Masterarbeit, 2024
98 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
2. DER SCHAUERROMAN
2.1 DIE EPOCHE DER ROMANTIK
2.2 DIE SCHWARZE ROMANTIK
2.3 REALISMUS
2.4 FIN DE SIÈCLE
3. DAS UNHEIMLICHE: EIN DEFINITIONSVERSUCH
3.1 FRIEDRICH SCHELLINGS PHILOSOPHIE DER MYTHOLOGIE
3.2 SIGMUND FREUDS KONZEPT DES UNHEIMLICHEN
3.3 ERNST JENTSCH THEORIE ZUM UNHEIMLICHEN
3.4 DAS UNHEIMLICHE NACH MARTIN HEIDEGGER
3.5 TZVETAN TODOROVS KONZEPT DES WUNDERBAREN
4. UNHEIMLICHE MULTIPERSPEKTIVITÄT: REZEPTIONSÄSTHETIK
4.1 E. T. A. HOFFMANNS DER SANDMANN
4.2 H. P. LOVECRAFTS DIE MUSIK DES ERICH ZANN
5. UNHEIMLICHE SCHAUPLÄTZE: DAS SETTING
6. DAS UNHEIMLICHE MOTIV DER FEMME FATALE
7. DAS UNHEIMLICHE UND DIE GESELLSCHAFT: DIE PHILOSOPHISCH-GESELLSCHAFTLICHE EBENE
7.1 THEODOR STORMS AM KAMIN
7.2 FRIEDRICH SCHILLERS DER GEISTERSEHER
8. LITERARISCHE MOTIVE: DOPPELGÄNGER UND WAHNSINN
8.1 EDGAR ALLEN POES DER UNTERGANG DES HAUSES USHER
8.2 E. T. A. HOFFMANNS DIE ABENTEUER DER SYLVESTER-NACHT
9. DAS UNHEIMLICHE IN DER LITERATUR: ERGEBNISSICHERUNG
10. FAZIT
Die Masterthesis verfolgt das Ziel, die vielschichtigen Formen und Funktionen des Unheimlichen in der Literatur systematisch zu untersuchen und dabei dessen Auswirkung auf die Leserrezeption zu beleuchten. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie das Unheimliche als stilistisches sowie gesellschaftskritisches Mittel eingesetzt wird, um existenzielle Ängste zu thematisieren und psychologische Erkenntnisse über das menschliche Erleben zu vermitteln.
3.2 Sigmund Freuds Konzept des Unheimlichen
Als Pionier der modernen Psychologie haben Sigmund Freuds Theorien und Konzepte das Verstehen um die menschliche Psyche und das menschliche Verhalten maßgeblich und nachhaltig geprägt. Im Jahr 1919 veröffentlichte Freud seinen Aufsatz Das Unheimliche, in dem er die Natur des Unheimlichen und dessen Einfluss auf das menschliche Erleben untersucht. Diese Arbeit zeigt noch heute seinen ausschlaggebenden Einfluss auf die psychologische Forschung in der Literatur, Kunst und Kultur und inspiriert Dichter und Denker der verschiedensten Fachrichtungen in ihrer Arbeit, wie beispielsweise in der Literaturwissenschaft, der Kunstgeschichte und der Filmtheorie.
Ein Kuriosum wie das Unheimliche zeigt beim bloßen Darübernachdenken sein schwer zu greifendes Naturell. Hervorzuheben ist, dass emotionale Ausprägungen im Allgemeinen äußerst subjektiv ausfallen. Daher ist es schwierig, ein Werk als unheimlich zu verstehen. Sowohl Freud als auch vor ihm Ernst Jentsch gaben an, dass sich das individuelle Empfinden unheimlicher Phänomene und Elemente sehr different darstellt. In seinem Aufsatz äußerte Freud, dass das Unheimliche ohne jeden Zweifel „[...] zum Schreckhaften, Angst- und Grauenerregenden gehört“ und diese „[...] Art des Schreckhaften [...] auf das Altbekannte, Längstvertraute zurückgeht“.
1. EINLEITUNG: Führt in das Thema des Unheimlichen in der Literatur ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung von Form, Funktion und rezeptionsästhetischen Aspekten.
