Bachelorarbeit, 2021
35 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Annäherung an das Resilienzkonzept
2.1. Definition
2.2. Wechselwirkung Risiko- und Schutzfaktoren
2.3. Förderliche Grundhaltungen und Fähigkeiten
2.4. Resilienzförderung
2.5. Kritik
3. Resilienz in der Krise
3.1. COVID-19-Krise als multidimensionaler Stressor
3.2. Resilienzförderung während COVID-19
4. Digitale Medien in der psychosozialen Versorgung
4.1. Einführung in E-Mental Health
4.2. Trendwende während COVID-19
4.3. Online- und gemischte Interventionen
4.4. Chancen und Risiken
4.5. Gesundheitspolitische Ziele und Maßnahmen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Resilienz der österreichischen Bevölkerung während der COVID-19-Krise durch den Einsatz digitaler Medien gestärkt werden kann, wobei die Rolle der Digitalisierung im psychosozialen Versorgungssystem kritisch beleuchtet wird.
4.4.Chancen und Risiken
Mit dem Internet hat das psychosoziale Gesundheitsweisen neue Methoden für die Therapie gefunden. Neben den vielen Möglichkeiten bringen die neuen Medien jedoch genauso viele Konflikte, die es anzusprechen gilt. Im folgenden Kapitel wird eine Übersicht über die Chancen und Risiken von internetbasierten Gesundheitsinterventionen gegeben. Zu Beginn werden die Vorteile dieser Systeme genannt, folgend auf die Herausforderungen eingegangen und abschließend Forderungen für eine erfolgreichere Anwendung aufgestellt.
Mit dem Internet ist es möglich eine hohe Reichweite an Personen mit evidenzbasierten Konzepten zu erreichen. Ein großer Vorteil dabei ist, dass auch jene erreicht werden, die zeitlich und örtlich gebunden sind oder sich sonst nicht zu einer Therapie überwinden können. (vgl. Ebert et al. 2017: 723) Die Anonymität im Internet ist zwar nicht ganzheitlich als Vorteil zu sehen, ist aber für die Betroffene und den Betroffenen oft eine Erleichterung sich zu einer Therapie zu überwinden. Auch sind die Plätze nicht eingeschränkt und stehen so immer zur Verfügung. Das Warten auf einen freien Therapieplatz entfällt somit ganz und Versorgungslücken können somit weitgehend geschlossen werden. (vgl. Bauer et al. 2005: 8) Die internetbasierte Alternative ist im Vergleich zur herkömmlichen Therapie zudem kosteneffizienter, da an einigen Stellen Aufwand eingespart werden kann. (vgl. Bauer et al. 2005: 8)
Problematisch wiederum ist, der reduzierte persönliche Kontakt, welcher die Diagnose erschwert oder verfälscht. Mögliche Krisen oder Suizidalität können so übersehen werden. Zusätzlich haben die online Angebote eine höhere Abbruchrate. (vgl. Berger et al. 2018: 272) Bedenklich sind zudem der Datenschutz und der Umgang mit persönlichen Informationen. Angaben im Netz können unprofessionell und irreführend sein. Die Seriosität ist für den Laien und die Laiin kaum ersichtlich oder überprüfbar. Abschließend ist zu erwähnen, dass die allgemeine Nutzung des Internets genauso mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Neben Internetsucht oder -abhängigkeit werden hier oft ungesunde Verhaltensweisen angepriesen. Als Beispiel sind Internetforen zu nennen, die selbstschädigendes Verhalten fördern und wo auch Verabredungen zum kollektiven Suizid getroffen werden. (vgl. Bauer et al. 2005: 8) Die Möglichkeit zu persönlichem Kontakt vor Ort oder per Videokonferenz bei eventuellen Problemen oder Missverständnissen sollte ausdrücklich angeboten werden. (vgl. Gieselmann et al. 2015)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Resilienzthematik ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Stärkung der Bevölkerung durch digitale Medien während der COVID-19-Krise.
2. Annäherung an das Resilienzkonzept: Das Kapitel definiert den Begriff der psychischen Resilienz und erläutert die Wechselwirkung von Risiko- und Schutzfaktoren sowie Methoden der Resilienzförderung und kritische Sichtweisen darauf.
3. Resilienz in der Krise: Hier wird die COVID-19-Pandemie als spezifischer, multidimensionaler Stressor analysiert und Möglichkeiten zur Resilienzförderung unter den besonderen Bedingungen der Krise vorgestellt.
4. Digitale Medien in der psychosozialen Versorgung: Dieses Kapitel betrachtet die Einführung in E-Mental Health, die durch die Pandemie ausgelöste Trendwende, internetbasierte Interventionen, eine Risiko-Chancen-Abwägung sowie politische Zielsetzungen.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie wichtig der Ausbau technischer Professionalisierung, rechtlicher Rahmenbedingungen und kompetenzfördernder Maßnahmen für eine krisenfeste psychosoziale Versorgung ist.
Resilienz, Psychologie, Internet, COVID-19, E-Mental Health, Psychosoziale Versorgung, Krisenmanagement, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Digitale Medien, moodGYM, Gesundheitsversorgung, Prävention, Verhaltenstherapie, Datenschutz.
Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung der psychischen Widerstandskraft (Resilienz) der österreichischen Bevölkerung durch digitale Medien unter den besonderen Herausforderungen der COVID-19-Krisenzeit.
Die zentralen Felder sind das Resilienzkonzept, die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Psyche, der Bereich E-Mental Health sowie die gesundheitspolitische Integration digitaler Lösungen.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie die österreichische Bevölkerung während der COVID-19-Krise mit Unterstützung digitaler Medien gefördert werden kann, um Resilienz aufzubauen.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Bachelorarbeit, die bestehende Literatur, Studien und Modelle zur Resilienzforschung und E-Mental-Health analysiert und in den Kontext der laufenden Pandemie setzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Resilienzkonzepts, die Analyse der spezifischen Stressbelastung durch die COVID-19-Pandemie sowie die Untersuchung digitaler Interventionsmöglichkeiten.
Wichtige Begriffe sind Resilienzförderung, Psychologie, digitale Interventionen, E-Mental Health sowie die kritische Reflexion des Datenschutzes und der Wirksamkeit in der psychosozialen Versorgung.
„moodGYM“ dient als konkretes Beispiel für ein internetbasiertes Interventionsprogramm, das zeigt, wie digitale Werkzeuge zur Stärkung der psychischen Gesundheit und zur Ergänzung therapeutischer Angebote eingesetzt werden können.
Die Pandemie wirkt sich nicht nur auf die physische Gesundheit aus, sondern beeinflusst als Stressor ökonomische, soziale und emotionale Lebensbereiche gleichzeitig, was bei vielen Menschen zu Kontrollverlust und Hilflosigkeit führt.
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