Bachelorarbeit, 2024
78 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Fragestellung
1.2 Methodik und Aufbau
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Definition und Bedeutung von Märchen und Märchenfilmen
2.2 Geschlechterrollen: Begriffserklärung und theoretische Ansätze
2.3 Quellen im Sachunterricht
3 Das Märchen „Schneewittchen“
3.1 Die Gebrüder Grimm
3.2 Entstehung und Ursprung
3.3 Analyse der ersten Fassung „Schneewittchen“
3.3.1 Handlungsanalyse
3.3.2 Figurenanalyse
3.4 Darstellung der Geschlechterrollen
3.4.1 Geschlechterrollen um 1800
3.4.2 Geschlechterrollen in der ersten Fassung „Schneewittchen“
4 Märchenfilme „Schneewittchen“
4.1 Disneys „Snow White and the Seven Dwarfs“
4.1.1 Handlungsanalyse
4.1.2 Figurenanalyse
4.2 Darstellung der Geschlechterrollen
4.2.1 Geschlechterrollen um 1930
4.2.2 Geschlechterrollen in „Snow White and the seven Dwarfs“
4.3 „Schneewittchen am See“
4.3.1 Handlungsanalyse
4.3.2 Figurenanalyse
4.4 Darstellung der Geschlechterrollen
4.4.1 Geschlechterrollen heute
4.4.2 Geschlechterrollen in „Schneewittchen am See“
5 Vergleich der Geschlechterrollen in den Märchenversionen
6 Märchen und Märchenfilme als Quellen im Sachunterricht
6.1 Quellenarbeit im Sachunterricht
6.2 Bedeutung von Märchen und Märchenfilmen als historische Quellen
6.3 Didaktische Ansätze zur Nutzung von Märchen und Märchenfilmen im Sachunterricht
7 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Darstellung und Veränderung von Geschlechterrollen in verschiedenen Fassungen des Märchens „Schneewittchen“ sowie deren Potenzial als historische Quelle für den Sachunterricht in der Grundschule.
3.3 Analyse der ersten Fassung „Schneewittchen“
Zunächst wird das Märchen „Schneewittchen“ aus der Kinder- und Hausmärchen Fassung erster Hand der Brüder Grimm analysiert (KHM 53, 1999). Hierfür die Handlung, Figurenkonstellationen und die Darstellung der Geschlechterrollen im Märchen betrachtet.
Die Handlungslogik im Verlauf des Märchens ergibt sich aus der Ausgangssituation (erste Ebene), welche geprägt ist von dem Verstoß der Märchenhauptfigur aus dem Elternhaus. Hieraus entsteht die Suchwanderung des Helden und dessen Ausbruch aus der Alltagswelt in die Märchenwelt (vgl. Lüthi 2004, S. 25 f.). Im Märchen „Schneewittchen“ soll Schneewittchen aufgrund ihrer Schönheit vom Jäger getötet werden, hier entsteht der Verstoß aus dem Elternhaus und sie flüchtet in den Wald zu den Zwergen (von der Alltagswelt in die Märchenwelt).
Als zweite Ebene in der Handlungslogik wird die Bewältigung von Schwierigkeiten, verbunden mit der Überwindung fantastischer Hindernisse, genannt (ebd.). Schneewittchen gelangt zu den Zwergen, kümmert sich um den Haushalt und darf im Gegenzug bei ihnen leben. Die Tötungsversuche der Königin stellen die fantastischen Hindernisse dar.
Die dritte Ebene der Handlungslogik ist das Zuteilwerden des Märchenglücks. Dies ist gekennzeichnet durch Reichtum, Vermählung und/oder Erlösung (ebd.). Schneewittchen wird vom Prinzen gefunden und von seinem Diener erlöst. Nach der Heirat mit dem Prinzen, wird die Königin zu Tode bestraft.
Des Weiteren lässt sich das Märchen „Schneewittchen“ in fünf wichtige Handlungen einteilen, an denen Wendungen im Märchen stattfinden und die Charaktere dargestellt werden.
