Magisterarbeit, 2007
98 Seiten, Note: 1,8
I. Einleitung
1. Vorgehensweise
2. Quellenlage
3. Begrifflichkeiten
II. Die Migrationsgeschichte der drei Länder
1. Norwegen
2. Dänemark
3. Deutschland
4. Fazit
III. Grundlagen der Integrationspolitik
1. Norwegen
a) Gesetze und Regelungen zur Sprachintegration
Utlendingsloven
Introduksjonsloven
Lov om rett og plikt til opplæring i norsk og samfunnskap
Opplæringsloven
b) Politische Stellungnahmen zur Rolle der Sprache bei der Integration
2. Dänemark
a) Gesetze und Regelungen zur Sprachintegration
Udlændigeloven
Integrationsloven
Danskuddannelsesloven
b) Politische Stellungnahmen zur Rolle der Sprache bei der Integration
3. Deutschland
a) Gesetze und Regelungen zur Sprachintegration
Zuwanderungs- bzw. Aufenthaltsgesetz
Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz
Integrationskursverordnung für Ausländer und Spätaussiedler
b) Politische Stellungnahmen zur Rolle der Sprache bei der
IV. Die Ausführung der Gesetze auf kommunaler Ebene
1. Sprachförderung in Oslo
a) Norwegischunterricht für Migrantenkinder
b) Norwegischkurse für erwachsene Einwanderer
2. Sprachförderung in Kopenhagen
a) Dänischunterricht für Migrantenkinder
b) Dänischkurse für erwachsene Einwanderer
3. Sprachförderung in Berlin
a) Deutschunterricht für Migrantenkinder
b) Deutschkurse für erwachsene Einwanderer
V. Die Kommunale Verantwortung
1. Die Ausstattung des Sprachunterrichts in Oslo
a) Die Lehrkräfte
b) Die Finanzierung
2. Die Ausstattung des Sprachunterrichts in Kopenhagen
a) Die Lehrkräfte
b) Die Finanzierung
3. Die Ausstattung des Sprachunterrichts in Berlin
a) Die Lehrkräfte
b) Die Finanzierung
VI. Die Problematik der Sprachintegration – Ein Vergleich der drei Länder
1. Partizipationsverhalten der Einwanderer
2. Die Rolle und Stellung der Sprache bei der Integration
3. Funktioniert Integration?
Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund
Erwachsene Einwanderer
VII. Zusammenfassung
Die Magisterarbeit untersucht vergleichend die sprachpolitischen Bestimmungen und deren praktische Umsetzung zur Integration von Einwanderern in Norwegen, Dänemark und Deutschland. Ziel ist es zu analysieren, wie Sprache als Schlüssel zur Integration in den jeweiligen nationalen Gesetzeslagen verankert ist und wie diese auf kommunaler Ebene (Oslo, Kopenhagen, Berlin) in die Praxis umgesetzt werden, wobei insbesondere die Rolle der Sprachkurse sowie die finanzielle und personelle Ausstattung beleuchtet werden.
I. Einleitung
Integration ist ein heute weit verbreiteter und vielseitig angewandter Begriff, den es stets von neuem zu definieren gilt. In der Übersetzung bedeutet Integration die Eingliederung bzw. Einbettung in ein Ganzes. Ein Subjekt kann also Teil eines Ganzen bzw. einer Gesellschaft werden, indem bestimmte Faktoren erfüllt werden. Im Fall der Integration können diese Faktoren das Sprechen der Landessprache, das Anpassen an bestimmte Normen, Verhaltensregeln und Umgangsformen oder das Einhalten von Gesetzen sein. Jedoch ist Integration nicht gleichzusetzen mit Assimilation, bei welcher es sich um eine vollständige Angleichung des Subjekts an die Masse handelt. Schließlich ist es bei der Integration nicht erwünscht, dass die Kultur, die Sprache oder die Religion des Herkunftslandes abgelegt werden. Es ist eine besondere Gratwanderung zwischen Herkunftskultur bzw. -sprache und Fremdkultur bzw. -sprache erforderlich, um von Integration und nicht von Assimilation oder Segregation sprechen zu können.
