Diplomarbeit, 2010
114 Seiten, Note: 1,3
Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der Familiengeschichte und der strukturellen Gestaltung des deutschen Bildungssystems auf die Reproduktion sozialer Bildungsungleichheit zu untersuchen. Die Arbeit beleuchtet, wie das dreigliedrige deutsche Schulsystem, das eine Wahl zwischen Bildungsalternativen nach der Grundschule erfordert, die Reproduktion sozialer Ungleichheit beeinflusst.
Die Einleitung stellt die Fragestellung und die Methodik der Arbeit vor und definiert relevante Begriffe. Das zweite Kapitel analysiert die Bildungsungleichheit in Deutschland, wobei es die Bildungsexpansion der 1960er Jahre und das meritokratische Prinzip beleuchtet. Es untersucht die Ursachen für ungleiche Bildungschancen, insbesondere die sozialen Herkunftseffekte, und diskutiert theoretische Ansätze zur Erklärung von Bildungsentscheidungen in Übergangssituationen.
Kapitel drei vergleicht die Bildungssysteme der BRD und der DDR und analysiert die strukturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Systeme. Dabei werden auch die Reproduktionsmechanismen von Bildungsungleichheiten in beiden Ländern untersucht.
Das vierte Kapitel befasst sich mit Lösungsansätzen zur Verminderung der Reproduktion von Herkunftseffekten durch das deutsche Schulsystem. Es analysiert die Schwachstellen des deutschen Bildungssystems und präsentiert Verbesserungsvorschläge sowie Hypothesen für ein gerechteres und weniger ungleichheitsreproduzierendes Schulsystem.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Bildungsexpansion, dreigliedriges Schulsystem, Bildungsentscheidungen, Bildungssystemvergleich, BRD, DDR, Reproduktion von Ungleichheit, Lösungsansätze, meritokratisches Prinzip.
Durch die frühe Aufteilung nach der 4. Klasse, bei der Bildungsentscheidungen stark vom sozioökonomischen Status und den Ressourcen der Eltern abhängen.
Primäre Effekte sind leistungsbezogene Unterschiede durch das Elternhaus; sekundäre Effekte sind schichtspezifische Bildungsentscheidungen bei gleicher Leistung.
Bourdieu argumentiert, dass Kinder aus bildungsnahen Schichten über kulturelle Ressourcen verfügen, die im Schulsystem belohnt werden und ihnen Vorteile verschaffen.
Obwohl das System einheitlicher war, gab es auch dort informelle Mechanismen der Reproduktion von Eliten und politische Selektionskriterien.
Vorgeschlagen wird ein längeres gemeinsames Lernen (z. B. bis zur 10. Klasse), um die Wirkung der sozialen Herkunft auf die Schullaufbahn zu entkoppeln.
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