Bachelorarbeit, 2009
44 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Feedback
2.1 Was ist Feedback?
2.2 Feedback in der Personalentwicklung.
3. Feedbackmethoden in der Personalentwicklung.
3.1 Top-Down Feedback: Mitarbeitergespräche
3.2 Peer Assessment: Gleichgestellten-Beurteilungen
3.3 Bottom-up Feedback: Führungskräfte-Beurteilungen
3.4 Multi-Source Feedback: Das 360° Feedback
4. Der Vergleich der Feedbackmethoden
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, welche institutionalisierten Feedbackmethoden in der Personalentwicklung Anwendung finden und wie sich diese in ihrer Zielsetzung und Ausgestaltung unterscheiden. Ziel ist es, die Funktionsweisen klassischer sowie moderner Instrumente zu analysieren und deren spezifische Vor- und Nachteile gegenüberzustellen.
Das 360° Feedback
Kaum ein anderes Instrument der Personalentwicklung wird in der wissenschaftlichen Literatur so kontrovers diskutiert wie das 360° Feedback. Für die einen stellt es die moderne „Wunderwaffe“ dar, für die anderen ist es ein Instrument mit fatalen Folgen, dass aus Führungskräften und Managern „unmündige, dressierte und kontrollierte Befehlsempfänger“ macht. (Neuberger 1998, 310)
Das 360° Feedback ist ein multiperspektivisch angelegtes Instrument zur Beurteilung und Entwicklung von Führungskräften einer Organisation. Das Feedback wird dabei auf tätigkeitsbezogene Kompetenzen, Fähigkeiten oder auch Verhaltensstile der zu beurteilenden Person bezogen. Die beurteilende Person wird mit einer Mehrzahl von tätigkeitsrelevanten Kompetenzvariablen (meist durch einen schriftlichen, standardisierten Fragebogen) eingeschätzt und das entstandene Beurteilungsprofil wird im Anschluss mit der eigenen Sicht (Selbstbild) abgeglichen. (Vgl. Scherm/Sarges 2002, 3) Der bildhafte Begriff des 360° Feedbacks ergibt sich aus einer Rundumbewertung der Zielperson. Mit dieser multiperspektivischen Sichtweise sollen „mögliche Verzerrungen einer einseitigen, interessengebundenen Sichtweise nur einer Gruppe von Beurteilern“ verhindert werden. (Ebd. 2002, 3)
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die wachsende Bedeutung von Feedbackmethoden als Instrument der Personalentwicklung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen.
2. Feedback: Dieser Abschnitt definiert den Begriff Feedback aus kybernetischer und kommunikationspsychologischer Sicht und beschreibt dessen Stellenwert für die Leistungsförderung von Mitarbeitern.
3. Feedbackmethoden in der Personalentwicklung: Es werden verschiedene Verfahren vorgestellt, von klassischen Mitarbeitergesprächen über Peer Assessment und Führungskräfte-Beurteilungen bis hin zum modernen 360°-Feedback.
4. Der Vergleich der Feedbackmethoden: Das abschließende Kapitel fasst die Verfahren in einer Synopse zusammen und analysiert deren spezifische Vor- und Nachteile für den Einsatz in Organisationen.
Feedback, Personalentwicklung, Mitarbeitergespräch, Führungskräfte-Beurteilung, 360°-Feedback, Personalmanagement, Leistungsbeurteilung, Kompetenzentwicklung, Peer Assessment, Upward Feedback, Organisationsentwicklung, Selbstbild, Fremdbild, Feedbackkultur, Mitarbeiterführung.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle institutionalisierter Feedbackinstrumente in der modernen Personalentwicklung und deren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Kompetenzentwicklung von Mitarbeitern.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Feedback, die historische Entwicklung von Beurteilungssystemen sowie die praktische Anwendung von Top-Down-, Peer-, Bottom-up- und 360°-Feedback-Verfahren.
Ziel ist die systematische Darstellung und der Vergleich verschiedener Feedbackmethoden, um deren Eignung und Vor- bzw. Nachteile für die unternehmerische Praxis zu verdeutlichen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Zusammenführung aktueller Erkenntnisse aus der Personalpsychologie und dem Personalmanagement.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Feedbackbegriffe und die detaillierte Beschreibung der vier Hauptmethoden (Mitarbeitergespräche, Gleichgestellten-Beurteilung, Führungskräfte-Beurteilung und 360°-Feedback).
Wichtige Begriffe sind insbesondere Feedback, Personalentwicklung, Mitarbeitergespräche, 360°-Feedback und Führungskräfte-Beurteilung.
Der Abgleich zwischen der eigenen Wahrnehmung und der Einschätzung durch Vorgesetzte, Kollegen oder Mitarbeiter hilft dabei, blinde Flecken zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zur Verhaltensänderung abzuleiten.
Dieses Verfahren bietet sich besonders in Arbeitsumgebungen an, in denen Teammitglieder eng zusammenarbeiten und der Vorgesetzte aufgrund räumlicher Distanz oder hoher Spezialisierung keinen ausreichenden Einblick in die Einzelleistung hat.
Kritiker führen an, dass das Verfahren bei unsachgemäßer Anwendung zu Kontrolleffekten führen kann, die Führungskräfte in ihrer Unabhängigkeit beschneiden oder Widerstände in der Unternehmenskultur auslösen könnten.
Aufgrund zunehmend flacherer Hierarchien und komplexer, vernetzter Arbeitsweisen ist eine multiperspektivische Rückmeldung notwendig geworden, um die Leistungen von Mitarbeitern und Führungskräften umfassend und objektiv bewerten zu können.
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