Die Sprache spielt im Integrationsprozess eine wichtige Rolle. Neben ihr gibt es allerdings weitere bedeutsame Bereiche wie den Arbeitsmarkt, soziale Netzwerke oder die Politik. Sie bauen - wie die Teilnahme am politischen Geschehen - auf den sprachlichen Fertigkeiten auf, begünstigen - wie in sozialen Beziehungen - den Spracherwerb oder stehen - wie die Chancen auf dem Arbeitsmarkt - in Wechselwirkung zur Sprache. Außerdem wird zwischen direkten und indirekten Einflussfaktoren unterschieden. „[D]as Wanderungs- und Bleibemotiv, die Aufenthaltsdauer, das Einreisealter und die Bildung (sowohl im Herkunfts- wie im Aufnahmeland), das mitgebrachte kulturelle Kapital, der darüber bedingte subjektive Eigenwert der Sprache und die (individuelle) Intelligenz“ haben eine direkten Einfluss auf die sprachliche Integration. Indirekt bedingt ist sie durch die Motivation zum Lernen (z.B. durch die Aussicht auf eine bessere Arbeitsstelle), den Zugang (Kursangebote), die Qualifikation der Lehrkräfte und die Qualität des Unterrichts, die individuellen Fähigkeiten (Vorbildung oder spezielle Lernfertigkeiten) sowie die Kosten des Lernens (Kosten der Sprachkurse, Zeitaufwand).
I. Einleitung: Definiert den Begriff der Integration, grenzt ihn von Assimilation ab und erläutert die zentrale Bedeutung der Sprache als Einflussfaktor im Integrationsprozess.
II. Die Migrationsgeschichte der drei Länder: Dokumentiert die Entwicklung der Zuwanderungsströme in Norwegen, Dänemark und Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg.
III. Grundlagen der Integrationspolitik: Analysiert die gesetzlichen Regelungen zur Sprachintegration und die politischen Stellungnahmen in den drei Vergleichsländern.
IV. Die Ausführung der Gesetze auf kommunaler Ebene: Untersucht die praktische Umsetzung der Sprachförderung für Migrantenkinder und Erwachsene in Oslo, Kopenhagen und Berlin.
V. Die Kommunale Verantwortung: Setzt sich mit der personellen und finanziellen Ausstattung der Sprachkurse an den jeweiligen kommunalen Standorten auseinander.
VI. Die Problematik der Sprachintegration – Ein Vergleich der drei Länder: Vergleicht das Partizipationsverhalten und diskutiert die Erfolgschancen und Hürden der Sprachintegration.
VII. Zusammenfassung: Fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zur sprachlichen Integration und deren Rahmenbedingungen zusammen.
Integration, Sprachpolitik, Einwanderung, Sprachförderung, Zweitspracherwerb, Norwegen, Dänemark, Deutschland, Integrationskurs, Sprachunterricht, Migrationsgeschichte, Partizipation, Sprachstand, Qualifikation, Kommunale Verantwortung
Die Arbeit analysiert und vergleicht die sprachpolitischen Rahmenbedingungen sowie deren praktische Umsetzung bei der Integration von Einwanderern in Norwegen, Dänemark und Deutschland.
Das zentrale Themenfeld ist die Sprachintegration als Schlüssel zur gesellschaftlichen Eingliederung, wobei insbesondere der Zweitspracherwerb in den drei Vergleichsländern im Fokus steht.
Ziel ist es zu ermitteln, wie die gesetzlichen Vorgaben zur sprachlichen Integration in den drei Ländern verankert sind und wie diese in den jeweiligen Hauptstädten konkret auf kommunaler Ebene ausgestaltet und finanziert werden.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die primär auf der Auswertung von Gesetzestexten, Regierungsdokumenten, offiziellen Berichten sowie statistischen Daten basiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der Migrationsgeschichte, den gesetzlichen Grundlagen der Integrationspolitik, der Ausführung dieser Gesetze auf kommunaler Ebene (Sprachförderung für Kinder und Erwachsene) sowie der Ausstattung und Finanzierung der Bildungsangebote.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Integration, Sprachpolitik, Einwanderung, Sprachförderung, Integrationskurse sowie den Ländervergleich zwischen Norwegen, Dänemark und Deutschland.
Während Norwegen und Deutschland den Muttersprachenunterricht als hilfreiche Übergangslösung für Einwandererkinder praktizieren, hat Dänemark den entsprechenden gesetzlichen Anspruch für Schüler aus nicht-westlichen Ländern seit 2002 eingeschränkt.
Die Motivation gilt als Grundvoraussetzung, da ein Kursangebot ohne Anreize – etwa durch berufliche Perspektiven oder soziale Integration – laut der Untersuchung oft zu Kursabbrüchen führt.
Die Untersuchung zeigt, dass der Erfolg der Sprachintegration maßgeblich von der Qualität der Lehrkräfte, der Verfügbarkeit differenzierter Angebote und einer gesicherten Finanzierung abhängt, um den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen gerecht zu werden.
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