Bachelorarbeit, 2010
38 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Dienstleistung
2.1.1 Wesensmerkmale
2.1.2 Treibende Faktoren für Dienstleistungen und industriellen Services
2.2 Industrielle Services
2.2.1 Beispiele für industrielle Services
2.2.2 Chancen für industrielle Services
2.3 Produktion
2.4 Qualität
3 Drei Sektoren Hypothese
3.1 Expansion im Dienstleistungsgewerbe
3.2 Verhältnis Import / Export von Dienstleistungen
3.3 Auswirkungen auf die Dienstleistungsqualität
4 Qualitätsmodelle für Dienstleistungen
4.1 GAP Modell
4.2 Die sieben Dienstleistungs-Qualitätstechniken D7
4.2.1 Vignetten Technik
4.2.2 Service Blueprinting
4.2.3 Sequentielle Ereignismethode SEM
4.2.4 ServQual
4.2.5 Beschwerdemanagement
4.2.6 Frequenz-Relevanz-Analyse von Problemen FRAP
4.2.7 Service-FMEA
4.3 Total Quality Management (TQM)
4.4 Qualitätscontrolling
5 QM Methoden und Techniken
5.1 Balanced Score Card
5.2 Benchmarking
5.3 Prozessorientierte Umsetzung (DIN EN ISO 9000)
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Methoden des Qualitätsmanagements im Dienstleistungsbereich, insbesondere mit Fokus auf industrielle Services, um eine Lücke zwischen der etablierten Qualitätssicherung in der klassischen Produktion und der immateriellen Dienstleistungserbringung zu schließen.
4.2.1 Vignetten Technik
Die Vignetten Technik ist eine kreative Vorgehensweise zur Generierung von neuen, innovativen Dienstleistungsprodukten. Ziel ist es, Qualitätsurteile von Kunden über Dienstleistungen, die es noch nicht am Markt gibt, zu erhalten. In der Güterproduktion tritt man diesem Problem durch Erzeugung von Prototypen entgegen.
Zwar ist auch im Servicebereich die Erstellung von Prototypen möglich, der Aufwand eine reale Umgebung zur beispielhaften Umsetzung einer neuen Dienstleistung einzurichten wäre aber zu hoch und schwer zu realisieren.
Der Grundgedanke der 1982 entwickelten Vignetten Technik besteht darin, systematisch aufgebaute Szenarien einer neuen geplanten Dienstleistung zu schaffen. Diese Szenarien werden Vignetten genannt. Sie werden einer ausgewählten Fokusgruppe, in der Regel während eines Interviews, vorgelegt. Die Befragten sind auf diese Weise in der Lage, sich die Situation genau vorzustellen und können sich so über noch nicht existierende Zusammenhänge ein Bild machen, um anschließend ein Qualitätsurteil abzugeben (Hoeth, et al., 2002, S.32).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft ein und erläutert die Notwendigkeit, Qualitätssicherungsmethoden aus der Produktion auf Dienstleistungen zu übertragen.
2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Dienstleistung, industrielle Services, Produktion und Qualität, um ein einheitliches Verständnis für das Qualitätsmanagement zu schaffen.
3 Drei Sektoren Hypothese: Hier wird die volkswirtschaftliche Verlagerung hin zum Dienstleistungssektor sowie die Bedeutung von Import und Export in diesem Bereich analysiert.
4 Qualitätsmodelle für Dienstleistungen: Dieses Kernkapitel stellt verschiedene Modelle und Techniken vor, wie das GAP-Modell, ServQual und die D7-Techniken, zur Analyse und Verbesserung der Dienstleistungsqualität.
5 QM Methoden und Techniken: Dieses Kapitel behandelt weiterführende Management-Ansätze wie die Balanced Score Card, Benchmarking und die ISO 9000 Norm zur prozessorientierten Qualitätsumsetzung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wachsende Bedeutung des Dienstleistungssektors zusammen und unterstreicht, dass die Anwendung systematischer Qualitätsmethoden der entscheidende Erfolgsfaktor für Unternehmen der Zukunft ist.
Qualitätsmanagement, Dienstleistung, industrielle Services, ServQual, GAP-Modell, D7-Techniken, Prozessorientierung, Qualitätscontrolling, Return on Quality, Kundenzufriedenheit, Fehlervermeidung, Dienstleistungsqualität, Qualitätsfähigkeit, ISO 9000, Prozessanalyse.
Die Arbeit behandelt die Übertragung von Qualitätssicherungsmethoden, die in der klassischen Produktion etabliert sind, auf den Dienstleistungssektor.
Die zentralen Themen sind die Definition von Dienstleistungen, die Analyse der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Branche sowie die Vorstellung spezifischer Qualitätsmodelle und -methoden.
Das Ziel ist es, dem Management Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um die Qualität von Dienstleistungen messbar und steuerbar zu machen.
Es werden methodenorientierte Ansätze wie das GAP-Modell, die Vignetten-Technik, das Service Blueprinting und die Prozess-FMEA detailliert erläutert und analysiert.
Im Hauptteil werden verschiedene Modelle für Dienstleistungsqualität, die sieben Dienstleistungs-Qualitätstechniken (D7) sowie Methoden des Qualitätscontrollings wie der Return on Quality (RoQ) behandelt.
Kernbegriffe sind Qualitätsmanagement, industrielle Services, Kundenzufriedenheit, Prozessorientierung und spezifische Messmethoden wie ServQual.
Industrielle Services dienen der Steigerung von Umsatz und Kundenbindung und haben sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Wachstumsmotor für produzierende Unternehmen entwickelt.
Im Gegensatz zur Sachgüterproduktion ist bei Dienstleistungen eine Korrektur mangelhafter Ergebnisse oft nicht mehr möglich, weshalb der Prävention eine höhere Bedeutung zukommt.
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