Doktorarbeit / Dissertation, 2010
215 Seiten, Note: cum laude
1 Überblick
1.1 Relevanz der Arbeit
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Theoretischer Hintergrund der Arbeit
1.4 Methode
1.5 Forschungsfragen
2 Grundlagen
2.1 Darstellung der Problemstellung
2.2 Entwicklung der Finanzierung im Gesundheitswesen
2.3 Public Private Partnership
2.3.1 PPP-Modelle
2.3.2 PPP-Varianten
2.3.2.1 PPP-Betriebsführungsmodell
2.3.2.2 PPP-Betriebsüberlassungsmodell
2.3.2.3 PPP-Kooperationsmodell
2.3.2.4 PPP-Konzessionsmodell
2.3.2.5 PPP-Betreibermodell
2.3.3 Differenzierte PPP-Modelle
2.3.3.1 Erwerbermodell
2.3.3.2 Optionsmodell
2.3.3.3 Mietmodell
2.3.3.4 Contractingmodell
2.3.3.5 PPP-Leasingmodell
2.4 Exkurs Privatisierung
2.4.1 Formale Privatisierung
2.4.2 Materielle Privatisierung
2.4.3 Outsourcing
2.4.4 Contracting Out
2.4.5 Verfahrensprivatisierung
2.4.6 Finanzierungsprivatisierung
2.4.7 Kostenprivatisierung
2.4.8 Aufgabenprivatisierung
2.4.9 Teil- und Vollprivatisierung
2.5 Rechtliche Grundlagen
2.5.1 Partnerschaft
2.5.2 Betriebswirtschaftliche Einordnung
2.5.3 Rechtliche Einordnung
2.5.4 Vergaberecht
2.5.5 Steuerrecht
2.5.6 Haushaltsrecht
2.6 Wirtschaftlichkeitsnachweis/Value for Money
2.7 Prinzipal-Agenten-Theorie
2.8 Transaktionskostentheorie
3 Finanzierungs- und Handlungsmöglichkeiten
3.1 Finanzierungsvarianten
3.1.1 Eigenkapital
3.1.2 Fremdkapital
3.1.3 Mezzanine
3.2 Interne Finanzierungsmöglichkeiten
3.2.1 Finanzierung durch Unternehmensgewinne/Selbstfinanzierung
3.2.2 Vermögensumschichtung
3.2.3 Finanzierung aus Rückstellungen
3.2.4 Finanzierung durch Optimierung des Umlaufvermögens
3.2.5 Kapitalerhöhung
3.2.5.1 Ordentliche Kapitalerhöhung
3.2.5.2 Bedingte Kapitalerhöhung
3.2.5.3 Genehmigte Kapitalerhöhung
3.2.5.4 Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
3.3 Externe Finanzierungsmöglichkeiten
3.3.1 Eigenkapitalzuführung
3.3.2 Fremdkapitalzuführung
3.4 Mezzaninekapital
3.5 Operative Finanzierungsmöglichkeiten
3.5.1 Leasing
3.5.2 Forfaitierung
3.5.3 Funktionen der Forfaitierung
3.5.4 Verbriefungen von Forderungen
3.6 Kapitalmarktorientierte Finanzierungsmöglichkeiten
3.6.1 Anleihen
3.6.2 Anleiheformen und Emissionsfähigkeit
3.6.3 Industrieobligationen
3.6.4 Wandelschuldverschreibungen
3.6.5 Optionsschuldverschreibung
3.6.6 Gewinnschuldverschreibung
3.6.7 Null-Kupon-Anleihe
3.6.8 Variabel verzinsliche Anleihen
4 Auswirkungen auf die Finanzierungsparameter
4.1 Risiken
4.1.1 Eurostat-konforme Risiken
4.1.2 Nachfragerisiko
4.1.3 Ausfallrisiko
4.1.4 Baurisiko
4.1.5 Kreditrisiken
4.1.6 Technische Risiken
4.1.7 Planungsrisiko
4.1.8 Wirtschaftliche Risiken
4.2 Grenzen der Finanzierung
4.3 Einfluss externer Faktoren
4.4 Garantien
5 Auswahlkriterien für PPP-Modelle
5.1 Strukturierung von PPP-Modellen
5.1.1 Projektstrukturierung
5.1.2 Entwicklung des PPP-Modells
5.1.3 Auswahl des PPP-Modells
5.1.4 Kosten-Nutzen-Szenario
5.2 Holding-Modelle
5.2.1 Definition von Holding-Modellen
5.2.2 Darstellung von Holding-Modellen
5.2.3 Berliner Modell
5.2.4 Bayern-Modell
5.3 Anwendbarkeit von PPP-Modellen
5.3.1 Durchführbarkeit
5.3.2 Risikoadjustierung
5.3.3 Modellfähigkeit
5.4 Schranken von PPP-Modellen
5.4.1 Kommunalrechtliche Aspekte
5.4.2 Bundes- und landeshaushaltsrechtliche Aspekte
