Diplomarbeit, 2010
84 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Interkulturelle Kompetenz
2.1 Entstehungsmotive und -geschichte interkultureller Kompetenz
2.2 Begriffserklärung – Interkulturelle Kompetenz
2.3 Kriterien interkultureller Kompetenz
2.4 Interkulturelle Kompetenz – nicht nur eine Sozialkompetenz
2.5 Ziele interkultureller Kompetenz
3. Kulturunterschiede
3.1 Der Kulturbegriff
3.2 Kulturdimensionen nach Geert Hofstede
3.2.1 Machtdistanz (MDI)
3.2.2 Individualismus vs. Kollektivismus (IDV)
3.2.3 Maskulinität vs. Feminität (MAS)
3.2.4 Unsicherheitsvermeidung (UVI)
3.2.5 Langzeitorientierung vs. Kurzzeitorientierung (LZO)
3.3 Kulturdimension nach Edwart T. Hall
3.3.1 Kontextorientierung
3.3.2 Zeitorientierung
3.3.3 Raumorientierung
3.3.4 Informationsgeschwindigkeit
3.4 Kulturdimensionen nach Fons Trompenaars
3.4.1 Universalismus vs. Partikularismus
3.4.2 Affektivität vs. Neutralität
3.4.3 Spezifität vs. Diffusität
3.4.4 Statuszuschreibung vs. Statuserreichung
3.4.5 Zeitverständnis
3.4.6 Beziehungen des Menschen zur Natur/Umwelt
3.5 Kulturunterschiede in der Kommunikation
4. Personalführung im interkulturellen Kontext
4.1 Begriffsdefinition Führung
4.2 Kulturorientierte Personalführung
4.2.1 Amerikanische Managementtheorien im Spannungsfeld
4.2.1.1 Maslows Bedürfnishierarchie
4.2.1.2 Mc Gregors Y-Theorie
4.2.1.3 Peter Druckers Management by Objective ( MbO)
4.2.1.4 Wal-Mart in Deutschland – das Praxisbeispiel
4.2.2 Führungsgrundsätze im internationalen Vergleich
4.2.2.1 Führungsstile und Kulturtypen
4.2.2.2 Führungsstil
4.2.2.3 Zielsetzung und Problemlösungstechniken
4.2.2.4 Entscheidungsprozesse
4.2.2.5 Kontrolle
4.2.2.6 Motivation
4.2.3 Interkulturelle Inkompetenz–innerbetriebliche und unternehmensübergreifende Auswirkungen
4.2.3.1 Beispiele innerbetrieblicher Konflikte
4.2.3.2 Beispiele für unternehmensübergreifende Konsequenzen
4.2.3.3 Training Interkultureller Kompetenz
5. Fazit
Die Diplomarbeit analysiert kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Kontext der Personalführung, um die Bedeutung interkultureller Kompetenz für entsandte Führungskräfte zu untersuchen und darauf basierend Führungsgrundsätze zu erarbeiten.
4.2.1.4 Wal-Mart in Deutschland – das Praxisbeispiel
Die US-amerikanische Einzelhandelskette Wal-Mart startete 1997/98 seine Expansionsstrategie in Deutschland und übernahm dabei 21 Wertkauf- und 74 Interspar-Warenhäuser. Weltweit verfügt die Einzelhandelskette im Retail-Geschäft über hohe politische und finanzielle Macht. Allein ihr Umsatz entspricht dem dreifachen Umsatz von Carrefour, dem Zweitplatzierten auf dem Einzelhandels-Weltmarkt. Doch trotz ihrer Größe und Kapitalmacht ist die Expansionsstrategie in Deutschland gescheitert, sie machten Verluste und immer mehr Märkte mussten geschlossen werden (vgl. Senge, 2004, S. 1 ff.) 2006 traten sie endgültig aus dem deutschen Markt zurück und verkauften ihre übrig gebliebenen Filialen zu einem Schleuderpreis an die Metro AG (vgl. Some, 2007, S. 1).
