Bachelorarbeit, 2015
55 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Aufgabenstellung und Projektplan
3 Stand der Technik
3.1 V-modellbasierter Entwicklungsprozess
3.2 Einteilung des Entwicklungsprozesses
4 Theoretische Grundlagen
4.1 Anforderungsmanagement
4.1.1 Anforderungen an den Antrieb
4.1.2 Notwendigkeit einer eindeutigen Beschreibung
4.1.3 Einsteuerung und Verwaltung neuer Anforderungen
4.2 Testmanagement
4.2.1 Testfallbeschreibung
4.2.2 Testfallerstellung und Vorschritt zur Automatisierung
4.2.3 Schnittstelle für anforderungsbasiertes Testen
4.3 Test und Absicherung
4.3.1 Hardware in the Loop Testmethode
4.3.2 Integrationsprüfplatz
4.3.3 System-Prüfstand
4.3.4 Fahrzeug Intensiv Test
4.3.5 Testinstanzen im Überblick
5 Entwicklung und Bewertung des Zielprozesses
5.1 Vorstellung und Bewertung der bestehenden Testprozesse
5.1.1 Testprozess I
5.1.2 Testprozess II
5.1.3 Testprozess III
5.2 Der Zielprozess
5.2.1 Anforderungsmanagement
5.2.2 Testmanagement
5.2.3 Test und Absicherung
6 Beispiel für anforderungsbasiertes Testen
6.1 Zustart Verbrennungsmotor
6.1.1 Testfälle auf Systemebene
6.1.2 Test am Integrationsprüfplatz
6.1.3 Test am Systemprüfstand
6.1.4 Test mit dem Fahrzeug-Intensiv-Test
6.1.5 Vergleich IPP mit realer Messfahrt
6.1.6 Vergleich SPS mit realer Messfahrt
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit fokussiert sich auf die Entwicklung einer methodischen Grundlage für ein anforderungsbasiertes Testmanagement in der Antriebsentwicklung. Ziel ist es, durch eine klare Aufgabenverteilung und standardisierte Prozesse eine durchgängige Traceability von der Anforderung bis zum verifizierten Testfall zu gewährleisten, um die Qualität und Effizienz im Produktentwicklungsprozess bei der BMW AG zu steigern.
4.1.2 Notwendigkeit einer eindeutigen Beschreibung
Die Qualität der Anforderungsformulierung ist von essenzieller Bedeutung für den kompletten Entwicklungsprozess. Falls das Fundament eines anforderungsbasierten Testmanagements fehlerhaft ist, ist eine Verfehlung der eigentlichen Erwartung einer Anforderung möglich. Um Missinterpretationen von Anforderungen somit ausschließen zu können, ist eine klare, eindeutige Interpretation erforderlich. Ebenso ist eine kurze und klare Struktur anzustreben. Daher entwickelte die Firma SOPHIST eine simple Schablone, um das Formulieren von Anforderungen zu vereinheitlichen.
Die Mitentwicklerin dieses Vorgehens, Chris Rupp, spricht hierbei von einem Bauplan für Anforderungen. Ziel dieser Schablone ist eine Beschreibung auf hohem Niveau mit geringem Analyseaufwand.
1 Einleitung: Beschreibt die steigende Komplexität und die Notwendigkeit für entwicklungsbegleitende, anforderungsbasierte Testprozesse in der modernen Automobilindustrie.
2 Aufgabenstellung und Projektplan: Definiert das Ziel der Arbeit, ein generisches und rückverfolgbares System für anforderungsbasiertes Testmanagement zu entwickeln.
3 Stand der Technik: Erläutert das BMW-spezifische V-Modell zur Systementwicklung und die Einteilung des Entwicklungsprozesses in Integrationsstufen (I-Stufen).
4 Theoretische Grundlagen: Beschreibt die drei Säulen des Testmanagements – Anforderungsmanagement, Testmanagement sowie Test und Absicherung – und grenzt verschiedene Testinstanzen ab.
5 Entwicklung und Bewertung des Zielprozesses: Analysiert verschiedene reale Testprozesse und leitet daraus einen optimierten Zielprozess zur Steigerung der Qualität und Transparenz ab.
6 Beispiel für anforderungsbasiertes Testen: Validiert den entwickelten Zielprozess anhand eines konkreten Praxisbeispiels bei einem Verbrennungsmotor-Zustart unter Nutzung verschiedener Messumgebungen.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Faisiert die Ergebnisse des erarbeiteten Prozessvorschlags und nennt weitere Potenziale zur Optimierung durch modellbasiertes Entwickeln.
Anforderungsmanagement, Testmanagement, Test und Absicherung, V-Modell, Traceability, Integrationsprüfplatz, Systemprüfstand, Fahrzeug-Intensiv-Test, Hardware in the Loop, Entwicklungsbegleitende Testprozesse, Antriebsentwicklung, Modellbasierte Systementwicklung, SysML, ECU-Test, BMW AG.
Es geht um die konzeptionelle Entwicklung und methodische Absicherung eines anforderungsbasierten Testmanagements, um Testprozesse in der automobilen Antriebsentwicklung transparenter und effizienter zu gestalten.
Die zentralen Themenfelder sind die strukturierte Anforderungserhebung, die Etablierung einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit (Traceability) zwischen Anforderungen und Testfällen sowie die psychologische und prozesstechnische Notwendigkeit einer klaren Rollentrennung.
Das primäre Ziel ist die Schaffung eines generischen, anforderungsbasierten Testmanagement-Modells, das Missinterpretationen vermeidet, Fehler frühzeitig erkennt und eine konsistente Dokumentation und Verknüpfung mittels geeigneter IT-Tools sicherstellt.
Die Autor verfolgt einen deskriptiven und analytischen Ansatz, beginnend mit einer Literaturrecherche und der Analyse bestehender, abteilungsübergreifender Testprozesse, gefolgt von einer zielgerichteten Evaluierung und praktischen Verifizierung durch Messreihen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Säulen des Testmanagements definiert, der aktuelle Stand der Technik (insb. V-Modell) erläutert, ein konkreter Zielprozess entworfen und dieser schließlich an einer praktischen Applikation (Zustart des Verbrennungsmotors) verifiziert.
Kernbegriffe sind Testmanagement, Anforderungsmanagement, Traceability, Modellbasierte Systementwicklung (SysML), Testinstanzen (HiL, IPP, SPS, FIT) und die Qualitätssicherung in der Antriebsentwicklung.
Das Vier-Augen-Prinzip dient der Vermeidung von Betriebsblindheit und Fehlern bei der Testfallerstellung, indem der Anforderungsersteller und der Testingenieur in einem klar definierten Prozess kommunizieren und sich gegenseitig kontrollieren.
Wie gezeigt wird, sinkt die Fehleranfälligkeit der Testfälle mit abnehmender Abhängigkeit von Simulationen; je näher die Prüfinstanz der Hardware-Realität des späteren Fahrzeugs kommt, desto valider werden die Ergebnisse bezüglich fahrdynamischer Erwartungen.
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