5.4.3 Wirtschaftliche Aspekte
5.4.4 Aufnahme von Krediten und Investitionsfinanzierung bei PPP
5.5 Praxisbeispiele PPP im Kontext von Gesundheitsfinanzierungen
5.5.1 Radioonkologisches Centrum in Kiel
5.5.2 PPP-Krankenhausprojekt in Manchester (Großbritannien)
5.5.3 PPP in Italien
5.5.4 PPP im Krankenhausbereich in Australien
5.5.5 PPP im Gesundheitsumfeld in Nigeria
6 Gestaltung und Strukturierung
6.1 Kapitalstrukturierung
6.1.1 Ermittlung von Kosten
6.1.2 Ermittlung potentieller Erlöse
6.1.3 Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben
6.1.4 Cashflow-Modellierung
6.1.5 Analyse der Annahmen
6.2 Finanzierung
6.2.1 Finanzierungsmodelle
6.2.2 Finanzierungsquelle
6.2.2.1 Kreditfinanzierung
6.2.2.2 Kapitalmarktfinanzierung
6.2.2.3 Forfaitierung
6.2.2.4 Eigenkapital
6.2.2.5 Nachrangdarlehen
6.2.2.6 Mezzanine
6.2.3 Cashflow-Modell
6.3 Realisierung
6.3.1 Kriterienkatalog
6.3.2 Konzeption
6.3.3 Subsidiaritätsprinzip
6.3.4 Wirtschaftlichkeitsnachweis
6.3.5 Modellfähigkeit
6.3.6 Finanzierbarkeit
6.3.7 Umsetzung
6.3.8 Betrieb
6.4 Dividendenpolitik und Kapitalrückführung
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob Public Private Partnership (PPP) Modelle eine geeignete Lösung zur Bewältigung der Finanzierungsproblematik im deutschen Krankenhaus- und Gesundheitswesen darstellen. Dabei steht die Frage im Fokus, ob und wie durch die Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und privaten Investoren eine nachhaltige, organisatorische und finanzielle Stabilität der Gesundheitseinrichtungen erreicht werden kann, ohne den öffentlichen Versorgungsauftrag zu gefährden.
1.1 Relevanz der Arbeit
Einhergehend mit der Entwicklung der medizinischen Errungenschaften, dem demographischen Wandel wie auch der Entstehung neuer Krankheitsbilder formierte sich ein immenses Problem bezüglich der Finanzierbarkeit der anfallenden Kosten für gesundheitliche Behandlungen. Moderne Gerätschaften, hervorragend ausgebildetes Personal und infrastrukturelle Einrichtungen stellen einen enormen Kostenapparat dar, der aus den aufkommenden Einnahmen der Krankenkassen und anderweitiger Leistungspartner nicht mehr zu finanzieren ist. Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen sehen sich vor einem zukunftsweisenden Scheideweg.
„Das Gesundheitswesen oder auch Gesundheitssystem eines Landes umfasst alle Personen, Organisationen, Einrichtungen, Regelungen und Prozesse, deren Aufgabe die Förderung und Erhaltung der Gesundheit sowie die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und Verletzungen ist.“
Des Weiteren ist das Krankenhaus an sich als Teil des Gesundheitswesens ebenso als Infrastruktur eines Landes zu betrachten. Mit nur wenigen Ausnahmen obliegen Infrastrukturaufgaben der Obhut des Staates, der sich somit auch für die Bewirtschaftung, den Erhalt und den Betrieb verantwortlich zeichnet. Infrastrukturformen lassen sich untergliedern in materielle, persönliche und institutionelle Infrastrukturformen und unterscheiden sich nach dem Endergebnis in Form von Service/Information (bspw. alle Arten von Dienstleistungen, hierzu gehören auch Krankenhaus- und Versorgungsdienstleistungen) oder physischem Ertrag (bspw. Energieversorgung).