Wal-Mart ist eine Erfolgsstory in den USA, aber ein Fiasko in Deutschland. Konstanze Senge vom Institut für Soziologie in Darmstadt ermittelte die Gründe, die Wal-Mart in Deutschland zum Scheitern brachte. Zum einen war es die Nichtbeachtung der Marktstrukturen und der politischen Regelungen vor Ort und zum anderen die Nichtbeachtung der kulturellen Aspekte. Im Rahmen dieser Diplomarbeit sind für uns die kulturellen Aspekte interessant und sollen des Weiteren näher betrachtet werden.
Ein Teil der Firmenphilosophie ist der rituelle „Wal-Mart-Cheer“. Er soll eine Spaß fördernde Maßnahme zur Mitarbeitermotivation sein. Die Mitarbeiter versammeln sich während der Geschäftszeit an einem beliebigen Ort in der Filiale und bilden einen Halbkreis um den Filialleiter. Nachdem er seine Ansprache für die Ziele des aktuellen Tages beendet hat, fordert er seine Mitarbeiter auf den Firmennamen „Wal-Mart“ laut jubelnd zu buchstabieren (vgl. Senge, 2004, S. 12 f.).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Globalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit interkultureller Kompetenz für Führungskräfte im Ausland, um vorzeitige Abbruchquoten zu senken.
2. Interkulturelle Kompetenz: Dieses Kapitel definiert interkulturelle Kompetenz als Handlungskompetenz und erläutert ihre zentralen Kriterien sowie Entstehungsgeschichte.
3. Kulturunterschiede: Hier werden zentrale Kulturtheorien von Hofstede, Hall und Trompenaars vorgestellt, um kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten wissenschaftlich fundiert darzulegen.
4. Personalführung im interkulturellen Kontext: Das Hauptkapitel verknüpft Kulturtheorien mit Führungspraxis, analysiert US-Managementtheorien und beleuchtet Konfliktpotenziale sowie Trainingsmöglichkeiten für Führungskräfte.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass kulturelle Anpassungsfähigkeit eine essenzielle Voraussetzung für den Erfolg internationaler Führungskräfte darstellt und systematische Trainings einen entscheidenden Beitrag leisten können.
Interkulturelle Kompetenz, Personalführung, Auslandseinsatz, Kulturdimensionen, Hofstede, Hall, Trompenaars, Managementtheorien, Expansionsstrategie, Konfliktmanagement, Training, Führungsgrundsätze, Globalisierung, Führungskräfteentwicklung, Unternehmensführung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Bewertung der interkulturellen Kompetenz im Bereich der Personalführung von Führungskräften, die langfristig im Auslandseinsatz tätig sind.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der interkulturellen Kompetenz, vergleichende Kulturtheorien, Strategien der Personalführung im interkulturellen Umfeld sowie die Folgen von interkultureller Inkompetenz.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen kulturellen Unterschieden und erfolgreicher Personalführung zu analysieren und Führungsgrundsätze zu entwickeln, die einen effizienten Auslandseinsatz unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Vergleich bekannter Kulturmodelle, die durch Praxisbeispiele (wie Wal-Mart in Deutschland) und konkrete Konfliktfälle veranschaulicht werden.
Im Hauptteil werden allgemeine Führungstheorien im interkulturellen Spannungsfeld kritisch hinterfragt, Managementinstrumente wie Zielvereinbarungen und Motivation auf ihre kulturelle Übertragbarkeit geprüft und Trainingsansätze diskutiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem interkulturelle Kompetenz, Personalführung, Auslandseinsatz, Kulturdimensionen und Führungsgrundsätze.
Das Scheitern wird unter anderem auf die Missachtung der deutschen Unternehmenskultur und Mentalität zurückgeführt, wie etwa die Übertragung unpassender Motivationsrituale auf das deutsche Personal.
Das Modell der sozialen Gruppe (typisch für Länder wie Japan) legt den Fokus auf Gruppenharmonie und -leistungen, während das Modell des rational handelnden Individuums (westlich geprägt) auf die Eigenleistung und Karriereplanung einzelner Mitarbeiter setzt.
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