Diplomarbeit, 2009
132 Seiten, Note: 1,5
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Vorgehen und Aufbau der Arbeit
2 Definition der Begriffe und thematische Eingrenzung
2.1 Definition und Bedeutung von Wissen
2.1.1 Explizites und implizites Wissen
2.2 Integration von Wissen im Wissensmanagement
2.3 Virtuelle Communities und ihre Kennzeichen
2.3.1 Aufgaben, Leistungsspektrum und Vertrauen in den Virtuellen Communities
2.3.2 Kategorisierung der Virtuellen Communities
2.4 Wissensmanagement mit Knowledge-Communities
2.4.1 Gestaltungsprinzipien von Knowledge-Communities
2.4.2 Etablierung von Knowledge-Communities
2.5 Expertennetzwerke als professionelle Knowledge-Communities
2.5.1 Ein kurzer Überblick über Expertennetzwerke-Community-Typen
3 Motivationale Ansätze und Anreizsysteme für Knowledge-Communities
3.1 Motivationstheorien versus Knowledge-Communities
3.1.1 Klassische Organisationsansätze
3.1.2 Verhaltensorientierte Organisationsansätze
3.1.3 Motivationstheoretische Ansätze
3.1.4 Systemorientierte Ansätze
3.1.5 Moderne organisationstheoretische Ansätze
3.1.6 Organisationstheoretische Ansätze und Knowledge-Communities
3.2 Anforderungen an Anreizsysteme unter Berücksichtigung computervermittelter Kommunikation (CvK)
3.2.1 Anreizinstrumente und Vertrauen als Einflussfaktoren
4 Computervermittelte Kommunikation (CvK)
4.1 Formen der computervermittelten Kommunikation (CvK)
4.2 Weblogs
4.2.1 Professionelle - Business Blogs
4.3 Merkmale der computervermittelten Kommunikation (CvK)
4.3.1 Face-to-Face-Kommunikation (FtFK) versus computervermittelte Kommunikation (CvK)
4.3.2 Vorteile der computervermittelten Kommunikation (CvK)
4.3.3 Sozialpsychologische Aspekte der computervermittelten Kommunikation (CvK)
4.4 Technikinduzierte Problemfelder der computervermittelten Kommunikation (CvK) in Knowledge-Communities
4.5 Theorien der computervermittelten Kommunikation (CvK)
4.5.1 Das Medienökologische Rahmenmodell
4.5.2 Eine kurze Zusammenfassung der Medienwahl-Modelle unter Berücksichtigung technikinduzierter Fragestellungen der computervermittelten Kommunikation (CvK)
4.6 Kompensation technikinduzierter Defizite in Knowledge-Communities
5 Empirie
5.1 Struktur der Studie
5.2 Ergebnisse der Studie
5.3 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen des Wissensaustauschs in Knowledge-Communities unter besonderer Berücksichtigung technikinduzierter Fragestellungen der computervermittelten Kommunikation (CvK) und entwickelt darauf aufbauend ein Rahmenkonzept für das Wissensmanagement.
2.4.1 Gestaltungsprinzipien von Knowledge-Communities
Gestaltungsprinzipien sind besonders wichtig, da viele Communities kurz nach ihrer Initiierung wieder sterben, da sie beispielsweise nicht genügend Teilnehmer anziehen oder sich kein Interaktionsrhythmus entwickelt. Wenger et al. (2002) haben sieben Gestaltungsprinzipien auf der Basis ihrer Erfahrungen mit Communities entwickelt, die im Rahmen dieses Abschnitts aufgegriffen werden.
Anstoß von Entwicklungsprozessen. Der Schlüssel zur Weiterentwicklung von Communities liegt in der Kombination von Elementen, die als Katalysator wirken. Soziale und organisationale Strukturen, wie beispielsweise ein Community-Koordinator oder problembezogene Treffen, können Community-Entwicklungsprozesse anstoßen. Ein wesentliches Element ist die Auswahl eines konkreten Schwerpunktes für die Community. Dieser kann problembezogen, prozessorientiert oder auch positionsbezogen sein. Welche Elemente speziell als Katalysator dienlich sind, um eine Community zur weiteren Entwicklung zu stimulieren, kommt auf die Entwicklungsstufe, die Umgebung und das Wissensgebiet der jeweiligen Community an.