2. DER SCHAUERROMAN: Definiert den Schauerroman und betrachtet die Literatur-Epochen Romantik, Schwarze Romantik, Realismus und Fin de Siècle im historischen Kontext.
3. DAS UNHEIMLICHE: EIN DEFINITIONSVERSUCH: Analysiert verschiedene theoretische Modelle des Unheimlichen und verwandter Begriffe bei Schelling, Freud, Jentsch, Heidegger und Todorov.
4. UNHEIMLICHE MULTIPERSPEKTIVITÄT: REZEPTIONSÄSTHETIK: Diskutiert die Wirkung unheimlicher Literatur auf den Leser und untersucht E. T. A. Hoffmanns Der Sandmann sowie H. P. Lovecrafts Die Musik des Erich Zann.
5. UNHEIMLICHE SCHAUPLÄTZE: DAS SETTING: Untersucht die Bedeutung der Umgebung für die Erzeugung eines unheimlichen Effekts und analysiert Theodor Storms Der Schimmelreiter.
6. DAS UNHEIMLICHE MOTIV DER FEMME FATALE: Beleuchtet die Figur der Femme fatale als unheimliches Motiv und analysiert Hanns Heinz Ewers Novelle Die Spinne.
7. DAS UNHEIMLICHE UND DIE GESELLSCHAFT: DIE PHILOSOPHISCH-GESELLSCHAFTLICHE EBENE: Erörtert die gesellschaftskritische Funktion unheimlicher Literatur anhand von Theodor Storms Am Kamin und Friedrich Schillers Der Geisterseher.
8. LITERARISCHE MOTIVE: DOPPELGÄNGER UND WAHNSINN: Analysiert das Doppelgänger-Motiv und den Wahnsinn in Edgar Allan Poes Der Untergang des Hauses Usher und E. T. A. Hoffmanns Die Abenteuer der Sylvester-Nacht.
9. DAS UNHEIMLICHE IN DER LITERATUR: ERGEBNISSICHERUNG: Fasst die Erkenntnisse über die vielfältigen Funktionen des Unheimlichen und dessen Wirkung auf die Leserwahrnehmung zusammen.
10. FAZIT: Zieht ein abschließendes Resümee über die Arbeit und gibt einen Ausblick auf weiterführende Analysemöglichkeiten.
Unheimliches, Schauerroman, Romantik, Rezeptionsästhetik, Doppelgänger, Wahnsinn, Femme fatale, Psychoanalyse, phantastische Literatur, Literaturtheorie, Mimesis, Realismus, Erkenntniskrise, Stimmung, Narration.
Die Arbeit untersucht die Form und Funktion des Unheimlichen in der Literatur, um zu verstehen, wie dieses Phänomen genutzt wird, um psychologische und gesellschaftliche Aspekte zu thematisieren.
Die Arbeit deckt die theoretische Definition des Unheimlichen, literaturspezifische Motive (wie Doppelgänger und Femme fatale), räumliche Settings und die rezeptionsästhetische Wirkung auf den Leser ab.
Ziel ist es, die Wirkungsweise des Unheimlichen in der Literatur zu analysieren, wobei insbesondere der Einfluss auf die Wahrnehmung des Lesers und die Spiegelung gesellschaftlicher Krisen im Fokus steht.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse kombiniert mit rezeptionsästhetischen Ansätzen und psychologischen Modellen (insbesondere von Sigmund Freud) angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Untersuchung spezifischer Motive und Settings sowie detaillierte Werkanalysen, wie etwa von Werken Hoffmanns, Lovecrafts oder Poes.
Zentrale Begriffe sind Unheimliches, Rezeptionsästhetik, Doppelgänger-Motiv, Wahnsinn, Schauerroman sowie verschiedene literarische Epochen vom Fin de Siècle bis zur Romantik.
Sie dient als Analyseinstrument, um aufzuzeigen, wie Autoren durch gezielte Textgestaltung – etwa durch Leerstellen – den Leser aktiv in den Konstruktionsprozess des Unheimlichen einbinden.
Während psychologische Aspekte (wie Kastrationsangst nach Freud) auf das Individuum abzielen, verdeutlicht die Arbeit, dass das Unheimliche auch als Spiegel gesellschaftlicher Ängste und Krisen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts fungiert.
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