Masterarbeit, 2025
108 Seiten
1 Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Forschungsbedarf
1.3 Ziele und Nicht-Ziele
1.4 Forschungsfrage
2 Methodik
2.1 Selektive Literaturrecherche
2.2 Systematische Literaturrecherche
2.3 Empirischer Teil
2.3.1 Verwendung von Künstlicher Intelligenz
2.4 Gender & Diversität
2.5 Ethik
2.6 Datenschutz
2.7 Vertraulichkeit
3 Ergebnisse der Literaturrecherche
3.1 Aufbau und Funktion der Gesundheitsverwaltung
3.1.1 Öffentliche Verwaltung und Gesundheit
3.1.2 Kommunikation und das Gesundheitswesen
3.1.3 Kommunikation mit der Öffentlichkeit
3.1.4 Koordination innerhalb der Gesundheitsverwaltung
3.2 Public Health Emergency Preparedness
3.2.1 Stärkung der Gesundheitsverwaltung nach Gesundheitskrisen
3.2.2 Risikomanagement und Pandemien
3.3 Internationaler Vergleich des Covid-19-Pandemiemanagements
3.3.1 Unterschiedliche Reaktionen von Gesundheitssystemen auf die Covid-19-Pandemie
3.4 Best-Practice-Beispiele
4 Ergebnisse der Expert:inneninterviews
4.1 Kurzusammenfassung der Interviews
4.1.1 Interview 1
4.1.2 Interview 2
4.1.3 Interview 3
4.1.4 Interview 4
4.1.5 Interview 5
4.1.6 Interview 6
4.1.7 Interview 7
4.1.8 Interview 8
4.2 Auswertung der Interviews
4.2.1 Positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit und Kommunikation
4.2.2 Herausforderungen in der Kooperation und Kommunikation
4.2.3 Kooperationsmechanismen mit anderen Behörden
4.2.3 Rolle der Stakeholder
4.2.4 Verbesserungsvorschläge für einen etwaigen zukünftigen Pandemieplan
4.2.5 Innovationspotenzial in der Pandemiebekämpfung
4.2.6 Effektivität der Koordination zwischen verschiedenen Ebenen
4.2.7 Widersprüche von Expert:innen
4.3 Zusammenfassung der Interviewergebnisse
5 Beantwortung der Forschungsfragen
5.1 Beantwortung der Unterfrage 1
5.2 Beantwortung der Unterfrage 2
5.3 Beantwortung der Unterfrage 3
5.4 Beantwortung der Unterfrage 4
5.5 Beantwortung der Hauptforschungsfrage
6 Diskussion
6.1 Synthese der Ergebnisse
6.2 Reflexion der Arbeitsweise
6.3 Stärken und Limitationen der Forschung
6.4 Empfehlungen für eine weiterführende Forschung
Die vorliegende Abschlussarbeit verfolgt das primäre Ziel, die Rolle und Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) in Österreich während der Covid-19-Pandemie kritisch zu reflektieren und Optimierungspotenziale für ein zukünftiges Pandemiemanagement zu identifizieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie der ÖGD aus Expertensicht künftig wirksamer zur Bewältigung von Pandemien beitragen kann, insbesondere im Hinblick auf eine effektive Verwaltungsstruktur und Kooperation.
1.1 Hintergrund
Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) versteht unter dem ÖGD ein System (oder eine Struktur) innerhalb des Gesundheitssystems, welches auch dritte Säule genannt wird. Dieses System hat spezifische Aufgaben und Zuständigkeiten, die durch verschiedene Organisationseinheiten auf Bundes-, Landes- bzw. Gemeindeebene wahrgenommen werden. Beispielsweise sind auf der Gemeindeebene die Gesundheitsämter als Organisationseinheit des ÖGD unter anderem für die Gesundheitsförderung der Bevölkerung zuständig (Öffentlicher Gesundheitsdienst, 2019).
Der Hintergrund und die Aufgaben des ÖGD werden in der Nationalen Strategie zur öffentlichen Gesundheit präziser erläutert. Dieses Dokument bietet einen Einblick in den Ursprung des Entstehens des ÖGD und enthält weiteres Hintergrundwissen zu diesem Thema. Der ÖGD hat seinen Wirkungsbereich in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens. Zu den zentralen Rollen des Gesundheitswesen gehört die Sicherstellung und das Bereitstellen von qualitativ hochwertigen Informationen, das Treffen von Entscheidungen ohne wirtschaftliche Interessen im Hintergrund sowie das Balancieren von Interessen verschiedener Akteur:innen. Aufgrund der beschriebenen Struktur ist der ÖGD in der Lage eine führende Rolle bei Planungen im Gesundheitssystem wahrzunehmen (BMSGPK, 2013).