1 Einleitung: Die Einleitung benennt die Aktualität von Märchen in der Lebenswelt von Kindern und stellt die Forschungsfrage nach den Veränderungen von Geschlechterrollen sowie deren Nutzung als Quelle im Sachunterricht vor.
2 Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Märchen, Märchenfilm, Geschlechterrollen sowie das Verständnis von Quellen im fachdidaktischen Kontext des Sachunterrichts.
3 Das Märchen „Schneewittchen“: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Urfassung der Brüder Grimm von 1812 hinsichtlich ihrer Entstehungsgeschichte, ihrer Handlungsstruktur und der darin vermittelten Geschlechterrollen.
4 Märchenfilme „Schneewittchen“: Dieses Kapitel widmet sich der Untersuchung der Disney-Adaption von 1937 sowie der ZDF-Produktion „Schneewittchen am See“ auf ihre filmische Struktur und die Darstellung von Geschlechteridentitäten.
5 Vergleich der Geschlechterrollen in den Märchenversionen: Der Vergleich verdeutlicht den Wandel der Rollenbilder von der patriachalen Ausrichtung der Urfassung hin zu moderneren, komplexeren Identitätsentwürfen in aktuellen Filmen.
6 Märchen und Märchenfilme als Quellen im Sachunterricht: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Ansätze, wie Märchen als historische Quellen im Sachunterricht zur Förderung des Geschichtsbewusstseins und der Medienkompetenz eingesetzt werden können.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und plädiert für einen kritischen, reflektierten Einsatz von Medien zur Auseinandersetzung mit historischem Wandel im Unterricht.
Märchen, Märchenfilme, Schneewittchen, Geschlechterrollen, Sachunterricht, Historische Quellen, Rollenverständnis, Medienkompetenz, Historischer Wandel, Grimm, Filmische Adaption, Emanzipation, Geschlechtsspezifische Sozialisation, Geschichtsbewusstsein, Didaktik
Die Arbeit analysiert, wie sich die Darstellung von Geschlechterrollen über verschiedene Epochen hinweg in Märchen und deren filmischen Umsetzungen, speziell am Beispiel von „Schneewittchen“, gewandelt hat.
Die zentralen Themen sind Märchenforschung, historische Geschlechterrollen, Medienanalytik sowie die fachdidaktische Nutzung von Quellen im Sachunterricht.
Das Hauptziel ist aufzuzeigen, wie Märchen und Märchenfilme als historische Quellen genutzt werden können, um den Wandel von Geschlechterrollen im Unterricht kritisch zu thematisieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine handlungsorientierte Analyse der Märchentexte und ausgewählter Filmadaptionen nach etablierten Märchen- und Filmanalysemodellen.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Untersuchung der Grimmsche Urfassung, vergleicht diese mit einer Disney-Adaption und einer modernen ZDF-Produktion und leitet daraus didaktische Möglichkeiten für die Grundschule ab.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geschlechterrollen, Märchenfilme, historisches Lernen, Quellenarbeit im Sachunterricht und Rollenbilder geprägt.
In der Grimm-Fassung ist die Protagonistin primär durch Passivität, Schönheit und häusliche Tugenden definiert, während sie in der ZDF-Adaption als emanzipierte, beruflich erfolgreiche Frau dargestellt wird.
Sie dienen als Spiegel der gesellschaftlichen Normen und Werte ihrer jeweiligen Entstehungszeit und ermöglichen es Schülern, den Wandel von Lebenswirklichkeiten anschaulich nachzuvollziehen.
Die Zwerge dienen in allen Versionen als Helferfiguren, wobei ihre Rolle in den Filmen teilweise komplexer ausgestaltet ist, um die soziale Interaktion der Protagonistin in ein familiäres Umfeld einzubetten.
Es bietet einen lebensweltnahen Anknüpfungspunkt, um über Identität, Geschlechtergerechtigkeit und das eigene Rollenverständnis in einer von Medien geprägten Gesellschaft nachzudenken.
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