1 Überblick: Einführung in die Problematik der Finanzierbarkeit im Gesundheitswesen sowie Vorstellung des Ziels, des theoretischen Rahmens und der methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2 Grundlagen: Detaillierte Darstellung der Problemstellung, Einführung in Public Private Partnership (PPP) mit verschiedenen Modellvarianten und Abgrenzung zum Begriff der Privatisierung, ergänzt durch rechtliche Aspekte.
3 Finanzierungs- und Handlungsmöglichkeiten: Analyse verschiedener Finanzierungsvarianten, unterteilt in interne, externe und kapitalmarktorientierte Optionen zur Realisierung von PPP-Vorhaben.
4 Auswirkungen auf die Finanzierungsparameter: Untersuchung der verschiedenen Risikofaktoren (z.B. Baurisiko, Nachfragerisiko) sowie deren Einfluss auf die Finanzierungsstruktur und die Bedeutung von Garantien.
5 Auswahlkriterien für PPP-Modelle: Beschreibung des Strukturierungsprozesses von PPP-Modellen, Erläuterung von Holding-Modellen und Darstellung von Praxisbeispielen aus dem Gesundheitswesen.
6 Gestaltung und Strukturierung: Anleitung zur praktischen Realisierung von PPP-Projekten, angefangen bei der Kapitalstrukturierung über die Finanzierungsplanung bis hin zur operativen Umsetzung und Dividendenpolitik.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse und Bewertung der Eignung von PPP-Modellen für die Zukunft des deutschen Krankenhauswesens.
Public Private Partnership, Krankenhaus, Finanzierung, Krankenhauswesen, Gesundheitswesen, DRG, Behandlungskosten, PPP-Modelle, Privatisierung, Krankenkasse, Value for Money, Finanzierungsplan, Haushaltsplan, Sozialgesetzbuch, Prinzipal-Agenten-Theorie.
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Finanzierung von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen durch öffentlich-private Partnerschaften (PPP) im deutschen Gesundheitswesen.
Die Arbeit deckt die Bereiche Krankenhausfinanzierung, PPP-Modellvarianten, die Abgrenzung zur Privatisierung, rechtliche Grundlagen, Risikomanagement bei Finanzierungen und die praktische Strukturierung solcher Vorhaben ab.
Das Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für PPP-Vorhaben im Gesundheitswesen aufzuzeigen und zu analysieren, ob und unter welchen Voraussetzungen diese Modelle zur Lösung der bestehenden Finanzierungslücke beitragen können.
Es handelt sich um eine monographische Arbeit, die auf einem umfangreichen Studium nationaler und internationaler Fachliteratur sowie der Analyse themenrelevanter Artikel und Fallbeispiele basiert.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Krankenhausfinanzierung, verschiedene PPP-Modelle, Finanzierungsquellen wie Eigen-, Fremd- und Mezzaninekapital, Risikomanagement, sowie praktische Auswahlkriterien für die Strukturierung solcher Projekte.
Zentrale Begriffe sind Public Private Partnership, Krankenhauswesen, Finanzierung, Value for Money, Privatisierung, Projektfinanzierung, Eigen- und Fremdkapital sowie das DRG-System.
Die Unterscheidung ist entscheidend, da bei einer Privatisierung oft die vollständige Hoheitsgewalt und das Eigentum abgegeben werden, während bei PPP die öffentliche Hand die Kontrolle und den Versorgungsauftrag behält.
Die Theorie dient dazu, die komplexen Vertragsbeziehungen zwischen den Beteiligten (z.B. öffentliche Hand als Prinzipal und privater Investor als Agent) zu analysieren und potenzielle Konflikte durch Anreizsysteme zu minimieren.
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