Die Aufgaben des ÖGD auf den verschiedenen Verwaltungsebenen in Österreich sind weitreichend und umfassen von der Aufsicht und Qualitätssicherung im Gesundheitssystem, Epidemiologie, Krankheitsvermeidung, Infektionsschutz bis hin zu medizinischem Krisenmanagement und etlichen weiteren Aufgaben (Öffentlicher Gesundheitsdienst, 2019). Ein weiteres relevantes Tätigkeitsprofil des ÖGD, welches für diese Arbeit von Relevanz ist, stellen die Amtsärzt:innen dar. Diese nehmen einige der zuvor beschriebenen Aufgaben des ÖGD wahr, sind in den Gesundheitsämtern tätig und beschäftigen sich neben der Vollziehung von behördlichen Aufgaben, wie beispielsweise der Vermeidung von Gefahren für die Bevölkerungsgesundheit, auch mit der Bekämpfung von Krankheiten durch konkretes Eingreifen, zu denen auch Pandemien zählen (Öffentlicher Gesundheitsdienst, 2019).
1 Einleitung: Einführung in das Thema, die Forschungsziele und die Verortung der Arbeit im Kontext der Optimierung des Pandemiemanagements durch den ÖGD.
2 Methodik: Beschreibung des wissenschaftlichen Vorgehens, kombiniert aus systematischer Literaturrecherche und qualitativen Experteninterviews zur Stärkung der methodischen Robustheit.
3 Ergebnisse der Literaturrecherche: Darstellung des theoretischen Rahmens über Strukturen der österreichischen Gesundheitsverwaltung, Kommunikationsprozesse und internationale Ansätze des Pandemiemanagements.
4 Ergebnisse der Expert:inneninterviews: Zusammenfassung und Auswertung der geführten Interviews, wobei Herausforderungen und Verbesserungsvorschläge für zukünftige Pandemiepläne im Zentrum stehen.
5 Beantwortung der Forschungsfragen: Synthetische Zusammenführung der Erkenntnisse aus Literatur und Interviews zur Beantwortung der Unterfragen sowie der Hauptforschungsfrage.
6 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Synthese von Literatur und Empirie sowie Ableitung von Stärken, Limitationen und Empfehlungen für zukünftige Forschung.
Öffentlicher Gesundheitsdienst, ÖGD, Pandemiemanagement, Pandemieplan, Gesundheitsverwaltung, Koordination, Kommunikation, Krisenmanagement, Covid-19, Public Health Emergency Preparedness, Österreich, Digitalisierung, Verwaltungsstruktur, Experteninterviews, Resilienz.
Die Arbeit untersucht das Optimierungspotenzial des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) in Österreich, um eine effektive Vorbereitung und Steuerung bei zukünftigen pandemischen Herausforderungen zu gewährleisten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Kooperationsfähigkeit und Kommunikation zwischen verschiedenen Verwaltungsebenen (Bund, Länder, Kommunen), der personellen und materiellen Ausstattung sowie der Integration des ÖGD in nationale Pandemieplanungen.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis von Expertenwissen und wissenschaftlicher Literatur konkrete Empfehlungen zu formulieren, um den ÖGD als Akteur im Pandemiemanagement nachhaltig zu stärken.
Es wird ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt, der eine systematische Literaturrecherche mit acht qualitativen Experteninterviews kombiniert, welche mittels Künstlicher Intelligenz inhaltlich ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Literaturanalyse der österreichischen Gesundheitsverwaltung sowie eine empirische Auswertung der Interviews, die Herausforderungen und Best-Practice-Ansätze beleuchten.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe ÖGD, Pandemiemanagement, öffentliche Verwaltung, Koordination und Krisenprävention definieren.
ChatGPT wurde genutzt, um die Transkripte der Experteninterviews systematisch nach vordefinierten Kategorien zu screenen und die Kernergebnisse für die Auswertung zu generieren.
Die Experten heben hervor, dass eine Katastrophe ein akutes, schadenbringendes Ereignis ist, das sofortiges Handeln erfordert, während eine Krise strategische Planung, Ressourcenmanagement und langfristige Koordination über einen längeren Zeitraum hinweg verlangt.
Das bestehende Meldesystem erwies sich während der Pandemie als fachlich überlastet, was die Dokumentation erschwerte und zu Zeitverzögerungen in der behördlichen Entscheidungsfindung führte.
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