Examensarbeit, 2021
70 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Wirtschaft unterrichten – aber wie?
2.1 Wirtschaft als eigenständiges Unterrichtsfach
2.2 Wirtschaft als Integrationsfach
3. Welche Art von Bildung?
3.1 Ökonomische Bildung
3.2 Sozioökonomische Bildung
3.3 Finanzielle Bildung
4. Welche Inhalte sollen wie vermittelt werden?
4.1 Gegenstandsbereiche, Stoffkategorien und Methoden
4.2 Ökonomische Perspektiven, Theorien und Modelle
5. Mittel zum Zweck: Was müssen SuS können?
5.1 Kompetenzorientierung und Standards
5.2 Von Lebenshilfe zu Partizipation und Mündigkeit
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Rolle und Ausgestaltung ökonomischer Bildung innerhalb des schulischen Faches "Politik und Wirtschaft". Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, wie viel und welche Art von ökonomischer Bildung notwendig ist, um Schülerinnen und Schüler auf ihre Rolle als mündige Wirtschaftsbürger vorzubereiten, ohne dabei eine einseitige, marktradikale Perspektive zu forcieren.
1. Einleitung
Ökonomisches Handeln ist allgegenwärtig, sei es beim Einkaufen oder bei der Mobilität. Das Thema begegnet Schülerinnen und Schülern in ihrem Alltag und begleitet sie auch nach der Schulzeit ihr Leben lang. Kaum ein anderer Bereich, wie der der ökonomischen Bildung, affektiert Individuen derart nachhaltig, weshalb ein ausgeprägtes ökonomisches Verständnis, zunehmend auch mit dem Blick auf die eigene Vermögens- und Altersvorsorge, umso wichtiger ist. Ökonomische Bildung ist zeitlos, sie beeinflusst das gegenwärtige ebenso wie das zukünftige Leben und hilft, sich in beidem zu orientieren. Doch trotz ihrer erheblichen Alltagsrelevanz für alle Menschen der Gesellschaft wird sie oftmals weder in der Familie, noch im Bekanntenkreis thematisiert, denn ‚über Geld spricht man nicht’.
Trotzdem überschätzen sich viele Schülerinnen und Schüler in Bezug auf ihre ökonomischen Kenntnisse. Zahlreiche Umfragen, wie die des Meinungsforschungsinstituts ipsos (2009) oder die des Emnid Instituts (2010) sowie Studien wie die Jugendstudien des Bankenverbandes (2003; 2006; 2009) belegen eine mangelhafte ökonomische Bildung (Massing, 2006, S. 81; Smith, 2009, S. 1; Golz, 2011, S. 1; Macha & Schuhen, 2011, S. 147; May, 2011, S. 4; Retzmann, 2011b, S. 5).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der ökonomischen Bildung ein, benennt die Problematik der mangelhaften ökonomischen Grundbildung bei Jugendlichen und umreißt die Struktur sowie das Ziel der Arbeit.
2. Wirtschaft unterrichten – aber wie?: Das Kapitel erörtert die kontroverse Debatte zwischen einem eigenständigen Unterrichtsfach "Wirtschaft" und der Lösung als Integrationsfach.
3. Welche Art von Bildung?: Hier findet eine Differenzierung zwischen ökonomischer, sozioökonomischer und finanzieller Bildung statt, wobei deren theoretische Ausprägungen und Ziele gegenübergestellt werden.
4. Welche Inhalte sollen wie vermittelt werden?: Es wird untersucht, welche ökonomischen Gegenstandsbereiche, Stoffkategorien und methodischen Zugänge für den Unterricht relevant sind, einschließlich einer kritischen Analyse wirtschaftswissenschaftlicher Theorien.
5. Mittel zum Zweck: Was müssen SuS können?: Dieses Kapitel behandelt den Paradigmenwechsel hin zur Kompetenzorientierung und diskutiert Bildungsstandards vor dem Hintergrund der übergeordneten Leitziele Mündigkeit und Partizipation.
6. Fazit: Das Fazit synthetisiert die vorangegangenen Untersuchungen und zieht Schlussfolgerungen für die Praxis des "Politik und Wirtschaft"-Unterrichts.
Ökonomische Bildung, Sozioökonomische Bildung, Finanzielle Bildung, Politik und Wirtschaft, Kompetenzorientierung, Berufsvorbereitung, Marktwirtschaft, Didaktik, Mündigkeit, Partizipation, Homo oeconomicus, Bildungsstandards, Wirtschaftsdidaktik, Lebensweltorientierung, Wirtschaftsordnung.
Die Arbeit analysiert die didaktische und fachliche Verortung ökonomischer Bildung innerhalb des Schulfaches Politik und Wirtschaft und diskutiert deren Ziele und Strategien.
Zu den Kernfeldern zählen Unterrichtsformen, verschiedene Ansätze der ökonomischen Bildung, sowie die Themen Kompetenzentwicklung und die Rolle von ökonomischen Modellen im Unterricht.
Das Ziel ist es, zu klären, in welchem Umfang und in welcher Form ökonomische Bildung in das bestehende Schulfach integriert werden sollte, um mündige Bürger zu formen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturrecherche und einer vergleichenden Diskursanalyse didaktischer Konzepte der letzten Jahrzehnte.
Der Hauptteil gliedert sich in die Diskussion der Organisationsform (Fach vs. Integration), die Definition der verschiedenen Bildungsarten und die Analyse der inhaltlichen Rahmen, Kompetenzen und Leitziele.
Die Arbeit fokussiert auf Fachdidaktik, ökonomische Mündigkeit, Kompetenzorientierung und das Spannungsfeld zwischen verschiedenen theoretischen ökonomischen Ansätzen.
Es dient als Beispiel für ein ökonomisches Experiment, das Dilemmata menschlicher Entscheidungsfindung aufzeigt und verdeutlicht, dass wirtschaftliches Handeln nicht immer rein rational im Sinne des Homo oeconomicus verläuft.
Sie wird als Modell herangezogen, um das menschliche Handeln zu systematisieren und die grundlegende ökonomische Prämisse der Knappheit in Bezug auf Bedürfnisse zu verdeutlichen.
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