Integration multipler Perspektiven. Neben dem internen Wissen über das Community Potenzial, die Community Prozesse, den Community Schwerpunkt und Community-Vorgehensweisen ist zudem die Einbeziehung externer Perspektiven wichtig. Dadurch wird „Community-Blindheit“ vermieden, die Teilnehmer erhalten neue Anstöße und erkennen das Potenzial der Gemeinschaft. Vor allem im Hinblick auf die Motivation der Teilnehmer ist die Integration einer externen Perspektive auf die Community-Prozesse maßgeblich. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass verschiedene Community-Mitglieder sich weiterbilden, indem sie Communities aus anderen Firmen betrachten. Ein weiterer Aspekt ist der Einbezug anerkannter Experten in die Community, um zum einen multiple Perspektiven anzuregen und zum anderen das Interesse und die Motivation der Teilnehmer positiv zu beeinflussen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung professioneller Knowledge-Communities dar und skizziert die Problemfelder bei deren Etablierung in einem technikinduzierten Kommunikationsumfeld.
2 Definition der Begriffe und thematische Eingrenzung: Es werden grundlegende Definitionen zu Wissen, Virtuellen Communities und Wissensmanagement erarbeitet, um den theoretischen Rahmen für Expertennetzwerke zu schaffen.
3 Motivationale Ansätze und Anreizsysteme für Knowledge-Communities: Dieses Kapitel vergleicht klassische und moderne Organisationstheorien mit den Anforderungen von Knowledge-Communities und leitet Anforderungen an Anreizsysteme ab.
4 Computervermittelte Kommunikation (CvK): Eine detaillierte Analyse der Formen, Merkmale und sozialpsychologischen Aspekte von CvK, einschließlich der identifizierten Defizite und deren Kompensationsmöglichkeiten.
5 Empirie: Darstellung und Auswertung einer Studie zu Erfolgsfaktoren für Wissensmanagement mit Social Software in Unternehmen zur Stützung des theoretischen Rahmens.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Erörterung der Ergebnisse und Diskussion möglicher zukünftiger Forschungsfragen im Themengebiet.
Virtuelle Communities, Knowledge-Communities, Wissensmanagement, das Medienökologische Modell, explizites und implizites Wissen, Face-to-Face-Kommunikation, computervermittelte Kommunikation, CvK, Motivation, Anreizsysteme, technikinduzierte Problemfelder, Social Software, Wissensaustausch, Expertennetzwerke.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erstellung eines Rahmenkonzepts für Knowledge-Communities, wobei insbesondere die Herausforderungen durch technikinduzierte computervermittelte Kommunikation und die Motivation der Teilnehmer im Mittelpunkt stehen.
Zentrale Themenfelder sind das Wissensmanagement in virtuellen Netzwerken, die Anwendung von Motivationstheorien auf diese Gemeinschaften sowie die Analyse der computervermittelten Kommunikation hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile.
Das primäre Ziel ist es, den Einfluss der computervermittelten Kommunikation auf den Wissensaustausch in Knowledge-Communities zu untersuchen und Anreizsysteme zu definieren, die Teilnehmer zur aktiven Partizipation motivieren und Defizite der Technik kompensieren können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener organisationstheoretischer und kommunikationswissenschaftlicher Ansätze sowie der Auswertung einer empirischen Studie des Fraunhofer-Instituts zur Wissensmanagementpraxis in Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit motivationalen Ansätzen und Anreizsystemen sowie eine detaillierte Analyse der computervermittelten Kommunikation und ihrer spezifischen Problemfelder.
Wichtige Begriffe sind Knowledge-Communities, Wissensmanagement, computervermittelte Kommunikation (CvK), Motivation, Anreizsysteme, Medienökologisches Rahmenmodell und soziale Präsenz.
Die Arbeit schlägt ein Rahmenkonzept vor, das unter anderem durch geeignete technische Funktionen wie Mitgliederverzeichnisse, Foren-Reputationssysteme und gezielte Community-Events die Nachteile der mangelnden sozialen Präsenz und nonverbalen Hinweisreize ausgleicht.
Diese Unterscheidung ist zentral, da die Motivation und die Anforderungen an Anreizsysteme variieren: Während intra-organisationelle Netzwerke oft durch Unternehmensziele und formelle Strukturen geprägt sind, basieren extra-organisationelle Communities primär auf freiwilligem Engagement und dem Bedürfnis nach fachlichem Austausch.
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