mk 16, 1-8
Einige Frauen, unter ihnen jene Maria von Magdala, wollen nach dem Sabbat zum Grab gehen, um den Leichnam Jesu einzusalben und einzuölen. Für einige Ausleger ist die Tatsache, einen eingewickelten und beigesetzten Leichnam zu salben, „ein kühner Gedanke“50. Die Sonne geht an diesem ersten Tag der Woche gerade auf, als die Frauen das Grab erreichen. Sie überlegen noch, wer den Stein vom Grab wegrollen soll, als sie bemerken, dass der Stein bereits weggerollt ist.
Als die Frauen das Grab betreten, sitzt darin ein Engel, vor dem sie erst einmal erschrecken, bevor er sie anspricht. Er verkündet den Frauen, dass der gekreuzigte Jesus auferstanden ist. Sie sollen es den anderen Jüngern und speziell Petrus weitererzählen. Die Reihenfolge der vom Engel erwähnten Geschehnisse ist interessant:
Der Satz „Jesus wurde auferweckt“ steht obenan; „erst dann kommt auch das leere Grab in den Blick […]. Die Tendenz ist also nicht: Das Grab ist leer, also ist Jesus auferstanden; sondern sie ist geradezu entgegengesetzt: Jesus ist auferweckt– er ist nicht hier – das Grab ist also leer.“51
I. Geburt, Tod und Auferstehung Jesu historisch betrachtet: Untersuchung der biblischen Quellen zu Geburt, Tod und Auferstehung Jesu unter Berücksichtigung historisch-kritischer Exegese und moderner theologischer Positionen.
II. Religionspädagogische Betrachtungen: Erläuterung des symboldidaktischen Ansatzes von Peter Biehl sowie Festtheorien, angewandt auf die Planung einer Unterrichtseinheit zum Weihnachtsfest.
III. Unterrichtsbausteine für die Osterzeit: Praktische Anwendung der erarbeiteten theoretischen Ansätze in Form von acht Unterrichtsbausteinen für die Sekundarstufe I mit dem zentralen Symbol des Steins.
Kirchliche Hauptfeste, Weihnachten, Ostern, historisch-kritische Exegese, biblische Quellen, Religionspädagogik, Symboldidaktik, Peter Biehl, Festtheorien, Auferstehung, Symbolik, Unterrichtsbausteine, Symbol des Steins, Bildungsplan, Glaubensvermittlung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den kirchlichen Hauptfesten Weihnachten und Ostern, deren historischer Fundierung in biblischen Texten und ihrer Bedeutung sowie methodischen Umsetzung im modernen Religionsunterricht.
Die Arbeit gliedert sich in eine historisch-kritische Quellenanalyse der Jesus-Geschichten, eine Auseinandersetzung mit Festtheorien und eine konkrete religionspädagogische Didaktik basierend auf der Symbolkunde.
Ziel ist es, die biblischen Wurzeln der Feste neu zu entdecken und Wege aufzuzeigen, wie diese im Religionsunterricht für Lernende lebendig und sinnstiftend vermittelt werden können.
Es wird die historisch-kritische Exegese zur Quellenanalyse angewandt sowie der symboldidaktische Ansatz nach Peter Biehl für die religionspädagogische Reflexion genutzt.
Der Hauptteil analysiert die Geburts- und Auferstehungsberichte der Evangelien, kontrastiert diese mit aktuellen theologischen Positionen (Theißen, Pannenberg, Lüdemann) und leitet daraus didaktische Konzepte für die Schulpraxis ab.
Zu den prägenden Begriffen gehören Feste, Symbole, Erfahrung, historische Kritik, Religiöse Kompetenz und das Symbol des Steins im Kontext der Osterzeit.
Der Stein wird im dritten Teil der Arbeit als zentrales, oft übersehenes Symbol der Osterzeit gewählt, um komplexe Themen wie Tod, Trauer und Auferstehung in der Sekundarstufe I anschaulich und erfahrungsorientiert bearbeitbar zu machen.
Der Autor konstatiert eine gewisse "Symbolarmut" in der evangelischen Kirche und plädiert dafür, durch kritische Symboldidaktik Symbole wieder neu zu entdecken und als unverzichtbares Mittel der Sinnstiftung zu nutzen.
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